Es gibt auch Berichte über Haarausfall während Tecfidera und insbesondere Aubagio, der nach Wechsel auf Kesimpta nicht mehr in Erscheinung trat. 
Zeitlicher Zusammenhang bedeutet nicht zwingend kausalen Zusammenhang. Man darf andere mögliche Ursachen für Haarausfall nicht vergessen. U. a. Alter, Wechseljahre, nach der Schwangerschaft (mit 2 bis 3 Monaten Verzögerung zur Entbindung), Haarausfall durch Diäten / Mangelernährung oder durch Stress.
Viele MS-Betroffene befinden sich in der Anfangsphase ihrer Immuntherapie in einer Stresssituation: Man muss die Diagnose verkraften, sich für eine Immuntherapie entscheiden, vor der viele Angst haben, hat meist einen Impfmarathon und viele Arztbesuche hinter sich, war vielleicht sogar in der Klinik, war im MRT usw. Da die, die über Haarausfall berichten, meist auch berichten, dass sich das nach einigen Monaten wieder gelegt hat, tippe ich in vielen Fällen auf Stress als den tatsächlichen Auslöser.
In der klinischen Zulassungsstudie von Kesimpta ist Haarausfall nicht als Nebenwirkung aufgefallen. Auch bei keinem anderen Anti-CD20-Antikörper (Ocrevus, Briumvi). Bei anderen MS-Therapien ist Haarausfall allerdings schon in den klinischen Studien als Nebenwirkung identifiziert worden (u. a. Tecfidera, Aubagio, Mavenclad, Lemtrada). Darauf wird geachtet, das wird in solchen Studien abgefragt.
Mach dir keine zu großen Sorgen und beobachte mal, ob es sich nicht wieder legt. BTW: Ich spritze seit zwei Jahren Kesimpta und habe keinen Haarausfall.