Hallo, und schon mal danke für die Hilfe um vorraus.

Also im Prinzip geht es mir wirklich gut. Aber mein Problem ist das ich ziemlich schnell müde Beine bekomme, wenig Kraft habe und schnell erschöpft bin. Ich habe Einzelhandelskauffrau gelernt und mir ist schon klar das ich diesen Beruf an den Nagel hängen kann, aber habe ich deshalb auch anspruch auf Rente?
Wenn ja, welche Vorraussetzungen muss ich eigentlich erfüllen?

Würde mich über Auskünfte von euch freuen
liebe Grüße Sabine

Hallo Sabine,
so einfach wird das wohl nix mit dem an den Nagel hängen. Es wird vermutlich nach einer Umschulungsmglk gesucht.
Ok ich hab gut reden, ich bin mit 39 voll EU. Allerdings muß jeder für sich entscheiden wie er mit dem zuhause sein zurechtkommt. Ich war bis 34, der totale Workaholic und bin dann krank geworden, nur stehen in meiner Biographie noch zwei andere heftige Erkrankungen, deshalb ist das ganze wohl rel. einfach durchgegangen. Allerdings würde ich lieber heute als morgen arbeiten obwohl ich genau weiß, daß ich für einen Arbeitgeber nicht wirklich berechenbar bin und für mich auch nicht.
Informier Dich am Besten beim VdK oder der DmSG. Da sitzen idR Leute die voll Ahnung haben
LG Idefix

Hallo!

Der Antwort von Idefix kann ich mich in allen Punkten nur anschließen.

Nach meiner Diagnose folgten einige Schübe, so dass ich ca 1,5 Jahre nicht mehr arbeiten ging, bis ich dann eine Belastungserprobung machte. Ich war auch immer die jenige, die sehr gerne arbeiten ging und immer hier schrie, wenn Not am Mann war und jemand einspringen musste oder so…
Naja, auf jeden Fall wollte ich auch mal wissen, in wie fern ich noch belastbar bin. Sie zeigten mir in der Reha mehr Defizite auf, als ich dachte zu haben. Auf jeden Fall, brachen sie die Reha frühzeitig ab, mit der einstimmigen Meinung, dass für mich nur noch die volle Rente in Frage käme. Und somit wurde die Rente beantragt und ging auch direkt durch. Vielleicht wäre das noch eine Möglichkeit für dich.

Ich wünsche dir alles Gute!

lG

Hallo,meine Frage ist wie lange hast du MS und was wie Symptome hast du denn? Hast du auch euserliche Behinderungen?

Hallo, schön das ihr mir alle antwortet. Also ,ich weiß seit Jan. 2008 das ich MS hab. Danach hatte ich einige Schübe, aber es ist gott sei dank vieles wieder weggegangen. Ich habe eine eigene Abteilung in der Firma geleitet in der ich gearbeitet habe. Die Vorstellung nun nie wieder arbeiten gehen zu können ist mir genauso ein graus wie die Vorstellung es doch zu tun. An manchen Tagen ist es mir selbst zuviel eine Entscheidung zu treffen(was meine Tochten natürlich gut findet, da sie auf die Frage nach Süßegkeiten oder Eis etc. nur ein “ist mir egal” zu hören bekommt) Wie ihr seht ich bin hin und her gerissen. Kommt ganz drauf an wie fit ich bin. Aber ich werde auch so schnell erschöpft. Ich will auf jedenfall meinen Neurol. fragen ob ich so eine Art Muskelaufbautraining machen kann. Vielleicht hilfts ja. Welche Defizite ich habe oder wie belastbar ich bin ist bei mir noch nicht getestet worden.
Also ich bin mal wieder völlig unsicher, wie so oft in letzter Zeit. :-((

liebe Grüße Sabine

Hallo Sabine,
ich habe die Diagnose seit ca. 5 Jharen und mir ging es ähnlich wie Dir. Meine Schübe haben sich weitestgehend zurückgebildet, nur die Fatigue blieb. Ich war abends nach der Arbeit fix und fertig und zu keiner Entscheidung mehr fähig. Ich wollte nur noch meine Ruhe. Dazu kommt, dass ich im Einzelhandel tätig bin und deswegen die Samstage in aller Regel arbeite.
Ich war dann vor ca. 3 Jahren in der Reha und die haben mich gleich gefragt, ob ich mir vorstellen kann mich teil EU berenten zu lassen. Nach etlichen Belastungstests war definitiv auch klar, dass ich so nicht weitermachen kann. Ich habe dann einen Antrag auf Teil EU Rente gestellt. D.h. man arbeitet mehr als 3 Std., aber weniger als 6 Std. pro Tag. Das Problem ist, dass Dein Arbeitgeber dann berechtigt ist, Dir zu kündigen. Meiner hat es zum Glück nicht getan. Bis vor kurzem habe ich 23,5 Std/Woche gearbeitet, habe jetzt aber auf 20 Std. reduziert, da ich festgestellt habe, dass ich wieder an meine Grenzen komme. Ich würde an Deiner Stelle mal unverbindlich bei Deinem Arbeitgeber anfragen , was er von einer Reduzierung Deiner Arbeitszeit hält ( Du kostest ihn weniger und auch der Krankenstand und die Fehler aufgrund der Müdigkeit gehen zurück). Auch eine Beratung beim Vdk hilft bestimmt weiter.
Ich glaube aber auch, dass eine Vollberentung sehr schwierig durchzukriegen ist. Bist Du eigentlich schwerbehindert?
Ich hoffe ich konnte Dir ein bißchen weiterhelfen.
Liebe grüße
Kiki

Hallo KIKI

Warum kann der Arbeitgeber dich kündigen?

Aber nicht wenn du Schwerbehindert bist oder?

Er muss nicht zustimmen.

Ich bin seit fast 9 Jahren in der Firma und bin letztes Jarh auf 32,5 Stunden gegangen und werde wenn es mit der Teil Rente durch geht auf 29,5 gehen. Warscheinlich Verdiehne ich noch zu viel und bekomme dann nichts ausbezahlt und werde dann auf 32,5 bleiben so lange ich noch kann.
Es war mir nur wichtig, wenn ich länger gewartet hätte, hätten sie meinen Lohn auf Teilzeit aufgerechnet. Obwohl ich vorher Vollzeit gearbeitet habe.

Vielleicht kannst du mir da auch weiterhelfen bin gerade verunsichert.
Gruß Ronja

Hallo Ronja,

ich bin zwar nicht KIKI :-), aber ich habe extra zu meinem Wissen, bezüglich Kündigungsrecht bei einem Grand der Behinderung, einen Link rausgesucht. Bei einem Grad der Behinderung ab 50% oder bei 30% mit der Gleichsetzung auf 50% kann dich der Arbeitgeber nur mit Zustimmung des Integrationsamtes kündigen.

Hier der Link: http://www.integrationsaemter.de/webcom/show_lexikon.php/_c-578/_nr-155/i.html

lG

Hi
Ich würde es in jedem Fall vermeiden in Rente zu gehen, Wenn du eine Lehre gemacht hast bekommst du auch eine Umschulung bezahlt und kannst weiter arbeiten. Ich weiß nicht wie lange du schon gearbeitet hast, lass dir mal dein Rente ausrechnen, bei mir ist es ein Witz was da an Geld rüber kommt. Also erst mal schlau machen und nur wegen müder Beine ist Rente sicher noch nicht angesagt.
LG Babsy

Hallo Ronja,
als es bei mir damals mit der Rente soweit war habe ich mich beim VdK erkundigt. Die Aussage ist die, dass Du, falls Du etwas an deinem Arbeitsvertrag änderst, kündbar bist. Trotz Schwerbehinderung. Ich habe 80% und wäre sofort kündbar gewesen, da ich von 39 Std. auf 23,5 Std. reduziert habe. Natürlich muss das nicht passieren, aber die Gefahr besteht. Die Sache ist die, dass Du Deinen Vertrag nicht mehr erfüllen kannst und ein neuer Vertrag gemacht werden muss. Da kann auch das Integrationsfachamt nicht mehr helfen. Die stehen Dir nur bei, falls Du eine Kündigung trotz Schwerbehinderung kriegst und Deinen ursprünglichen Vertrag noch erfüllst, Also volle Stundenzahl wie im Vertrag ausgemacht arbeitest.
Ich hoffe ich konnte weiterhelfen. Ich weiß das deshalb so genau, da bei meinem Mann das gleiche Problem anstand und der Arbeitgeber gekündigt hätte. Das Integrationsfachamt hat damals nicht helfen können. Also arbeitet er weiter voll und ist halt öfter zu Hause. Da er schon 55 Jahre alt ist, kriegt er natürlich keinen neuen Job mehr. Übrigens hat er eine Schwerbehinderung von 60 %. Das ist auch kein Schutz. Also erkundige Dich genau, bevor Du was machst.
Liebe Grüße
Kiki

Hallo!

Das ist richtig! Mein Fehler war, dass ich die Stundenreduzierung und somit nicht die Änderung des Arbeitsvertrages beachtet hatte, sondern nur die allgemeinen Rechte (ohne Arbeitsvertragsänderung) beachtet habe. Sorry!!!

Aber zum Glück gibt es hier immer noch Leute, die mehr Erfahrung haben, aufmerksamer lesen, bzw. nicht so viele Defizite des Kopfes haben und sich Sachen besser behalten und mehr wissen!!! Danke!!! :slight_smile:

lG