Hallo,
ich habe eine Frage in die Runde,
vielleicht hat jemand Erfahrung damit und kann mir raten, was vielleicht helfen könnte.
Seit knapp einem Jahr kann ich meine rechten Finger nach Aktivität (Einkauf, Spaziergang, …) nur schwer schließen (als wenn ich gegen einen schweren Widerstand ankämpfen muss und gleichzeitig in Nadeln greife).
Die rechte Seite ist meine taube & lahme Seite,
(gegen Krämpfe Baclofen, gegen Berührungsschmerzen &Co Pregabalin).

Nachdem sich Physiotherapie, Rheumatologe & das MS-Zentrum nicht zuständig fühlten, habe ich mit meiner Hausärztin gesprochen und sie hat eine Vermutung angestellt (aber sie wisse es nicht genau):
durch den unterversorgten Muskel wird die Lymphe nicht richtig abtransportiert -
das führt zu Stau, führt zu Druck, führt zur Reizung der geschädigten Fingerspitzennerven.
Als Einziges schafft mir längere Kühlung Linderung (wie nervig, wegen der doofen Hand eine Stunde rumzusitzen).
Weiß jemand einen anderen Rat?
Und/oder ist selbst davon betroffen?

Habe das Problem in den Füßen . Venenklappen arbeiten bei mir nicht richtig. 5 Wochen Lymphdrainage ohne Erfolg. Rufe morgen einen Gefäßchirurgen an.

… dann wäre es kein Lymphstau, sondern ein Blutstau?
Welcher Facharzt hat das bei Dir diagnostiziert?

Kein Facharzt . Der Arzt bei der Reha und die Schwester die mir Lymphdrainage gegeben hat.

Aha.
Kannst Du mir eine Nachricht schreiben, bitte, wenn Du beim Gefäßchirurgen warst?
Vielleicht bringt uns ja Dein Besuch mehr Erkenntnisse.
Danke!

Wenn die Venenklappen nicht richtig schließen (Krampfadern) und das Bein eine Schwäche hat, führt eine OP nicht langzeitig zur Verbesserung.
Bei uns sind Krampfadern in der Familie nichts Seltenes. Ich bin bereits 2mal operiert worden, und es hat nie lange gedauert, bis aufgrund der undichten Venenklappen neue Krampfadern vorhanden waren.
Beim letzten Mal war ich in einer phlebologischen Praxis, die nicht selbst operieren, sich nicht durch die OPs finanzieren. Man hat mich untersucht und mir gesagt, dass es ein OPwürdiger Befund ist, nur dass das Problem durch die OP nicht verschwindet. Die Muskelschwäche auf der Seite, führt zur Neubildung.
Bei geschwollenen Händen/Beinen kann helfen, diese hochzulegen, hochzuhalten. Die Schwerkraft führt auch zur Entstauung. Ein Kissen unter dem Unterarm tut es auch.

P.S. Such dir einen Gefäßarzt, der nicht auf Teufel komm raus, operiert. Die Praxis wo ich erstmals operiert wurde, wollte mir beide Beine operieren, ich habe aber nur die Seite mit den Beschwerden machen lassen.
Später habe ich in einer renommierten Gefäßchirurgie als Krankenschwester gearbeitet, einer der TOP -10 Ärzte Deutschlands, und der hat 15 Jahre nach der ersten OP die Gegenseite immer noch nicht als OPwürdig gesehen…
Gruß Anne

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Danke für Deine Nachricht und Deinen Bericht.
Da ich bei mir die Lymphe vermute und nicht die Venen - ist dafür auch ein Gefäßarzt zuständig?
Ja, das Hochlagern versuche ich schon, macht bloß mein Rheuma nicht lange mit.
Kühldecke hilft prima, dauert nur lange :roll_eyes:
Gruß zurück, Katharina

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Wie wäre es zum Lymphologen zu gehen?

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Ich hab keine krampfadern.hatte jetzt 5 Wochen 10x lympfdränage. Hat nicht geholfen. Die Füße sind immer noch geschwollen. Vielleicht Wasser durch Bewegungsmangel.

Danke für den Tipp,
es gibt in Dresden tatsächlich eine Frau Doktor für Lymphologie.
Mal sehn, was meine Hausärztin zu einer Überweisung sagt.
Danke :love_letter:

Ich habe inzwischen mit der KI gechattet,
und mit allem InternetWissen hat sie den (für mich durchaus logischen) Schluss gezogen, dass die Lymphflüssigkeit durch die akute rheumatische Entzündung in der rechten Schulter erstens getriggert und zweitens am Abfluss gehindert wird.
Ist halt blöd, wenn man so viele Autoimmunerkrankungen auf einmal hat :rofl:

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Ohje
Dann hoffe ich, dass es Dir bald besser geht.
Meiner Bekannten haben bei geschwollenen Beinen durch Bewegungsmangel Entwässerungstabletten geholfen.

Ich bin seit ca 18 Jahren beim Lymphologen, erhalte wöchentlich manuelle Lymphdrainage, Kopf und Halsbereich aufgrund einer Krebserkrankung.
Bei meinem Lymphologen brauche ich nicht mal eine Überweisung.
Ich habe von meinem Lymphologen sogar eine Mappe bekommen, um Lymphdrainage an allen Bereichen selbst durchzuführen zu können. In der Reha vor zwei Jahren waren die Physios ganz scharf auf die Inhalte der Mappe. Meine Lymphologe bildet Physios in dem Bereich aus und er ist im Lymphologienetzwerk, ich bin als Versuchsobjekt gern gesehen. Viel Glück.

Danke!
Schade, dass Dein Lymphologe keinen link zu der Mappe hat - oder hat er?
Das, was ich am Freitag online fand und bisher ausprobiert hab, hat schlechter geholfen als meine Kühlmatte.
Vielleicht bringt es mir meine Physiotherapeutin bei.
:woman_in_lotus_position:

Gerne. Die Unterlagen stehen online nicht zur Verfügung. Mein Lymphologe hat mir eine Mappe gegeben.
Ja, deine Physios können dir die Lymphdrainage zeigen, haben meine auch gemacht. Wenn z. B. Wetterumschwung ansteht, dann habe ich starke bis sehr starke Ödembildung im Gesicht, Hals und Zunge, sowie extremen Juckreiz und schmerzen, dann muss ich selbst tätig werden.

Autsch.
Das klingt äußerst schmerzhaft & nervig.
Da musst Du echt tapfer sein :love_letter:
Dann werd ich mal nächste Woche nachfragen!

Bin grad vom Sanitätshaus rein; eigentlich war ich da zur Anpassung meiner neuen Unterschenkel- Orthese.
Hab mich anschließend zur Lymphberaterin schleusen lassen und sie fand das alles sehr schlüssig und hat mich für 5 min einen in Frage kommenden Kompressionshandschuh tragen lassen und ich hatte tatsächlich eine spürbare Linderung!
Juchhu!

Damit ist das Thema dieses chats direkt mit “JA” beantwortet. Es gibt Hoffnung. Bin froh.
Also DANKE an Euch drei für’s Raten & Überlegen & sowieso :love_letter::love_letter:

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Okay, hätte ich sonst gefragt, ob du schon Kompressionsstulpen oder so trägst. Kann eine immense Erleichterung sein!

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Wünsche dir alles Gute :smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts:.

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