Hallo alle zusammen.
Ich hoffe ihr könnt mir mit euren Erfahrungen weiterhelfen.
Im Januar 2020 war ich im Krankenhaus (von Hausärztin aufgrund der Symptome eingewiesen), da mein linkes Bein taub wurde. Es war so als wäre es eingeschlafen, habe auch kaum bis garnicht Kälte oder Wärme wahrgenommen. Es fing mit dem Fuß an und ist dann immer weiter bis zur Taille weiter hochgewandert (innerhalb von ca. 3 Wochen). Im Krankenhaus wurden natürlich ganz viele Untersuchungen gemacht. MRT (mit Kontrastmittel) vom Kopf und Rückenmark waren unauffällig. Liquorpunktion: Oligoknonale Banden unauffällig. Nach der Punktion habe ich leider ein Post punktionelles Syndrom entwickelt, weshalb ich mich an die darauffolgenden 3 Tage bis heute nicht erinnern kann. Verdacht war dann Myelitis transversa aber ohne bildmorphologische Nachweise. Therapie: 1g Cortison über 5 Tage i.v.
Die Symptome gingen aber erst nach 5-6 Wochen weg.
Jetzt, im Januar 2023, kam die Taubheit erstmals zurück nur diesmal viel schlimmer. Die ganze linke Körperhälfte war betroffen. Außerdem habe ich seit dem eine “Benommenheit” und Konzentrationsschwerigkeiten. Ich hatte auch schon seit längerem so ein zittern in den Händen, vermehrtes Stottern und Schwindelanfälle.
Wurde daraufhin von meiner Hausärztin wieder ins Krankenhaus geschickt.
Die Nervenweiterleitungsuntersuchungen waren alle ohne Befund. Im MRT vom Rückenmark auch wieder alles unauffällig. Jedoch wurden diesmal im MRT vom Kopf Gliosen periventrikulär und kortikal gefunden. Auf eine erneute Lumbalpunktion wurde wegen der Vorgeschichte verzichtet.
Die Ärztin aus dem Krankenhaus hat sich sehr genau die Bilder von 2020 und jetzt angesehen und verglichen und jetzt schwarz auf weiß in den Befund geschrieben: Encephalomyelitis disseminata, schubförmiger Verlauf nach McDonald-Kriterien. Natürlich hat sie mit mir auch über die Therapiemöglichkeiten gesprochen und meinte ich soll diese mit meiner Neurologin besprechen.
Daraufhin war ich jetzt bei einer Neurologin die eigentlich auf MS spezialisiert ist. Diese sagte zu mir das sie es irgendwie nicht glaubt weil die OKB ja beim ersten Mal negativ waren und will alles nochmal machen lassen bei einem ehemaligen Kollegen von ihr in einem anderen Krankenhaus.
Auch MRT will sie neu machen lassen obwohl das doch erst 3 Wochen her ist. Die bereits vorhanden Bilder aus 2020 und jetzt wollte sie garnicht erst sehen.
Jetzt bin ich absolut verunsichert was ich von dem ganzen denken soll. Einerseits habe ich ja schon die Diagnose von einer Ärztin erhalten, andererseits ist es ja gut wenn man da gründlich ist.
Was würdet ihr empfehlen, nochmal eine Zweitmeinung einholen oder das Spiel mitmachen?
Und würdet ihr sagen das es MS ist? Ich weiß das ist schwer zu beantworten aber dieses ständige Hin und her macht mich einfach fertig. Seid 3 Jahren versuche ich rauszufinden was mir das Leben so schwer macht und dachte ich habe es jetzt gefunden und wieder stehe ich am Anfang 
Vielen Dank schonmal für eure Antworten 


