Hallo Matze,
waren für dich hilfreiche Informationen hier dabei ?
Alles Gute 
Oh hallo Andy, habe dich hier schon vermisst
Ich dachte, du sitzt am Strand mit einem Eimer kalten Sangria neben dir.
Ich hab leider auch mit dem Thema zu tun… Bei anderen finde ich das gar nicht schlimm, bei mir selber wird mir ganz anders, weil das alles für mich so unglaublich schambehaftet ist. Bisher bin ich mehr oder weniger um die Windeln rumgekommen, weil die Inkontinenz nur bei niesen/lachen war. Aber leider hat sich die Situation verschlechtert und ich merke, dass ich mich wohl mal mit Einlagen auseinander setzen muss… Ich kann mich aber einfach nicht überwinden in einen Drogeriemarkt zu gehen… kennt ihr das?
Hi Dirk,
man kann sowas doch auch online kaufen, vielleicht entspannt das etwas.
Ich war während eines Schubes in der REHA auch betroffen. Hab mich zu keiner Behandlung mehr getraut aus Angst, es nicht zur Toilette zu schaffen. Die Schwestern haben mich kurzerhand in so eine komplette Windelhose gesteckt (die man unter den Klamotten nicht sieht). Nach dem ersten Schlucken war es DIE mentale Befreiung, endlich sicher vor Überraschungen zu sein.
Ich kenn Gesunde, die sowas auf langen Autofahrten, Busreisen etc. tragen, einfach nur, um sich den Stress des „was wäre, wenn…“ zu ersparen. Also nur Mut, Scham bremmst Dich da nur unsinnigerweise aus.
Jupp, der Drogeriemarkt ist auch die falsche Adresse!
Zuerst zum Urologen oder Neurourologen. Dort erst mal genau besprechen, wie und was.
Falls dann nötig ggf. eine Dauerverordnung, wiederkehrende Rezepte, für die Inkontinenzmittel. Ich bekomme dann meine Ration, gute sichere richtige Einlagen, für eine geringe Zuzahlung in meiner Apotheke. Es wurde auch zuerst getestet, was man wirklich braucht und ich kann das verändern. Du kannst das auch neutral von der Online Apothe schicken lassen.
Irgendwann müssen wir bei uns sein. So what, auch mein Mann holt die Hilfsmittel in der Apotheke ab und ich kann nichts daran ändern.
Also Augen zu und durch und dafür mehr Entspannung und Aktivitäten im Alltag. 
Genau!! Hilft ja nüscht - man kann wegen diesem Problem ja nicht warten, bis man irgendwelche Phobien entwickelt und gar anfängt, das Haus nicht mehr zuverlassen. 
Hallo Dirk, mein Neurologe stellt mir eine Dauerverordnung für Einlagen aus
Mein Hauptproblem war die hyperaktive Blase und Harninkontinenz
Seit ich Botox für die Blase bekomme, mich selbst katheterisiere und das Medikament Obgemsa einnehme, benötige ich kaum noch Einlagen
Hätte Botox nicht gewirkt wäre “Sakrale Neuromodulation” eine Option gewesen welche auch bei Darmproblemen eine Hilfe sein kann… weiß nicht, ob du schon davon gehört hast
Bleib zuversichtlich! LG Rita
Anmerkung zu Obgemsa: die ganze Zeit musste ich nur 10€ zuzahlen, neuerdings 41€…ganz schön ärgerlich 
Ja, besonders das Thema Windeln. Ich hatte das mal bei meinem letzten Krankenhausaufenthalt. Da hatte ich am Vortag Macrogol genommen. Das war mein letzter Tag. Das Ganze war aber nicht in der Toilette gelandet, sondern ein Teil in der Unterhose. Mir war das Ganze fürchterlich peinlich. Ich war dann auf Toilette und habe die Schwester gerufen. Eine Schwester kam dann rein und sagte zu mir:" Es gibt doch diese Panties. Kennen Sie die?" Dann hat sie mir die Windel gegeben. Für den Notfall habe ich mir jetzt mal welche im Internet bestellt.
Hab auch immer ´ne Packung im Haus - man weiß nie, wann ´s wieder zickt.
Ich hab zwar bisher keine Inkontinenz, aber letztes Jahr im Krankenhaus hat die Menstruation aus dem Nichts zugeschlagen. Als hätt man nicht schon Probleme genug gehabt 
Jedenfalls hat die Pflegerin mir auch ein paar Windeln gegeben. Binden waren an dem Tag wohl aus 
Ich fand die eigentlich ganz toll. Saubequem und selbst in meinen engen Yoga-Pants ist nichts aufgefallen. Nur ich wusste dass der Hintern n cm weniger Umfang hatte eigentlich.
Hab davon immer noch 3 im Schrank und werd mich hüten die zu entsorgen. Wer weiß ob ich die nicht doch nochmal plötzlich brauche 
Wie bei allem wird der erste SChritt der Schlimmste sein. Ich würd wie die anderen schon gesagt haben einfach im Internet bestellen.
Nein, die fallen nicht auf. Trotzdem ist das halt so eine Kopfsache, wenn man die an hat.
Hi Dirk, das ist ein Fall für den Neurologen. Es gibt auch Medikamente, die vielleicht in Betracht kommen. Wie die anderen schon geschrieben haben, es gibt sehr gute Einlagen die nehmen schon viel Druck raus. Niemand kann sehen, dass du sie trägst. Ich kann aber sehr gut verstehen, dass man sich als Mann mehr schämt als eine Frau.
Warum? Du bist eine Frau, soweit ich weiß…
Eben darum. Frauen empfinden in der Regel keine Scham Binden zu kaufen. Das ist volllkommen normal fuer uns.
Lieber @Matze_88 ,
Du bist echt nicht allein! Und du brauchst dich null schämen. (Das Thema haben auch etliche Frauen nach Geburten).
Durch die MS teile ich dein Problem mit der Stuhlinkontinenz.
Mit dem Neurologen gesprochen hast du?
Warst du beim Proktologen? Wenn nicht, bitte mach das, das war sehr hilfreich. Der Tipp der mir da etwas half waren abends bewusst Flohsamen um den Stuhl einzudicken. Ich mache durch den Proktologen aktuell auch tgl eine EMG/Biofeedback Therapie mit Rekatalsonde. Angenehm nein, Ziel ist, die Zeit zu verlängern, die ich von “spüren” bis “es geht los und ich kann nichts kontrollieren” habe (Ausgangspunkt: weniger als 1min…). Und man lache mich aus, was hab ich mich unterwegs gefreut, als ich es einfach zwischen auf ein WC zeitgerecht schaffte.
Dir brauch ich nicht erzählen, wie einschränkend das alles ist.
Voraus planen. Abstand zu essen, was kann ich essen, wie lang hab ich dann Zeit für WC. Ist mein Enddarm leer?
Bei Terminen die mir wichtig sind, nehme ich Lecicarbon. Wo nichts im Enddarm ist, kann nichts raus für ein paar Stunden. Aber ja, auch ich nehme riesige Vorlagen.
Ich sehe aber nicht ein, dass ich mich schäme, das hab ich mir mit dieser depperten MS abtrainiert.
Niemand von uns sucht sich seine Symptome aus!!
Jeder wär lieber ein gesundes, junges Reh, oder?
Ich hatte zusätzlich zur MS vor vier Jahren einen Prostata-Tumor: die Prostata musste komplett entfernt werden. Seither ist alles gut. Vor der Prostata-OP hatte ich “imperativen Harndrang” und immer wieder Angst, nicht rechtzeitig eine Toilette zu finden. Seit der Prostata-OP habe ich eine mittlere Harn-Inkontinenz, muss also zwingend Vorlagen (“Windeln”) nehmen.
Meine Botschaft an alle, vor allem auch die anderen Männer: Seither geht es mir besser ! Wirklich !
Die Angst ist weg. Ich kann entspannt damit umgehen. Oft schaffe ich es rechtzeitig aufs Klo, bei Anstrengungen (und leider strengt mich aufgrund der MS vieles an) muss eben die Vorlage ihren Dienst tun. Aber man sieht nichts von außen, man riecht nichts - und man hat auch nicht das Gefühl einer nassen Windel. Die Vorlage saugt auf und man nimmt das gar nicht bewusst wahr im Alltag, dass man eine Vorlage in der Hose hat. Geht auch jetzt im Sommer bei kurzen Hosen oder Sport-Shorts.
Für mich ist das wie mit dem Rollstuhl: da, wo ich ihn brauche (längere Wege, Zeitdruck; also z.B. in (Reha-)Kliniken), ist er ein Segen. Wenn ich ihn nicht brauche: auch gut. Ich denke, wir sollten alle versuchen, sinnvolle und hilfreiche Hilfsmittel ohne Bedenken, Scham, falsche Ängste, etc. einzusetzen. Was mir das Leben leichter, schöner, unkomplizierter macht, ist immer ein Segen - und ich freue mich drüber !!!