Hallo,
als ich das letzte Mal in der MS-Ambulanz zu meiner Ocrevus-Gabe war, hat mir die Ärztin unter anderem die Zeckenimpfung empfohlen. Das ist die einzige Impfung, vor der ich mich etwas sträube, weil mein Neurologe diese Imfpung etwas kritisch sieht, zumal ich mich so gut wie gar nicht in “Wald, Wiese/Garten” aufhalte. Allerdings machen mir diese Biester auch etwas Angst. Da ich aber eh schon sämtliche Impfungen, die unter Ocrevus empfohlen sind, in mir habe, frage ich mich andererseits, ob es auf eine mehr oder weniger noch ankommt.
Wie haltet ihr das? Habt ihr die Zeckenimpfung?
Als mein Hund noch lebte, habe ich lange darüber nachgedacht.
Mir geht es wie dir. Und ich habe mich dagegen entschieden.
Es gibt immer Impfungen, die man machen kann.
Meine Hausärztin will mir auch eine gegen Infektionen der oberen Atemwege geben.
Ich aber nicht.
Am Ende entscheide ich über mein Leben und die Risiken, die ich bereit bin einzugehen. Ich verhalte mich aber dann auch entsprechend
Ich habe die 3 FSME-Inpfungen problemlos vertragen (vor Therapiebeginn). Es gab bei der Impfung mal die Sorge dass sie evtl einen Schub triggern könnte, daher steht auch immer noch in der Fachinformation dass man bei MS mehr nutzen/risiko abwägen soll. In größeren Studien hat sich der Zusammenhang nicht gezeigt, es gab bei Geimpften im Gegensatz weniger Schübe.
Aber gehört haben sollte man es. 
(Ich bekomme zwar Kesimpta, nicht Ocrevus, aber bei Kesimpta ist das Problem mit dem Impfen ja so ziemlich das selbe.)
Darüber, die FSME-Impfung nicht gemacht zu haben, ärgere ich mich rückblickend ziemlich.
Ich wohne nicht im Risiko-Gebiet, deswegen wurde die Impfung damals seitens der Ärzte nicht thematisiert, aber das ganze zieht sich ja eh immer weiter in den Norden. Zudem bin ich wirklich viel in der Natur, insbesondere im Dickicht unterwegs.
Damals hatte ich die FSME-Impfung nicht auf dem Schirm, heute würde ich sie auf jeden Fall machen und im Zweifelsfall auch selbst zahlen.
Aber ich bin, wie gesagt, auch viel in der Natur.
Wäre das anders, wäre mir die Impfung vermutlich nicht so wichtig und ich würde es für Ausflüge in die Natur bei Zeckenspray und geschlossener Bekleidung belassen.
Hi Schnubsi,
es kann halt sein, das unter Ocrevus kaum bis gar kein Impfschutz aufgebaut wird.
Daher sollten alle Impfungen vor der Therapie durchgeführt werden.
Kannst ja mal fragen, ob es Erfahrungen zum Aufbau einer Immuntät bei diesem Impfstoff gibt. Und so weit ich weiß gibt es bei FSME auch unterschiedliche Impfstoffe.
Grüße
LucyS
Den kompletten Schutz bei FSME, meine ich, hast Du erst nach mindestens 5 Impfungen. Diese ziehen sich dann über Jahre(10). Es ist die Frage, wie sinnvoll ist das Ganze bei Dir. Zumal nicht betroffen.
Ich persönlich stehe da hinter Deinem Neurologen.
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Das muss ich tatsächlich nochmals überdenken.
Es gibt schon ein kleines Zeitfenster in dem geimpft werden kann.
Dafür gibt es eine Drehscheibe, die die Zeiträume anzeigt. Bekommt man bei Roche
Da ist es aber auch individuell, ob und wie die Impfung wirkt.
Um das zu überprüfen kann man die Werte vor und ca. 4 Wochen nach einer Impfung bestimmen lassen.
Aber was mache ich, wenn sich keine Antikörper gebildet haben? Die Impfung wiederholen bis welche nachweisbar sind?
Hi Paule,
ja das gibt es, nur es hängt sehr stark von dir ab.
Ich habe selbst nach mehr als 12 Monaten nach der letzten Rituximab kaum Antikörper gebildet.
Und bei FSME gibt es zwei Impfstoffe und auch zwei Schemata.
Je nach dem, klappt das mit dem Zeitraum nicht so wirklich.
Grüße
LucyS
Ja, daran hab ich gar nicht gedacht.
Ich fand das bei der Grippe Impfung nur praktisch
Ich habe zahlreiche Impfungen machen lassen, keine mit irgendwelchen Nebenwirkungen und bei meiner 3. C-Impfung, wo ich sie habe bestimmen lassen, mit einem guten Antikörperwert.
Wahrscheinlich wäre es vernünftig, mich in meinem Alter und mit Ocrevus auch jetzt wieder gegen Grippe impfen zu lassen, aber ich habe einfach keine Lust dazu.
Mich nervt, mir von allen Seiten einreden zu lassen, wie gefährdet ich bin und was ich alles zu meinem Schutz tun sollte.
Das du genervt bist verstehe ich.
Ich bin gerade so froh, das mein Sohn und ich die ersten dieses Jahr ( bei meinem Arzt) waren, die sich gegen Grippe haben impfen lassen.
Diese Woche ist die Einrichtung geschlossen wegen einem Influenza Ausbruch mit mehreren behinderten Personen die stationär im KH liegen…
Hy an alle
Titer bestimmen lassen.
Wir sind allesamt überimpft…
Was soll überimpft bedeuten? Das man gegen zu viele Erkrankungen geschützt ist?
Hy,
es bedeutet, dass -ich sag jetzt nur/meine jetzt nur mal FSME- der Abstand der Impfungen viel zu gering ist.
Wenn ich jetzt sage du brauchst 100, aber im dritten Jahr bist du schon auf 3500. Und wird wieder geimpft und wieder… wird geimpft…
immer wieder geimpft.
Ich sag mal das ist die Pharmalobby. Sorry wenn ich da jemanden auf den Slips trete
!!!
Sicher ist es bei jedem Menschen anders. Allerdings wir sind alle überimpft.
Beziehungsweise kommt keiner auf die Idee den Titer bestimmen zu lassen.

Woher willst du wissen, dass wir alle überimpft sind, wenn die Titer nur selten bestimmt werden?
Ich bin skeptisch bei so allgemeinen Aussagen.
Vielleicht hätte ich mich nicht unbedingt 5 Mal gegen Corona impfen lassen müssen, einen Schaden habe ich dadurch aber nicht erlitten.
Einige andere Impfungen habe ich nie gemacht, kann also auch nicht überimpft sein.
Ich habe genau dasselbe Problem: Kesimpta, sommers viel in der Natur, FSME-Impfung vor Therapiebeginn verpeilt (aber auch nicht darauf hingewiesen worden).
Seit letztem Jahr, in dem ich wirklich viele Zecken hatte, u.a. eine in einem ausgewiesenen Hochrisikogebiet, treibt mich das Thema auch sehr um. Ich habe länger recherchiert und folgende Studie gefunden, in der der Impferfolg bei Stammzelltransplantations-Patienten gemessen wurde: Vaccination against tick-borne encephalitis (TBE) after autologous and allogeneic stem cell transplantation - PubMed Die Ausgangssituation ist zwar eine etwas andere, aber ermutigend schien mir, dass 4 statt der üblichen 3 Impfdosen unproblematisch zu sein scheinen und, im angepassten Schema, den Impferfolg unter Immunsuppression signifikant erhöhen können.
Ich habe jetzt vor einem Monat mit der Impfung begonnen und werde nach der zweiten Dosis eine Titerbestimmung machen lassen. Wenn die nicht so ausfallen sollte wie gewünscht, werde ich meine Hausärztin fragen, ob sie bereit wäre, nach dem obigen Schema zu impfen, bzw. wie sie das einschätzt. Ich dachte, ich poste das einfach mal hier rein - vielleicht ist das für dich ja auch interessant.