Hallo bin der Marko und 25 Jahre alt.

Bereits im Jahr 2025 hatte ich über mehrere Monate ein Druck- bzw. Engegefühl in der Brust sowie das Gefühl, nicht richtig tief einatmen zu können. Damals erfolgte eine Lungenfachärztliche Abklärung, die unauffällig war. Nach etwa drei Monaten verschwanden die Beschwerden vollständig, sodass ich lange Zeit überhaupt nicht mehr daran gedacht habe. Das war eine riesen Erleichterung für mich damals weil es doch meinen Alltag eingeschränkt hat. Beruflich arbeite ich überwiegend im Sitzen und verbringe einen Großteil des Tages am Schreibtisch.

Vor etwa zweieinhalb Monaten (dieses Jahr) traten ähnliche Beschwerden erneut auf. Es begann wieder mit einem Druck- bzw. Engegefühl in der Brust und hinter dem Brustbein. Fälschlicherweise interpretierte ich diese Symptomatik als einen Herzinfarkt und ging direkt in die Notaufnahme. Dort wurde die üblichen Untersuchungen gemacht und alles natürlich ohne Befund. Aufgrund dieser Beschwerden war ich dann beim Kardiologen. Es wurden ein Herz-CT, ein Herzultraschall sowie ein EKG durchgeführt, alle Untersuchungen waren unauffällig.

Während dieser Zeit entwickelte ich starke Ängste und hatte mehrere Panikattacken deswegen. Nachdem die kardiologische Abklärung unauffällig war, verschwanden die Brustbeschwerden weitgehend (habe sie jedenfalls nicht so stark wahrgenommen wie bevor ich zum Kardiologen gegangen bin). Kurz darauf begann jedoch ein Kribbeln im Gesicht. Dies führte erneut zu starker Sorge und intensiver Recherche im Internet. Nach einigen Tagen verschwand das Kribbeln wieder.

Anschließend entwickelte ich Spannungskopfschmerzen sowie ein Gefühl der Unwirklichkeit bzw. Ich fühlte mich einfach benommen (dieses Gefühl habe ich noch immer), mal mehr mal weniger. Auch diese Beschwerden besserten sich nach etwa zwei Wochen. Danach traten Sehstörungen auf, weshalb ich mich bei zwei Augenärzten untersuchen ließ. Die augenärztlichen Untersuchungen waren ebenfalls unauffällig.

Im weiteren Verlauf kamen Magen- und Verdauungsbeschwerden hinzu, gefolgt von erneutem Druckgefühl in der Brust. Danach entwickelte ich Kribbeln an verschiedenen Körperstellen, teilweise am ganzen Körper, sowie ein kaltes, stechendes Gefühl in den Beinen. Blutuntersuchungen waren alle unauffällig. Aufgrund der neurologischen Beschwerden wurde vor einigen Wochen zudem ein CT des Kopfes durchgeführt, ebenfalls ohne auffälligen Befund.

Zusätzlich hatte ich zeitweise wieder das Gefühl, nicht richtig tief einatmen zu können. Ich muss aber sagen.

Seit einigen Tagen bestehen Beschwerden im rechten Arm. Zunächst handelte es sich um ein Druckgefühl im Oberarm, später kamen Kribbeln in der Hand und am Handrücken sowie stechende Schmerzen in der Armbeuge hinzu. Diese Beschwerden führten erneut zu mehreren Panikattacken.

Außerdem treten gelegentlich Kribbelgefühle im Rücken bei den Schulterblättern sowie im großen Zeh auf. Ich habe mich bei etlichen Ärzten untersuchen lassen, beim Endokrinologen, im KH, bei einem Orthopäden der mich nur eingerenkt hat und ein BWS-Syndrom diagnostizierte…, Mein Hausarzt hat sofort gemeint es wäre psychisch und ich solle antidepressiva und co. einnehmen…

Mein Physiotherapeut vermutet einen Zusammenhang mit der Hals- oder Brustwirbelsäule beziehungsweise einer Bandscheibenproblematik. Ich war inzwischen bei einem Neurologen und hatte auch schon ein MRT-Untersuchungen von Schädel, Halswirbelsäule und Brustwirbelsäule. ( heute bekam ich den Befund, am Mittwoch habe ich einen Termin beim Neurologen) Ich mache mich extreme Sorgen im Moment weil ich im Internet angefangen habe zu lesen…

Parallel zu den körperlichen Beschwerden besteht eine ausgeprägte gesundheitliche Sorge die sich in den letzten Monaten entwickelte. Ich versuche positiv zu bleiben und auch aktiv zu bleiben, was ich eh schon immer war, aber das alles ist einfach zermürbend.

Schädel: 1.) Multiple fleckige, radiär angeordnete, balkennahe paraventrikulär bds. in den

Großhirnhemisphären gelegene Demyelinisierungsareale mit einem Einzeldurchmesser bis

10 mm. Punktförmiges Demyelinisierungsareal im Splenium corporis callosi.

Die Läsionen allesamt kein pathologisches Kontrastmittelenhancement aufweisend, somit kein

Hinweis auf eine Aktivität.

Es besteht räumliche Dissemination.

Normale Weite der inneren und äußeren Liquorräume. Kein expansiver Prozess abgrenzbar.

2.) Die orbitalen Strukturen unauffällig. Kein Hinweis auf eine Opticusneuritis.

3.) In der TOF-Angiographie regelrechte Darstellung der intrakraniellen arteriellen Gefäße.

Kein Aneurysma. Keine Gefäßmalformation. Keine relevante Stenose.

4.) Die Nasennebenhöhlen sowie des Mastoidzellsystem bds. regelrecht pneumatisiert, ohne

Flüssigkeitsspiegel.

Hws: 1.) Punktförmiges, ca. 2 mm großes Demyelinisierungsareal median dorsal im zervikalen Myelon

auf Höhe C4/5. Kein pathologisches Kontrastmittelenhancement, somit derzeit kein Hinweis auf

eine Aktivität.

Im Übrigen regelrechtes Myelonsignal. Kein intraspinaler expansiver Prozess abgrenzbar. Normale

Weite des Spinalkanals.

2.) Regelrechte Darstellung der Wirbelkörper und der Gelenkstrukturen. Keine ödemäquivalenten

Veränderungen in den dargestellten skelettalen Anteilen abgrenzbar. Das dorsale Alignment der

Wirbelkörper erhalten.

m Übrigen regelrechtes Myelonsignal. Kein intraspinaler expansiver Prozess abgrenzbar. Normale

Weite des Spinalkanals.

2.) Regelrechte Darstellung der Wirbelkörper und der Gelenkstrukturen. Keine ödemäquivalenten

Veränderungen in den dargestellten skelettalen Anteilen abgrenzbar. Das dorsale Alignment der

Wirbelkörper erhalten.

3.) Regelrechte Darstellung sämtlicher zervikalen Bandscheiben ohne Nachweis einer

Bandscheibenherniation.

4.) Die paravertebrale Muskulatur unauffällig.

BWS: alles gut leichte Bandscheibenverwölbung

Es Tut mir echt leid für all das hier, ich bin wirklich am verzweifeln weil die letzten Monate so schlimm gewesen sind für mich.

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Hallo Marco

Was ist die Frage oder dein Anliegen?

Hallo Marco,

ich würde keine Befunde ins Netz stellen. Wir können sowieso wenig bis, wie ich, gar nichts dazu sagen, da wir keine Mediziner sind. Bis zu deinem Neurologen Termin am Mittwoch ist es nicht mehr lange. Dort bekommst du fundierte Bewertungen deiner Befunde und Symptome.

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Ich habe nur angst, es tut mir echt leid. Ich habe sehr vor Ms angst und mache mir wirklich sorgen. Habe im Internet nach dem Befund viel gelesen :frowning: bin einfach traurig. Es tut mir leid

Um eine Diagnose zu stellen, brauch es vermutlich weitere Untersuchungen. Ich gehe davon aus, dass dein Neurologe eine LP empfiehlt und dich überweist.
Aber wie tournesol schon schreibt, übermorgen bekommst du eine ärztliche Auskunft.

Ich hoffe, dass du schnell eine Diagnose bekommst, um nicht länger im Ungewissen zu sein und dass eine Therapie gestartet werden kann, die hoffentlich deine Symptome lindert.

PS. : selbst wenn es sich um MS handelt, ist das nicht das Ende der Welt. Wir sind hier ein ganz heitere Haufen trotz MS-Diagnose :people_hugging:

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Das ist gefährlich.
Da dreht das Gedankenkarusell viel schneller und es gibt keine Einordnung.

In deinem Befund les ich viel von regelrecht, unauffällig, keine Veränderung, kein Hinweis auf eine Aktivität.

Das klingt doch erstmal positiv

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Ja, das stimmt.

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Verständlich. MS ist eine fiese Krankheit die kein Mensch braucht. Aber mit ihr ist das Leben und Spaß auch nicht vorbei. Das fieseste Monster ist immer das, was man nicht kennt.
Erst wenn man weiß, was das für ein Monster ist kann man lernen, mit ihm umzugehen.
Warte erstmal den Termin ab und ob und was für eine Diagnose bei rumkommt. MS ist eine Ausschlussdiagnose. Es müssen also erstmal alle möglichen Untersuchungen gemacht werden (u.a. Lumbalpunktion) um andere Möglichkeiten auszuschließen.

Sooooo nämlich! :grin::hugs:

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Ich danke euch allen für eure tollen und einfühlsamen Kommentare. Das beruhigt mich sehr! Ich hoffe ihr alle habt einen schönen Tag <3

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Berichte gerne was Mittwoch bei deinem Neurologentermin rauskommt :+1:

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Lieber Marco,
mach dir nicht so viele Sorgen. Du hast ja bald dein Neurologengespräch.
Er wird über 1.) aufklären, da kann es von Migräne kommen oder hast du mal geraucht, gar nichts schlimmes.
Zu 2.) - 4.) sind doch super Befunde, alles toppi.

Ach ja, wir sind keine Ärzte, wir können nur für dich da sein und Fragen beantworten.
Die Befundfragen sind aber nicht für uns.

Alles Gute und Internet ist nen Scheiß. :star_struck:

Hallo Marco,
Oma :sunflower:64 wünscht dir gute Besserung :bouquet:.
Vllt hast Du einen netten Menschen der Dir zur Seite steht. Schließe mich der hoffentlich vermählten glücklichen Miky an und noch nachträglich meine allerherzlichsten Glückwünsche :balloon:.
Marco - Angst hat jeder vor der Diagnose und danach auch.
Nur kommen doch noch einige Untersuchungen dazu bis zur Diagnosefindung. Aber bis dahin mach Dich bitte nicht verrückt. Vielen reißt es den Boden unter den Füßen weg - nach der Diagnose MS - aber immer fangen uns liebe Menschen auf - sie unterstützen uns und machen uns Mut - geben uns Kraft alles irgendwie wegzustecken. Klar kommen muss jeder mit seiner Diagnose selber - aber entscheidend ist wer dich dabei unterstützt. Hier im Forum helfen Dir viele gerne bei dem einen oder anderen Thema. Ich finde es gut hier- war jetzt eine Weile nicht hier.
Durch den Tod von meinen Mann hab ich mich etwas zurückgezogen. War an seinem Geburtstag :gift: trotz MS und 62 Jahre in Füssen und bin Paragliding-Tandemsprung über Neuschwanstein gehüpft um ihn ( meinen Mann) ideologisch näher zu sein - er ist in Gedanken mitgeflogen :pray::smiling_face_with_three_hearts:lasse nicht den Kopf hängen - ich hatte 2024 Lungenkrebs und nun auch verkalkte chronische Pankreatitis dazu bekommen- das kam wohl durch die Chemo, Kortision und oder Bluttransfusion- und lass ich mich unterkriegen- ein klares NEIN - sei stark !
LG Oma :sunflower:64

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