Hallo zusammen,
ich, 24 Jahre jung, bekam meinen ersten Schub Ende 2017, anschließend wurden die Schübe von Jahr zu Jahr häufiger. 2019/2020 waren es quasi alle 3 Monate, kribbeln an verschiedenen Stellen, 3-5 Tage Cortison und alles war gut. (Keine Basistherapie, da ich mich damit nicht anfreunden konnte)
Dieses Jahr hat mich komplett aus der Bahn geworfen. Insgesamt waren es 7 Schübe in nur 10 Monaten. Im April begann ich die Copaxone Spritzen, unter diesen hatte ich ca 4 Schübe, deshalb werden diese jetzt eingestellt.
Meine Neurologin hat mir Tysabri empfohlen, OBWOHL ich JC positiv bin, zwar gering mit 0,42, jedoch zu hohes Risiko für mich. Außerdem habe ich Angst, wie es mir nach 1-2 Jahren Tysabri gehen wird.
Körperlich bin ich sehr fit, treibe gerne Sport. Nun seit Mai gehen manche Symptome leider nicht mehr weg und die Schübe wurden mit Cortison Tabletten behandelt, da ich nicht in die Klinik dafür gehen wollte (Kleines Trauma). Hätte meine Neurologin das Cortison höher dosieren müssen?
Die tauben bzw kribbelnden Fingerspitzen behindern mich seit Wochen an meiner Büroarbeit.
Heute wäre der erste Termin für das Tysabri gewesen, aber da ich mich noch stabil und gesund fühle würde ich gerne mit einem dermaßen starken und risikoreichen Medikament warten. Deshalb empfahl sie mir nun das Ocrevus. (Broschüre mitgegeben und ich versuche mich jetzt eigenständig darüber schlau zu machen) Eine Basistherapie würde wohl generell bei dieser Schubhäufigeit nicht helfen. Außerdem habe ich mir noch einen Termin bei einem neuen Neuro gemacht um auf Nummer sicher zu gehen.
Hat jemand Erfahrungen mit dem Ocrevus? Nebenwirkungen, Schubminderung?
Ich bin für jede Antwort dankbar, da ich mich mittlerweile ziemlich ratlos fühle und mir endlich eine langfristige Lösung wünsche.
Lieben Gruß! 
