Hallozusammen.
Bin am Ende.
Meine Frau hat MS. Pflegestufe 2 seit Januar.
Stehe voll im Beruf. Sie macht mir ständig Vorwürfe, dass ich an allem Schuld sei.
Wir haben einen kleinen Sohn 4 Jahre und ich weiss ehrlich nicht mehr weiter.
Gibt es jemanden, der in ähnlicher Situation ist?

kenne die reaktionen und gefühle deiner frau aus eigener erfahrung ( in abgemilderter form ,habe heute noch keine pflegestufe ) zur genüge
sie ist schlicht weg überfordert und du automatisch mit,sie fühlt sich minderwertig und der situation nicht gewachsen ,du kannst nichts dafür du bist nur das ventil
hol euch so schnell wie möglich hilfe (psychologische / pflegeu.haushalt-kind) ,es findrt bei euch wieder ein riesen umbruch statt,denn man alleine nicht schaffeb kann
für deinen teil solltst du dir gedanken machen ,in wiefern du beruflich ,zurück schrauben kannst,in der heutigen zeit sicher schwer , aber deine frau muß sich auch der tatsache stellen das nicht du schuld bist sondern NIEMAND
viel kraft u .liebe

Hallo ich selbst kenn dieses gefühl der hilflosichkeit , doch wenn du gar nicht mehr zurecht kommst solltest du dir hilfe bzw. unterstützung holen ! frag deine frau nach ihren bedürfnissen was möchte sie mal wieder machen auf was hat sie lust? zeige ihr immer wieder das du für sie da bist !ch finde das wichtigste ist die liebe egal ob ein mensch gesund oder krank ist! ich drück die daumen und sende viel kraft

Klar ist immer der andere schuld ;*)
im ernst: ich weiß, dass es bei vielen ms-lern in die psyche geht und sie so oft unausstehlich für sich selbst und für die anderen werden.
bis vor kurzem arbeitete ich noch, trotz gdb 100 h b und noch (mdk ist schon beantragt für verschlechterung) pflegestufe I.
jetzt bin ich heilfroh, dass meine frau einen anspruchsvollen job hat, mit dem sie unsere familie ordentlich über wasser halten kann.

wäre es toller sie wäre die ganze zeit hier und würde mich bemuttern…? (ich würde durchdrehen und meine frau erst recht)
die “normalität” und die sozialen kontakte bei ihrer arbeit tun ihr gut - und wenn sie mir davon erzählt, mich daran teilhaben lässt, auch mir.

ich versuche mich hier selbst - soweit noch möglich - zu arrangieren und habe größtenteils die erziehung unseres sohnes (9) übernommen.
so habe ich das mir wichtige gefühl noch gebraucht zu werden erhalten können.
für die restlichen dinge opfere ich mein pflegegeld (diakonie) und freue mich über gute freunde, die uns tatkräftig zur seite stehen und mir jederzeit helfen.

welche option habt ihr, wenn du zu hause bleibst? hartz iv?
meinst du, dass sie dann glücklicher und zufriedener wird?
sprich mit ihr und zeige die möglichkeiten.
holt euch externe hilfe und deine frau sollte kapieren, dass sie eine krankheit hat, für die sie niemanden verantwortlich machen kann und darf.
klar, Ehe bedeutet auch, dass man sich mal auskotzen darf - aber zu einem dauerzustand sollte dies nicht werden!

fordere (soweit möglich / aufgaben) und fördere (soweit nötig / hilfen) deine frau. ich denke sie braucht auch selbstbestätigung um zufrieden zu sein. bei mir sind das die aufgaben die ich noch mache. wenn ich nur vor mich hin vergetieren würde, würde ich weder mich noch meine umwelt ausstehen können.

sonst bist du über kurz oder lang ausgebrannt und/oder weg.

viel kraft und kopf hoch.
trotz meiner sehr fortgeschrittenen ms genießen meine frau und ich das leben und sind ein prima team.

gruß howie

hallo Frank,
bei Pflegestufe 2 stehen euch doch Sozialdienste zur Verfügung, die für 980.euro tätig sein dürfen und dich etwas entlasten können in der Betreuung deiner Frau. Sicher löst das nicht das Problem der Schuldzuweisung ihrerseits! Wie schon die anderen geschrieben haben, da hilft nur psychologischer Beistand. Aber das wird das nächste Problem sein, dass sie das ablehnt. Ich selbst bin in sofern betroffen, dass meine 31jährige Tochter MSkrank ist und ihre Therapie nicht beendet hat. Bei den Arbeitskollegen heisst sie"Rohrspatz", weil sie den Ärger nicht diplomatisch verpacken kann und sich auch mir gegenüber häufig grenzwertig verhält.
Aber das ist die Verzweiflung, die sie so sein lässt!Nur für die “Mitbetroffenen” ist der Alltag auch unendlich schwer mitzutragen und immer verständnisvoll zu sein .-
Vielleicht hilft es aber Dir, wenn DU eine Therapie beantragst, denn auch Du musst jemanden haben, den du öfter kontaktieren kannst und der dir zuhört! Das wird sicher von der Krankenkasse bewilligt.-Ausserdem könntest Du dort um eine Haushaltshilfe bitten, da Euer Sohn erst 4 Jahre alt ist! Erkundige dich doch auch beim Jugendamt, dort gibt es Familienhilfe(kümmert sich nicht um Haushaltsführung sondern um die Belange des Kleinen)
Hoffentlich schafft ihr, aus Eurer Einbahnstrasse herauszufinden!
Herzliche Grüsse
Helma