Inspiriert von im letzten Jahr gesammelten Informationen und Erfahrungen mache ich (“PPMS”, EDSS 6,5 bei Diagnose im Dezember 2024, Ocrevus seit Mai 2025) seit zwei Monaten konsequent folgende selbst designte Therapie:

Ich halte mich alleine in meiner Wohnung auf, alle Störquellen auf 0, Mutti kommt einmal die Woche mit Einkauf und hilft im Haushalt.

Ich esse hochqualitativ ohne Verbote.

Täglich 2g Fischölkonzentrat und 1g Natriumpropionat (Propionsäure).

Mache meine physiotherapeutischen Übungen, wann immer es geht bzw. ich mich danach fühle.

Habe mir anfangs mit Akupressurmatten flächige Schmerzreize von meiner kognitiv undeutlichen linken Körperhälfte verpasst. Das schien sehr zu helfen.

Nehme sublingual THC in Kombination mit einem CBD-lastigen Vollspektrum-Hanföl (also mit zahlreichen weiteren Cannabinoiden, Flavonoide, Terpenoide). Dies dürfte etwa dem beliebten Medikament Sativex entsprechen.

Meine Dosis ist 8mg THC zusammen mit 5mg CBD pro Anwendung. Ich nehme es häufig und unregelmäßig, im Durchschnitt etwas seltener als einmal pro Tag.

Häufig ereignen sich bis zu 25 Stunden dauernde Ruhephasen ohne Essensaufnahme, die ich mit Schlaf und niedrigintensiven Beschäftigungen im Bett verbringe und erst beende, wenn ich mich erholt fühle. In diesen Phasen keine Einnahme von Cannabinoiden.

Ich habe eine ungeheure Steigerung beim Wohlbefinden und bei der Motorik!
Konkret hat sich meine Halbseitensymptomatik links, ähnlich hemispatial neglect, stark verbessert: Meine linke Körperhälfte ist mir wieder “gewärtiger”, ich fühle mich oft wieder komplett, ganz. Bewegung ist viel besser. Habe inzwischen kaum noch Zweifel, dass ich ich ohne Hilfsmittel weitgehend mobil sein werde. Ich weiß nicht genau, was passiert und warum. Aber es ist gut.

Schwäche und Spastik beider Beine scheint mir hingegen eher unverändert. Ebenso Fatigue.

Bei den Mäusen mit MS-ähnlicher Krankheit hats auch funktioniert: “Sativex improved motor activity – reduced CNS infiltrates, microglial activity, axonal damage – and restored myelin morphology. […] The data support the therapeutic potential of Sativex to slow MS progression and its relevance in CNS repair.” - https://bpspubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/bph.13159

Meine Frage an die Amsler … irgendjemand die Erfahrung gemacht, Sativex oder auch Marihuana könnte über die unmittelbar positiven Effekte hinaus irgendwas Gutes bewirken?

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Es gibt bei mir gefühlte und auch sichtbare, also überprüfbare Verbesserungen.
Die begannen bei mir aber durch Ocrevus.
Cannabis in diversen Formen nehme ich viel länger, allein damit ging in der Hinsicht gar nichts.

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Ja … leider ist Kausalität unsichtbar.

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Zu Cannabis existieren viele Vermutungen und auch ein paar Hinweise bezüglich seiner neuroprotektiven Wirkung (übrigens wie bei vielen Pflanzenpräparaten) aber (leider) existiert bis heute keine Evidenz dazu.

Und mir sind nur MSler mit symptomgetriebenem Konsum bekannt.

Ich fände es ja auch toll, wenn man die MS einfach weg kiffen könnte :relaxed:

Cannabis in der Medizin: Enormes therapeutisches Potenzial, aber wesentliche Studien fehlen noch

Cannabinoide als Neuroprotektoren

Entzündungshemmung und Neuroprotektion: Wie pflanzliche Wirkstoffe das Nervensystem beeinflussen

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Mal ganz tief in mich reingehört und zumindest festgestellt, daß ich unter Cannabis , welches ich gegen meine Spastik nehme keine wirklich großen Schübe, bzw.Schübe mit bleibenden Schäden mehr hatte. Könnte natürlich aber auch an Tysabri liegen. Zuerst kam Tysabri und etwa ein Jahr später Sativex . Im ersten Jahr unter Tysbri gab es noch Schübe, aber vielleicht brauchte mein Körper/Tysabri auch etwas Zeit, denke so genau kann man das wahrscheinlich nicht sagen. Unter Cannabis habe ich ansonsten lediglich den erwünschten positiven Effekt auf die Spastik. Nehme mittlerweile aber schon seit etwa 1,5 /2 Jahren ein anderen Produkt und nicht mehr Sativex.

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Rückblickend habe ich MS wohl schon einige Jahre länger als meine Diagnose im Herbst 2025 , ich war aber Währenddessen ein starker Nutzer von genusscannabis in nicht unerheblicher Menge , rückblickend glaube ich das ich solange Schub und fast völlig sympthomfrei war in den Jahren lag an meinem hohem cannabiskonsum , die positiven Effekte speziell auf den Stresslevel sind zumindest bei mir nicht zu leugnen

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Eine recht aktuelle Übersicht über das “Neurotherapeutic Arsenal” von Hanf-Inhaltsstoffen:

Will betonen, wie “neurologisch” sich die positiven Therapie-Episoden anfühlen, die sich in den letzten Wochen ereignet haben. Es gibt immer so “Durchbruchssituationen”, wo Bewegungen plötzlich wieder auf der kognitiven Landkarte erscheinen, zusammen mit dem Gefühl von “Ganzheit”.

Kurz danach ist es wieder weg und ein enormes Ruhebedürfnis tritt ein. Dann kommt einer dieser oben beschriebenen “Tage im Bett ohne Essen”. Ich mache da nicht Intermittierendes Fasten oder setze sonst ein Konzept um, ich lasse mich einfach vom Gefühl leiten.

Hinter diesem vordergründigen auf-und-ab ergibt sich langsam eine dauerhafte Verbesserung.

ich könnte mir vorstellen dass es mit diesem einen speziellen Defizit bei mir zu tun hat, das wohl bei Multiple Sklerose nicht unbedingt häufig ist, nämlich hemispatial neglect.

Bis jetzt habe ich noch keinen ähnlichen Erfahrungsbericht gelesen von einem MS-Patienten, auch nicht wenn ich z.B in den Kommentaren suche unter Videos auf YouTube, die sich mit Cannabinoiden bei MS befassen.

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na dann äußer’ ich mich doch auch mal…

wie andere schon schrieben, außer Vermutungen gibt es wohl nichts handfestes zu dem Thema.

Aber ich habe schon den Eindruck, dass Cannabis eine gewisse Protektion für den Körper darstellt, is zwar Alles nur auf Basis “vertrau mir Bruder”, denke aber schon, dass es z.B. auch das Erkältungsrisiko signifikant senkt usw. - aber nachgewiesen ist halt nichts.

Meine persönliche Theorie ist, es blockiert Andockstellen und schützt somit den Körper :man_shrugging: nobody knows… (extrem Unwissenschaftlich :sunglasses:)

Aber es sollte schon Vollspektrum Cannabis sein, nicht irgendein gefiltertes Extrakt oder künstliche Cannaboide!

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Ich nehme jetzt seit über 13 Jahren Cannabis (Blüten in Plätzchen), seit ca. 8 Jahren bekomme ich med. Cannabis verschrieben. Sativex habe ich nicht vertragen. Ich habe in den Jahren meiner MS keinen Schub mehr gehabt. Aber eine Verschlechterung in der Beweglichkeit. Das Cannabis hilft mir gegen die Spastik, die ich von Anfang an mit dem 1. schwerwiegenden Schub zurückbehalten habe. Jetzt wo ich Coxathrose in den Hüften habe, ist meine Beweglichkeit schlechter geworden. Ich werde perspektiv wohl eine OP ins Auge fassen müssen, aber zuerst werde ich mal in eine Reha gehen, sonst überstehe ich die OP und das ganze Prozedere im Anschluss nicht.
Ich denke mal Cannabis hemmt die Spastik und lässt die Schmerzen etwas zurücktreten. Wenn die Spastik weniger wird, ist die Beweglichkeit besser. Alles andere Physio, ich habe viele, viele Jahre QiGong gemacht und Laufen mit den Nordic Walking Stöcken hat mir geholfen.
Jedenfalls wollte ich in meinem hohen Alter keine immunmodilierende Therapie wegen der Nebenwirkungen. Allerdings werde ich in meiner zukünftigen Reha noch einiges - so hoffe ich - positives für mich raus bekommen. G. Jakobine

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Bei mir sind die neurologischen Defizite mit einigen orthopädischen verbacken, denke ich. Deshalb lässt sich auch so viel rausholen.

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