Ist auch vollkommen okay das zu machen worauf du Lust hast, insbesondere wenn es dir gut geht und ich glaube nicht das dies der Auslöser ist…
Zum Thema Kortison und meinen Erfahrungen: Kortison bekommst du im Grund sooft du willst wenn ein Schub vorliegt und ist nicht wie von dir vermutet auf 2-3 mal pro Jahr begrenzt. Ich hatte in den ersten 4 Monaten 5 Schübe und war auch so naiv und habe jedes mal 5 Tage a 1000mg bekommen. Schübe können tatsächlich auch schnell aufeinander folgen, entgegen der zumindest damals geltenden 30 Tage Regel. Hatte einmal Montag bis Freitag Kortison bekommen und Samstag plötzlich neue Schubsymptome, direkt Montag ins MRT und neue Läsionen und direkt noch eine Runde als Zugabe erhalten. Mittlerweile verzichte ich aus mehreren Gründen auf Kortison, denn im Fazit sind alle Symptome geblieben, aber ich hatte ordentlich und lange mit den ganzen Nebenwirkungen zu kämpfen. Rein aus logischer Sicht und Fakt : Kortison heilt keine bereits entstandenen Schäden, Kortison soll lediglich die Entzündung schneller bekämpfen. Wenn ich also schon ein taubes Bein habe, dann ist da wohl schon einiges “kaputt” gegangen, sonst würde ich ja kein taubes Bein haben. Das Kortison dämmt die Entzündung zwar ein und mag u.U.verhindern das noch weitere Bereiche taub werden, aber das Bein wird taub bleiben, bzw.in meinem Fall ist es auch taub gebliebenen so wie im Anschluss noch viele weitere Bereiche. Kortison "pusht " aber auch ordentlich und so kann es u.U.sein, das man kurzzeitig vielleicht auch eine Verbesserung spürt, aber meist nicht von Dauer.
Auch kommt es häufig immer mal wieder zu einem “aufflackern” eines alten Schubes wo normalerweise der Neuro kein Kortison gibt, es sei denn man wünscht dies explizit.
Meine Schübe sind bisher alle im Rückenmark gewesen, die ersten alle mit Kortison, danach mich bewusst gegen Kortison entschieden, auch bei u.a.einem heftigen Schub und ich kann als Fazit nur sagen, ich verzichte auch weiterhin auf das Kortison.
Zur Medikamentenwahl, höre auf deinen Bauch. Das wichtigste ist bei der Therapie / Medikamentenwahl das du mit voller Überzeugung dahinter stehst, wenn dem nicht der Fall ist, dann ist die ganze Therapie in meinen Augen zum scheitern verurteilt. Es gibt auch noch weitere Alternativen zu Kesimpta/ Ocrevus oder Gilenya, einfach mal im Internet schlau machen, Vor und Nachteile / Nebenwirkungen abwägen und schauen was dir am meisten zusagt. Würde auch eventuell noch einmal zu genau dem Neuro gehen wo du warst und schauen wie er auf DEINEN Medikamentenvorschlag reagiert diese Reaktion sagt in meinen Augen schon viel aus, denn ein guter Neuro ist für Vorschläge offen oder kann dir zumindest genau erklären, warum er dieses Medikament nicht wählen würde, aber wie erwähnt mit einer guten und genauen fachlicher Erklärung.