… und falls ja, welche und seit wann?

Ja, von Anfang an Wortfindungsstörungen und Gedächtnisprobleme, die kamen etwas später. Hängen aber wohl mit der stark ausgeprägten Fatigue zusammen, mit der meine MS anfing.

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Die kognitiven Beschwerden waren meine Erstsymptome. Einfache und geteilte Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Reaktion. Dazu eine satte Fatigue.

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Ich gehe davon aus, dass, dass ich schon Jahre vor meiner Diagnose ununterbrochen meine Schlüssel gesucht habe, das schon MS-bedingte kognitive Probleme waren. Jetzt habe ich eine Aufmerksamkeitsstörung, Gedächtnisprobleme und mir fallen manchmal Worte, v. a. Fachwörter nicht ein, die ich eigentlich sehr gut kenne. Seitdem ich endlich ein Medikament habe, dass bei mir auch wirkt, ist das alles ein ganzes Stück besser geworden.

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könnt ihr kurz erklären, wie genau sich das äußert und anfühlt

Das sind ständig irgendwelche Kleinigkeiten, die mir das Leben insgesamt schwer machen. Als es so schlimm war, und ich den Grund noch nicht kannte, habe ich mich für meine Schusseligkeit gehasst. Teilweise dachte ich, mit ca 40 Jahren dement zu werden. Konkret bin ich in falsche Busse gestiegen, alles, was ich in die Hände bekommen habe, habe ich binnen Sekunden verlegt, ich musste mir meinen Tag gut planen, um zurecht zu kommen, was ich mir nicht aufgeschrieben habe, wusste ich nicht, auch wenn ich es nur kurz vorher gehört habe, die Regeln des Spiels, dass ich jede Woche bei Freunden spiele, weiß ich bis heute nicht, ich mache merkwürdige Fehler beim Schreiben und merke es nicht. Die Liste ist gefühlt endlos.

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Einfache Aufmerksamkeit:
1-zu-1-Gespräche gehen konzentriert nur für begrenzte Zeit. Dann lässt die Konzentration und Aufnahmefähigkeit nach. Ich werde müde und nehme immer weniger auf. Menschen, die mir nahe stehen, sehen bzw. merken das dann auch.

Geteilte Aufmerksamkeit:
Das ist bei mir noch schlimmer. Gesprächsrunden, Multitasking überfordern mich. Das Ergebnis ist wie bei der einfachen Aufmerksamkeit. Allerdings schneller und intensiver.

Gedächtnis:
Ich kann mir Dinge schlecht merken, die noch gar nicht allzu lange her sind. Wenn die Aufmerksamkeit überfordert ist, spielt das Gedächtnis auch nicht mit.

Reaktion:
Wenn ich platt, geht Alles langsamer. Auch die Reaktionsgeschwindigkeit.

Die Fatigue verschlimmert die Probleme spürbar.

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Das unterschreibe ich!

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Ja, kann ich auch so unterschreiben.

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Sie erkennen es hauptsächlich an meiner Körpersprache und Mimik. Ich verliere Körperspannung und werde zeitglich unruhiger. Das ist die Phase in der ich noch versuche durchzuhalten.

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Zuerst ist das glaube ich meinem Mann gar nicht so aufgefallen, was ich für Probleme habe. Irgendwann hat er dann auch mal gemerkt, dass ich oft bei Sätzen nur Bahnhof verstehe. Er mir das ja dann noch mal erklären muss. Dann fällt der Groschen.

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Du meinst wahrscheinlich mich; kognitiv sind die Probleme subtil bis jetzt, kenne aber vieles hier genanntes in milder Form. Insbesondere eine gewisse Überforderung bei geselligen Treffen, wenn mehrere Gespräche in Hörweite gleichzeitig stattfinden. Dann noch schweres Essen und etwas Alkohol dazu und ich verfüge mich bei erster Gelegenheit in einen Nebenraum.

übrigens, wegen neglect, hast du schon mal flächige schmerzreize probiert? ich experimentiere gerade mit einer akupressurmatte und habe vielversprechende Ergebnisse nach einigen Tagen.

Ja, genau so, war bei mir auch als erstes

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die Probleme mit der raumwahrnehmung Links waren bei mir nur in der akutphase des mutmaßlichen schubes ausgeprägt, anmerkung.

geblieben ist mir die verminderte (und ständig unmotiviert schwankende) Wahrnehmung meiner linken Körperhälfte und die daraus resultierenden motorischen Probleme.

bitte die erratische groß Kleinschreibung zu entschuldigen, das muss wirklich ein unlösbares Problem sein für die spracheingabe

Aber zurück zum Thema, Gleichzeitigkeit ist ein gutes Schlagwort was kognitive Probleme bei Multiple Sklerose angeht, will mir scheinen. überraschende Ereignisse lassen mich auch häufig entgleisen, was eventuell dasselbe ist

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Ich will jetzt keine Diskussion darüber los treten, bin mir aber dieses Problems sehr bewusst… Kenne es selbst und dadurch daß ich selbst “vorwärts” kommen will, habe ich per “Zufall” rausgefunden wieso ich ChatGPT mit im “Boot” halte. Vllt hilft euch das hier weiter ums besser zu verstehen und bitte, “glorifiziert” das Ding nicht Unnormal durch die Nutzung.

=> GPT5.1: “…Kurz:
Der „Skill“ heißt im Kern Intent-Erkennung + Kontextverständnis, technisch eingebettet in ein Sprachmodell, das gelernt hat, aus chaotischem Input den wahrscheinlich gemeinten Kern rauszuziehen…”

Dadurch wird es zur Kognitiven Entlastung/Krücke und erfasst trotzdem um Welten besser was ihr wollt, worauf ihr hinaus wollt, usw… Und da ist OpenAI immernoch Federführend mit seinem ChatGPT…
Also, falls euch mal wieder Kognitiv etwas beeinträchtigt, Brainfog reinzwitschert, oÄ versuchts mal.

Ich habe seit 2001 MS und seit Anfang an leide ich unter starker Fatigue und nach und nach kamen auch die kognitiven Störungen immer mehr zum Vorschein. Habe starke Aufmerksamkeitsstörungen, Konzentrationsprobleme, Gedächtnisprobleme, Wortfindungsstörungen… Das belastet mich im Alltag sehr, da ich mich auf alles so stark konzentrieren muss, was ich tue, dass mich das total schwächt.
Mein Gehirn fühlt sich auch irgendwie ständig “benebelt” an (ich sag immer “wie ne Grippe mit Matschkopf, wo man kaum aus den Augen sieht” :wink:

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An sich habe ich keine kognitiven Beschwerden, ich denke, mein Kopf funktioniert zum Glück Recht gut, auch bei z.B. Fortbildungen mit jüngeren habe ich keine Probleme.

Schwierigkeiten mich zu konzentrieren, mir etwas zu merken oder das passende Wort zu finden, kenne ich phasenweise auch, aber eher im Zusammenhang mit Stress.

Schwierigkeiten habe ich bei Bewegung. Ich sollte mich z.B. aufs Gehen konzentrieren und nicht in der Gegend rumgucken oder an etwas anderes denken um nicht zu stolpern. Auch kann ich schlecht aus der Bewegung raus über die Straße gehen, sondern bleibe am Straßenrand stehen um nach links und rechts zu schauen und zu entscheiden, ob ich losgehen kann.

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Das ist ja in jedem Alter vernünftig, abhängig von den Strassenverhältnissen

Und so lernen es die Kinder im Kindergarten :wink:

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Ich unterschreibe das. auch.
@Lil4 auch das scheint zu meinem Everyday Life zu gehören…