Auch wenn ich nicht verzweifle, sondern es mit Verwunderung annehme, interessiert es mich, ob es jemandem auch so geht:
Ich stelle immer öfter fest, dass ich Geräusche nicht lokalisieren kann.
Z.B. ist mein Handy in der linken Jackentasche, aber wenn es klingelt hört es sich rechts an. Oder wenn ich gerufen werde, höre ich nicht, aus welcher Richtung. Ebenso mit Geräuschen in meiner Wohnung.
Kennt das jemand?

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Danke dir, dann werde ich das auf jeden Fall beim nächsten Termin ansprechen.
Wünsche dir auch ein gutes neues Jahr!

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Liebe Briga,
das kann mit Hirnstammläsionen zusammenhängen. Ich habe eher ein Hören wie durch Watte oder das Gefühl, das die Ohren leicht verstopft sind. Und gegen Abend dann Ohrgeräusche, je nachdem wieviel Lärm tagsüber war. Du kannst es auch mit einer Cranio Massage (Osteopathie) versuchen. Das wird hier sicher umstritten sein.
Mier hilft es auch bei Kieferproblemen und mein Physio macht das mit. Er ist vom alten Schlag und kein Osteophat, hat aber über 40 Jahre Berufserfahrung.

"Das Mittelhirn enthält eine Vielzahl an Nervenfasern, die verschiedene Informationen zwischen den einzelnen Gehirnabschnitten weiterleiten. Dazu gehören zum Beispiel Fasern der Hör- und der Sehbahn, es finden sich aber auch wichtige motorische Zentren im Mittelhirn. Ebenso haben hier auch einige der zwölf Hirnnerven ihre Kerngebiete. Diese bilden den Ursprung der jeweiligen Nervenfasern.

Die Hirnnerven erfüllen dabei die vielfältigsten Aufgaben in unserem Körper. Beispiele dafür sind das Berührungsempfinden im Kopfbereich, die Versorgung der verschiedenen Muskeln des Kopfes und des Gesichtes sowie vegetative Funktionen, die unter anderem das Herzkreislaufsystem im Gleichgewicht halten.

Die Medulla oblongata schließt sich nach unten dem Hirnstamm an und beinhaltet ähnlich wie das Mittelhirn Kerngebiete einiger Hirnnerven sowie wichtige regulatorische Zentren wie das Atem- und Kreislaufzentrum.

Der Hirnstamm erfüllt also vielfältige und lebenswichtige Funktionen, weshalb eine Hirnstammläsion auch weitreichende Folgen haben kann."

Auch dir danke, Hekate, meine Physio kümmert sich auch um Kiefermuskulatur, habe da auch Probleme, deine Erklärung passt sehr gut

Ich dachte auch erst, als ich dieses Gefühl, wie durch Watte zu hören, zum 1. Mal bemerkt habe, das läge vielleicht an der MS. Damit verbunden ist auch, schlecht lokalisieren zu können, aus welcher Richtung ein Geräusch kommt.

Ich bin dann zum HNO Arzt gegangen und meine Ohren waren wirklich (unterschiedlich stark) verstopft.
Nachdem das Ohrenschmalz abgesaugt wurde, habe ich alles ungewohnt laut gehört.
Seither lasse ich, immer wenn ich das bemerke, meine Ohren absaugen, ca. 1 Mal im Jahr. Manchmal wird es aber schon, bevor ich etwas unternehme, von selbst wieder besser.

Also, man sollte erst Mal abklären lassen, ob schlecht hören nicht doch ganz banal an den Ohren liegt.

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Ja, habe ich vor, durch Watte höre ich nicht, ich habe ein sensibles Gehör, was beim Fernsehen mit meinem Freund immer zu Diskussionen führt, da er den Fernseher doppelt so laut stellt, wie ich.
Und es ist nicht dauerhaft, häuft sich aber langsam.
Ich höre (fast) alles, weiß nur nicht immer, aus welcher Richtung

Hey Briga,
ich habe das Problem ebenfalls.

Mein Gehör ist wirklich extrem gut, ich höre noch Fledermäuse und diese Marder-Abschreck-Dinger, aber mit der Lokalisation habe ich manchmal echt Probleme. Im Alltag fällt das bei mir nicht so stark auf, aber draußen merke ich öfters, dass ich Schwierigkeiten dabei habe, zu erkennen aus welcher Richtung z.B. Vogelgeräusche kommen.

Meine Vermutung ist, dass es bei mir vielleicht an meiner Konzentrationsschwäche liegt.
Über einen Zusammenhang mit der MS hatte ich noch nicht nachgedacht, aber das wäre vielleicht auch eine Möglichkeit.

Ich werde Mal beobachten, ob es verstärkt bei Belastung/Stress vorkommt, da es mir in letzter Zeit stark aufgefallen ist.