Du musst das Leben nicht verstehen,
dann wird es werden wie ein Fest.
Und lass dir jeden Tag geschehen
so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen
sich viele Blüten schenken lässt.

Sie aufzusammeln und zu sparen,
das kommt dem Kind nicht in den Sinn.
Es löst sie leise aus den Haaren,
drin sie so gern gefangen waren,
und hält den lieben jungen Jahren
nach neuen seine Hände hin.

Rainer Maria Rilke

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Als ich mich selbst zu lieben begann… (Charlie Chaplin)
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man REIFE.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das Gesunden Egoismus,
aber heute weiß ich, das ist SELBSTLIEBE.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.
Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es BEWUSSTHEIT.
Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute HERZENSWEISHEIT.
Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !in zu

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Meine Seele hat es eilig
Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe. Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, begann es, sie wirklich zu genießen.

Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird. Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind. Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten zu kämpfen. Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren. Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten. Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.

Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süssigkeiten in der Packung.

Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.

Es ist das, was das Leben lebenswert macht.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen. Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann. Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe. Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

Gedicht wahrscheinlich von Mario de Andrade (San Paolo 1893-1945) Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler.

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Sozusagen grundlos vergnügt

Ich freu mich, dass am Himmel Wolken ziehen
Und dass es regnet, hagelt, friert und schneit.
Ich freu mich auch zur grünen Jahreszeit,
Wenn Heckenrosen und Holunder blühen.
-Dass Amseln flöten und dass Immen summen,
Dass Mücken stechen und dass Brummer brummen.
Dass rote Luftballons ins Blaue steigen.
Dass Spatzen schwatzen. Und dass Fische schweigen.

Ich freu mich, dass der Mond am Himmel steht
Und dass die Sonne täglich neu aufgeht.
Dass Herbst dem Sommer folgt und Lenz dem Winter,
Gefällt mir wohl. Da steckt ein Sinn dahinter,
Wenn auch die Neunmalklugen ihn nicht sehn.
Man kann nicht alles mit dem Kopf verstehn!
Ich freue mich. Das ist des Lebens Sinn.
Ich freue mich vor allem, dass ich bin.

In mir ist alles aufgeräumt und heiter;
Die Diele blitzt. Das Feuer ist geschürt.
An solchem Tag erklettert man die Leiter,
Die von der Erde in den Himmel führt.
Da kann der Mensch, wie es ihm vorgeschrieben,

  • Weil er sich selber liebt - den Nächsten lieben.
    Ich freue mich, dass ich mich an das Schöne
    Und an das Wunder niemals ganz gewöhne.
    Dass alles so erstaunlich bleibt, und neu!
    Ich freu mich, dass ich…Dass ich mich freu.

Mascha Kaleko

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Regenbogen

blau ist die Sehnsucht, blau ist das Meer
blau ist der Himmel, Blau ist schwer.

lila ist der Eifer, lila ist der letzte Versuch,
lila ist die Kraft, Lila ist kluch.

rot ist die Wut, rot ist der Hass,
rot ist die Liebe, Rot ist nass

gelb ist die Sonne, gelb ist das Licht,
gelb ist die Freude, Gelb ist schlicht.

orange ist das Signal, orange ist die Muse
orange ist die Reife, Orange ist diffusse.

grün ist die Hoffnung, grün ist die Natur,
grün ist die Freiheit, Grün ist pur.

braun ist die Erde, braun ist die Tradition,
braun ist die Wärme, Braun ist immerschon.

schwarz ist die Trauer, schwarz ist die Magie,
schwarz ist die Eleganz, Schwarz ist tief.


Laßt uns die Welt zwecks einer Räuberei betreten und immer P.S.vielleicht ist alles ganz anders

von Kathrin Krauß

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Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muss in dir selber leben.

Wenn′ s deinem Innersten gebricht
An echten Stolzes Stütze,
Ob dann die Welt dir Beifall spricht,
Ist all dir wenig nütze.

Das flücht′ ge Lob, des Tages Ruhm
Magst du dem Eitlen gönnen;
Das aber sei dein Heiligtum:
Vor dir bestehen können.

Theodor Fontane

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Weihnacht wird,

wenn wir vertrauen können,
Ängste überwinden,
uns befreien von Normen,
die von uns verlangen
zu tun, was uns nicht entspricht;

wenn wir entdecken,
was im Kern unserer Seele liegt,
unseren Weg gehen,
auch wenn es vielen nicht gefällt;
wenn wir glauben, dass wir sein dürfen,
wie wir sind;

wenn wir wohlwollend aufeinander zugehen,
einander ermutigen, selbst zu sehen,
selbst zu entscheiden,
selbst zu verantworten,
miteinander alles tun,
damit Menschlichkeit wächst.

Wir können etwas tun,
damit Weihnacht,
diese Welt menschlicher wird.

Max Feigenwinter

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kein Gedicht, aber dennoch:

ich hatte mich so gefreut, nach 3 jahren endlich mal wieder nach boltenhagen zu kommen - ging daneben. Aber immerhin gefreut.

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Fas hat meine Mutter auch immer gesagt, wenn etwas nicht geklappt hat: aber du hast dich wenigstens gefreut!
Fand ich als Kind doof, heute verstehe ich es :grin:

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Beim Jahreswechsel

dankbar sein
für lehrreiche Erfahrungen,
hilfreiche Unterstützung,
einfühlsame Anteilnahme,
verständnisvolle Begleitung;

damit rechnen, dass
vieles nicht gelingt
Fragen verunsichern;
Aufgaben fordern;
Äusserungen verletzen;

darauf vertrauen, dass
sich Bemühungen lohnen und
Schwierigkeiten gelöst werden,
gemeinsam vieles möglich
und Friede möglich ist.

hoffen auf
Begegnungen, die bereichern;
Rückmeldungen, die fördern;
Impulse, die stärken,
Gespräche, die die Seele berühren.

Max Feigenwinter


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Was kommt auf uns zu?

Vielleicht
Aufgaben, die uns enorm fordern;
Fragen, die sich uns noch nie gestellt haben;
Wünsche, die wir nicht erfüllen können;
Ansichten, die uns verunsichern;
Entscheidungen, die wir nicht verstehen;
Situationen, da wir nicht mehr ein und aus wissen;
Menschen, die uns brauchen.

Vielleicht aber auch
Hilfen, an die wir gar nicht denken;
Ideen, die wir noch nie gehabt haben;
Lösungen, die Neues ermöglichen;
Anforderungen, die uns weiter bringen;
Begegnungen, die vieles verändern;
Reaktionen, die uns überraschen;
Menschen, die uns helfen.

Wir wissen es nicht,
und das ist gut so.
Wichtig ist,
dass wir annehmen, was ist,
geben, was wir haben,
tun, was wir können,
sein, wie wir sind,
leben und Leben ermöglichen.

Max Feigenwinter

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Erfolg heißt:

Oft viel lachen;

die Achtung intelligenter Menschen

und die Zuneigung von Kindern gewinnen;

die Anerkennung aufrichtiger Kritiker verdienen

und den Verrat falscher Freunde ertragen;

Schönheit bewundern, in anderen das Beste finden;

die Welt ein wenig besser verlassen, ob durch

ein Kind, ein Stückchen Garten oder

einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der

Gesellschaft; wissen, dass wenigstens das Leben

eines anderen Menschen leichter war, weil Du gelebt hast.

Das bedeutet, nicht umsonst gelebt zu haben.

Ralph Waldo Emerson

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Ein großer Teich war zugefroren,
Die Fröschlein, in der Tiefe verloren,
Durften nicht ferner quaken noch springen,
Versprachen sich aber im halben Traum,
Fänden sie nur da oben Raum,
Wie Nachtigallen wollten sie singen.
Der Tauwind kam, das Eis zerschmolz,
Nun ruderten sie und landeten stolz
Und saßen am Ufer weit und breit
Und quakten wie vor alter Zeit.

Johann Wolfgang von Goethe

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Er ist’s
Frühling läßt sein blaues Band
Wieder flattern durch die Lüfte;
Süße, wohlbekannte Düfte
Streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
Wollen balde kommen.
Horch, von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist’s!
Dich hab ich vernommen!

Eduard Mörike (1804 - 1875), deutscher Erzähler, Lyriker und Dichter

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danke liebe @Paulina212 für deine Einträge der Feigenwinter-Gedichte.
ich habe sie gerne wieder einmal gelesen.
:star_struck:

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Das freut mich, ich wollte dir gerade einen Link zu einer Seite senden wo du noch ganz viele Gedichte von ihm findest, lässt sich aber nicht einfügen…hier noch eines:

Ich bin älter geworden,
lebe jeden Tag
als wäre es der letzte;
schätze Gespräche mit Menschen,
denen Sein wichtiger ist als Haben;
meide Lärm und Hast,
brauche Ruhe und Stille;

freue mich an kleinen Dingen,
die ich früher gar nicht gesehen habe;
lerne mit Einschränkungen leben,
bin dankbar für das, was noch möglich ist;

bewundere den Optimismus vieler Jungen
und ihre Freude an Herausforderungen;
danke all jenen, die mir geduldig helfen,
mich in der veränderten Welt zurechtzufinden,
bitte alle, denen ich Unrecht getan habe,
um Nachsicht und Verzeihung.

Vieles ist nicht so,
wie ich es mir wünsche;
vieles verstehe ich nicht,
obwohl ich gut überlege;
vieles gelingt mir nicht,
obwohl ich mich bemühe;

manches Ziel erreiche ich nicht,
obwohl ich gut plane.
Ich sehe meine Grenzen,
erlebe, dass ich vieles nicht kann,

mühsam lerne ich, mich anzunehmen,
geduldig zu sein mit mir,
freue mich an dem, was möglich ist,
bin dankbar, dass ich sein darf.

Max Feigenwinter…Gedichte …unterwegs zu sich selbst

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hans kruppa ABER

Scheitern,
aber nicht verbittern.

Betrogen werden,
aber nicht betrügen.

Illusionen aufgeben,
aber nicht die Hoffnung.

Enttäuschungen erleiden,
aber nicht resignieren.

vollständig hier und etwas scrollen, bitte

hans kruppa ABER

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Rezept

Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.
Für die paar Jahre
Wird wohl alles noch reichen.
Das Brot im Kasten
Und der Anzug im Schrank.

Sage nicht mein.
Es ist dir alles geliehen.
Lebe auf Zeit und sieh,
Wie wenig du brauchst.
Richte dich ein.
Und halte den Koffer bereit.

Es ist wahr, was sie sagen:
Was kommen muß, kommt.
Geh dem Leid nicht entgegen.
Und ist es da,
Sieh ihm still ins Gesicht.
Es ist vergänglich wie Glück.

Erwarte nichts.
Und hüte besorgt dein Geheimnis.
Auch der Bruder verrät,
Geht es um dich oder ihn.
Den eignen Schatten nimm
Zum Weggefährten.

Feg deine Stube wohl.
Und tausche den Gruß mit dem Nachbarn.
Flicke heiter den Zaun
Und auch die Glocke am Tor.
Die Wunde in dir halte wach
Unter dem Dach im Einstweilen.

Zerreiß deine Pläne. Sei klug
Und halte dich an Wunder.
Sie sind lang schon verzeichnet
Im grossen Plan.
Jage die Ängste fort
Und die Angst vor den Ängsten.

aus: Die paar leuchtenden Jahre
https://www.maschakaleko.com/rezept

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MEINE WAHL
Gesetzt ich verliere dich
und habe dann zu entscheiden
ob ich dich noch ein Mal sehe
und ich weiß:
Das nächste Mal
bringst du mir zehnmal mehr Unglück
und zehnmal weniger Glück
Was würde ich wählen?
Ich wäre sinnlos vor Glück
dich wiederzusehen

Quelle: http://jed.heimat.eu/erich_fried.html

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