Hier eine kurze Zusammenfassung von Prof. Giovannoni Artikel (KI Generiert):
Der Artikel bezieht sich auf einen BMJ-Beitrag und eine Bürgerpetition, in der gefordert wurde, die Zulassung von Ocrevus (Ocrelizumab) für PPMS, insbesondere bei Frauen, zu widerrufen. Die Kritik lautete, dass der Nutzen bei Frauen mit PPMS fraglich sei und es Hinweise auf ein erhöhtes Brustkrebsrisiko gebe.
Prof. Giovannoni hält diese Petition aber für überholt. Er schreibt, dass inzwischen eine zweite PPMS-Studie zu Ocrelizumab abgeschlossen und ausgewertet wurde (ORATORIO-HAND / O’HAND). Diese habe den Nutzen von Ocrelizumab bei PPMS bestätigt und laut seiner Darstellung gezeigt, dass auch Frauen mit PPMS profitieren. Außerdem sei in dieser neueren Studie kein Brustkrebs-Signal gesehen worden.
Er betont auch, dass man Subgruppenanalysen vorsichtig interpretieren müsse und dass einzelne Auffälligkeiten bei Untergruppen nicht automatisch bedeuten, dass ein Medikament dort unwirksam sei. Nach seiner Einschätzung wirkt Ocrelizumab bei PPMS grundsätzlich, wobei der Effekt bei „inaktiver“ PPMS möglicherweise geringer ist als bei aktiver PPMS.
Sein Fazit ist deshalb: Frauen mit PPMS sollten Ocrevus nicht allein wegen dieser alten Petition absetzen. Andere Gründe für einen Wechsel oder Stopp könne es aber natürlich geben, zum Beispiel Hypogammaglobulinämie oder wiederkehrende Infektionen. Wichtig ist auch: Er weist selbst darauf hin, dass er am O’HAND-Programm beteiligt war und daher einen Interessenkonflikt hat.