Hallo zusammen,
gibt es hier Leute, bei denen die MS mit Fatigue und Kopfschmerzen begonnen hat und nicht mit den meist klassischen Zeichen wie Lähmungen oder Gefühlsstörungen?
Hallo zusammen,
gibt es hier Leute, bei denen die MS mit Fatigue und Kopfschmerzen begonnen hat und nicht mit den meist klassischen Zeichen wie Lähmungen oder Gefühlsstörungen?
Hallo, ich bin erst seit Anfang dieses Jahr diagnostiziert, der Auslöser für die Diagnose war allerdings ein Schub mit halbseitiger Taubheit im Gesicht, Kopf und im Rachen.
Allerdings bin ich schon seit ca. 5 Jahren immer wieder mit Erschöpfungssymptomen bei meinem Hausarzt vorstellig geworden. Meine Leistungsfähigkeit hat immer weiter abgenommen und obwohl ich einen guten und tiefen Schlaf habe, war ich nie körperlich und mental erholt. Und es ist immer schlechter geworden. Mein Arzt hat viel gesucht, b12, eisen, q10, Vitamin D, Herz, Schlafapnoe…aber selbst mit b12
Spritzen oder Eisenkuren ist es nicht besser geworden (außer die Blutwerte ein bisschen, die Erschöpfung aber gar nicht).
Seit über einem Jahr belastet mich der Zustand besonders stark, und ich muss mehr Pausen machen und auch das Wandern hab ich stark zurück gefahren. Pendeln und Arbeiten fressen oft meine gesamte Energie; für Haushalt, Sport, Hobbies etc muss ich mich zwingen oder mich einschränken.
Mein Arzt hat am Schluss auf eine leichte Form der Fatique getippt, die auch durch verschiedene Viren kommen kann.
Jetzt mit der Diagnose dieses Jahr kann ich mir denken, dass es wohl von der MS kommt.
Denke die MS hat keinen Zeitpunkt wo sie beginnt…von einem Moment auf den anderen. Es gibt nur den Zeitpunkt der Gewissheit/Diagnose und das kommt meist mit einem deutlicheren Zeichen (Lähmungen etc.) statt mit den schleichenderen oder unspezifischeren Symptomen.
Danke für deine ausführliche Antwort.
Wenn ich es richtig verstehe, dann waren deine Blutwerte aber auch während der Erschöpfungssymptome nicht im “normalen” Bereich?
Ich hatte mal einen deutlichen Eisenmangel und B12 war etwas niedrig aber sonst war alles in den Grenzen. Ich esse wenig Fleisch, daher war da etwas Bedarf es zu supplementieren.
Aber die Erschöpfung hat das nicht abgemildert.
Das kann auch schlichtweg Eisenmangel sein .
Ne Freundin (ohne MS) und ich haben uns wochenlang einen Müdgkeitswettkampf geliefert.
Bei wird Corti immer mein Blut gecheckt…. Ich bin schon länger Kandidat dafür…
Ich denke dass @Iceblue schon ganz richtig schreibt, dass es nicht “den” Startschuss der MS gibt. Wenn wir es in Form von Symptomen merken, ist sie wohl schon eine Weile aktiv, das ZNS konnte es nur noch gut ausgleichen und umschiffen.
Ich hatte jahre vor meiner Diagnose mit Fatigue zu kämpfen. Das war aber lange nicht klar, da ich auch schon seit vielen Jahren Depression als chronische Diagnose habe mit schwankendem Zustand, welches ja auch mit Erschöpfung einhergeht. Die fühlt sich allerdings anders an.
Da ich die Depression schon länger im Griff hatte war es irgendwann ein Rätsel, warum die Erschöpfung nicht besser wurde… über die Jahre sogar gefühlt immer schlimmer.
Seit meiner MS Diagnose weiß ich nun endlich was da los war. Also in meinem Fall wars wohl ein schleichender Übergang.
Hast du eine MS Diagnose bzw. hat ein Arzt den Verdacht geäußert oder leidest du unter Erschöpfung und Kopfschmerzen und fürchtest, es könnte MS sein?
Ich bekam 2 Infusionen sie 6
Bei mir ist es wie bei @BlackMug.
Depression vor vielen Jahren diagnostiziert und auch behandelt. Mein Hausarzt schiebt jetzt alles auf diese Diagnose. Aber diese heftige Erschöpfung, Kopfschmerzen, Reizüberflutung hatte ich sonst nie. Die Depression hat sich bei mir immer komplett anders geäußert und mein Gefühl sagt einfach, dass da was nicht stimmt (seit 2-3 Jahren).
Standard Laborwerte sind auch kontrolliert, Ferritin mit 14ug/l laut Arzt nicht behandlungsbedürftig. Ich nehme trotzdem schon Eisen (und auch B12) seit einigen Monaten (Ferritin max. 27 ug/l)), weil ich den Wert nicht in Ordnung finde. Aber besser geht es mir nicht.
Ich weiß mir nicht mehr zu helfen und hab das Gefühl, ich muss selbst herausfinden, was es ist, weil die Ärzte es nicht ernst nehmen
Ich kann nicht mehr arbeiten und mein komplettes Leben ist eingeschränkt.
Danke für eure Antworten!!!
Den Vitamin D Wert hast du wahrscheinlich auch schon bestimmen lassen. Ein Mangel könnte auch zu Müdigkeit und Erschöpfung führen.
Nach MS hören sich für mich deine Beschwerden nicht unbedingt an. Wenn ein Verdacht besteht, könnte der durch MRTs erhärtet werden.
Bei mir fing es mit Fatigue und Schmerzen in armen und Beinen an, MS wurde vorerst ausgeschlossen, bis zu einer LP. Es ist äußerst selten, kann aber vorkommen…
Bei mir war es auch so. Seit meiner Jugend habe ich starke Müdigkeitsphasen, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen (Migräne ist aber auch diagnostiziert), aber es war halt immer etwas anderes- ich sollte Eisen nehmen, Vitamine nehmen, mehr Sport machen ( besonders gut umsetzbar wenn man gerade mal so den normalen Alltag gewuppt bekommt).
Als ich letztes Jahr nach einer SNE die Diagnose bekommen habe war ich eigentlich fast froh, fast alle gesundheitlichen Themen meines Lebens lassen sich jetzt zusammenführen.
Ich habe auch aktuell als dauerhafte Symptome Muskelschmerzen und Fatigue (zum Glück in erträglicher Dosis, und oft nur anfallsweise).
Es ist schon lustig, jeder spricht von der Krankheit der 1000 Gesichter und trotzdem hört man so oft, dass das jetzt aber untypisch wäre oder eigentlich nicht zu MS passt 
Das ist so wahr!
Und am Anfang wird man durch solche Aussagen verunsichert.
Mir hat der Austausch hier im Forum sehr geholfen 
Uff, dass man mit psychischen Diagnosen andersweitig nicht mehr ernst genommen wird, kenn ich leider zu gut.
Ich erinner mich zb, wie ich vor einem Jahr in die Notaufnahme mit neurologischen Ausfällen gekommen bin und der erste Arzt - als er die psychischen Diagnosen gelesen hat - mich ernsthaft gefragt hat ob ich mir aufgrund dessen nicht manchmal auch körperliche Beschwerden einbilde.
7 Tage später hatte ich die MS Diagnose. Vollidiot, der! 
Laborwerte hab ich vor ein paar Monaten auch alles mögliche testen lassen. Vit D ist trotz Supplimentierung ein bsischen zu niedrig, aber das ist erwartbar da ich seit dem Schub weniger draußen bin. Alle anderen Werte in Ordnung.
Aber versteh ich dich richtig, dass du noch gar keine Diagnose hast und nun vermutest, es könnte MS sein? Könnte, ja. Können aber auch noch zig andere Sachen sein. Ein nicht auskurierter Infekt, Long Covid und und und.
Nein, lass dich nicht abwimmeln. Hol dir zweit- und dritt-Meinungen ein. Wir haben freie Arztwahl. Aber versteif dich nicht auf MS. Lass möglichst in alle Richtungen abklären.