Vermutest Du, Deine niedrigen T-Zell-Werte haben ihre Ursache in der Anti-CD20-Therapie? Könnte es auch eine andere Ursache geben? Wurden Deine T-Zellen auch einmal vor Therapiestart analysiert?
Darum geht es mir nicht. Wollte nur wissen, was die Gründe sind, um ggf. vielleicht etwas Neues zu erfahren, was ich noch nicht kenne.
BTW: Ich bin kein Kesimpta-Fanboy, auch wenn das manche unterstellen mögen. Ich erwähne Kesimpta schon gar nicht mehr, spreche bei meiner eigenen Therapie ganz bewusst nur noch von B-Zell-Depletion oder Anti-CD20-Therapie.
Heute würde ich wahrscheinlich Ocrevus in der Subkutan-Version wählen (Ocrevus s.c. 920 mg). Bei Kesimpta nervt mich mittlerweile, dass ich alle 3 Monate wegen einem neuen Rezept zum Neuro muss. Jedesmal 100 Kilometer für Hin- und Rückfahrt, weil ja trotz E-Rezept jedes Quartal die Versichertenkarte eingelesen werden muss (geiles System!). Dann jedesmal 2x in die Apo zur Bestellung und Abholung des Medikaments. Jedesmal muss die Kühltasche bereit sein und dann immer die nervige Lagerung im Kühlschrank mit regelmäßiger Temperaturüberwachung per Thermometer, weil die Temperatur im Kühlschrank je nach Befüllungsgrad und Außentemperatur stark schwankt.
Da ist alle halbe Jahr eine 10-minütige Injektion Ocrevus s.c. beim Neuro einfacher. Versteh gar nicht, warum es nicht längst eine “Ocrevus s.c. Party” gibt und Kesimpta allgemein immer noch so präferiert wird. Liegt’s am Preis? Ocrevus s.c. ist (leider) deutlich teurer.
Ach ja und Briumvi ist laut klinischer Nachbeobachtungsstudie wohl nochmals deutlich wirksamer in der Verhinderung von Schüben als Ocrevus und Kesimpta. Warum liest man nie von Patienten mit Anti-CD20-Therapie, die Briumvi nehmen?
Den mittelfristigen Ausstieg aus Kesimpta und Umstieg auf Mavenclad zwecks Deeskalation (“Flip the Pyramid” Prinzip) und Vorbeugung von Krebs und eines möglichen, sekundären Immundefekts hab ich auch schon länger entschieden. Ein paar Jahre noch Kesimpta, dann 4 oder 8 Jahre Mavenclad, dann nichts mehr. Ggf. noch eine im Idealfall heilende Immuntoleranztherapie von Cellerys oder Anokion, sofern dann verfügbar und entsprechend wirksam. Das hat der “Kesimpta-Lobbyist” Cosmo vor. *hüstel" 


