Diejenigen, die mit Tysabri therapiert werden kennen sicherlich ihre JCV Werte wegen dem Risiko einer möglichen PML Infektion. Manchmal kommt es trotz Monitoring dennoch zu einer PML und die Frage stellt sich, wie diese nun behandelt werden soll.

Glücklicherweise gibt es inzwischen gewisse Behandlungsansätze und anbei offensichtlich ein weiterer erfolgreicher Ansatz mit Tenofovir alafenamide fumarat.

Vier Tage nach Beginn der TAF-Behandlung wurde eine teilweise radiologische Besserung beobachtet. Nach 3 und 6 Monaten war JCV-DNA nicht mehr nachweisbar (<1.000 IU/ml). Der Patient blieb klinisch stabil mit unverändertem EDSS-Score und vertrug TAF ohne Nebenwirkungen. Die MRT zeigte eine Rückbildung der PML-Läsionen.

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Vielen Dank fürs Teilen dieser positiven Meldung.
Ich hoffe sehr, dass hier tatsächlich ein Zusammenhang besteht.
Die bereits nach vier Tagen messbare und deutliche Reaktion klingt sehr vielversprechend.

Als Tysabri-Patient bin ich im Umgang mit dem Risiko mittlerweile insgesamt recht entspannt, weil ich hinter der Therapie stehe. Dennoch sind die Sorgen immer unterschwellig im Hintergrund präsent, aber jetzt wieder vielleicht ein bisschen weniger. :slight_smile:

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Das hoffe ich auch!
Wäre auch aus Unternehmenssicht fast fahrlässig, da nicht hellhörig zu werden. :slight_smile:

Klar, es ist bislang nur ein Einzelfallbericht. Aber alle anderen antiviralen Versuche sind bislang gescheitert.
Von daher schon super spannend. Gute Nachrichten gibt es viel zu selten.

Hoffe, dass ich niemals vor so einer Entscheidung bei PML Diagnose stehe.
Falls ja und es mir ermöglicht wird: dann nehme ich diesen Strohhalm der TAF-Behandlung und gerne begleitend für “die Sache” die Ergebnisse entsprechend veröffentlichen.

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