Hallo Rose,
für eine progrediente MS ohne Entzündungsaktivität kommen vor allem symptomatische Therapien in Frage. Jeden Monat eine Hammerdosis Methylprednisolon schadet wahrscheinlich mehr, als sie nützt. Und Methylprednisolon ist ganz sicher kein Schmerzmittel, auch wenn ein Nebeneffekt von Cortisonen ist, dass sie die Schmerzempfindlichkeit herabsetzen und die Spastik lindern.
Hast du denn mal daran gedacht, es mit der TCA-Therapie zu versuchen? Die wird zwar auch mit einem Cortison durchgeführt (mit Triamcinolonacetonid), aber mit einer relativ geringen Dosis von 40 - 80 mg pro Applikation.
Wenn deine Schmerzen hauptsächlich durch Spastik verursacht werden, kommen Spasmolytika und Antiepileptika in Frage, von Baclofen bis Pregabalin, aber evtl. auch das neue Cannabispräparat Sativex.
Ich bin auch progredient und habe rund um die Uhr neuropathische Schmerzen. Ich nehme dagegen seit 5 Jahren das trizyklische Antidepressivum Amitriptylin (75 mg abends). Mir reicht das, auch wenn die Schmerzen nicht ganz weg sind, sondern nur gedämpft werden. Ich brauche auch eine gewisse Restspastik, um noch stehen und am Rollator gehen zu können. Von Gabapentin bekam ich Puddingbeine.
Statt jeden Monat eine Riesendosis Urbason reinzupumpen, käme vielleicht auch eine Behandlung mit einem anderen, niedriger dosierten Cortison in Frage, z.B. Dexamethason. Was meint denn dein Neuro dazu?
Liebe Grüße
Renate