Hallo zusammen,

ich bin neu hier und hätte eine Frage in die Runde.

Ich hatte vor etwa 4,5 Wochen eine vier Tage Cortisonstoßtherapie und habe seitdem mit Benommenheit, leichtem Schwindel und schneller Erschöpfung zu tun.

Das ist nicht meiner erster Schub mit Cortison-Behandlung gewesen, aber diesmal kommt es mir so vor, als würden die Nachwirkungen deutlich länger anhalten als sonst.

Was mich besonders verunsichert: Es ist total wellenartig.

Ein oder zwei Tage geht es mir etwas besser – und dann folgt wieder ein Tag, an dem alles wieder schlechter ist. So kenne ich das von früher überhaupt nicht.

Kennt jemand von euch diesen wellenartigen Verlauf? Wie lange hat es bei euch gedauert, bis es wirklich konstant besser wurde?

Dieses Auf und Ab verunsichert mich gerade ziemlich und ist auch sehr frustrierend.

Hallo Luzia, herzlich willkommen. Ich bin noch nicht so lange an MS erkrankt, aber letztes Jahr hatte ich drei Tage Cortison wegen einer SNE.
Da ging es mir nach der dritten Kortisoninfusion richtig schlecht, ähnlich wie du schreibst, laufen war auch katastrophal, mein Kaliumspiegel war bestimmt im Keller, den hat aber keiner kontrolliert. Als ich die Neurologin ansprach, antwortet könnte sein. Bei mir hat es ca vier Wochen gedauert, bis es besser wurde.
Mir wurde hier empfohlen z. B. Datteln zu essen , ich esse täglich drei Stück.
Gib dir Zeit. Liebe Grüße

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Danke für den Tipp, werde ich ausprobieren.
Was mir im Moment zusätzlich zu schaffen macht, ist dieses Gefühl von Hilflosigkeit. Ich bin im Alltag viel mehr auf Unterstützung angewiesen als sonst, und das fällt mir ehrlich gesagt ziemlich schwer. Dieses Abhängigsein verunsichert mich sehr und macht mich auch innerlich unruhig.
Ich versuche mir zu sagen, dass ich einfach Geduld haben muss – aber das fällt mir gerade nicht leicht.

Hallo Luzia!

Tut mir leid für dich, dass das dieses Mal so ein unerfreuliches Theater ist. Hab meine eigene Cortison-Stoßtherapie übrigens letzte Woche hinter mich gebracht.

Dieses wellenartige Auf und Ab kommt mir zwar nicht bekannt vor, ich würde mir trotzdem keine allzu großen Sorgen machen. Eine Stoßtherapie ist enorm belastend für den Körper (“keine Wirkung ohne Nebenwirkung”) und ich brauch jedes Mal meine ein, zwei Wochen bis ich mich wieder erholt habe.

4 Wochen sind schon lang, das stimmt, aber denk immer dran: Wir sind keine Maschinen. Einer Kaffeemaschine ist es piepegal, ob’s draußen brütend heiß oder frostig kalt ist: Sie macht Kaffee.

Wir sind etwas komplexer gestrickt. Viele Faktoren wie Temperatur, Wetterwechsel, Hitzewelle, Medikation, Zyklus, Entzündungen, Infekte und vieles mehr beeinflussen uns.

Ich würde wahrscheinlich abwarten, Tee trinken und darauf warten, dass sich alles wieder einrenkt.

Wenn du aber auf Nummer sicher gehen willst, ist eine Stippvisite bei Arzt/Ärztin das Klügste.

Alles Gute dir :blossom:

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Vielen lieben Dank. Ja da hast Du recht das viele Faktoren eine große Rolle spielen. Das Wetter ist momentan auch sehr belastend. Ich muss einfach meinem Körper die Zeit geben die er diesmal braucht.
Liebe Grüße und schönen Abend noch

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