Der Antrag ist eingebracht, Fleischbeschau (hochoffiziell heißt es “Begutachtung”) findet in zwei Wochen statt.

Den Mikrojob (10 Std./Woche) habe ich während des Studiums übernommen (genauso wie die MS; höhö), also vor mittlerweile 22 Jahren. MS seit insg. 24 Jahren, berufstätig mit irgendwelchen nicht existenzsichernden TZ-Jobs (typisch Frau) seit ich mit der Schule aufgehört habe, also seit 27 Jahren. Bevor das hier biographisch ausartet:

Wann war es bei euch so weit? Wann hab ihr euch eingestehen müssen: “Es geht nicht mehr. Mir fehlt die Kraft.” Oder habt ihr diesen (markanten; ich will ehrlich sein) Punkt noch nicht erreicht?

Ich freue mich auf eure Beiträge!

2 „Gefällt mir“

EMR nach 3. Reha… Aber kaum wegen MS eigentlich hauptsächlich wegen der kaputten Hüfte durch die Stoßtherapien mit Kortison. bewilligt wurde es dann erst 3 Jahre später. so mit 41.

Seit 10 Jahren auch unbefristete volle Erwerbsminderung.

Ergänzung: Bei mir ging es weniger um das gar nicht mehr können, sondern den ständigen Druck vom Amt sich einen Job zu suchen, aber keinen zur Situation passenden anzubieten. Nach der 3. Reha hab ich dann deswegen Zähneknirschend in den EMR Antrag eingewilligt - eigentlich wollte ich eine Halbtagsstelle - gabs aber nicht.

2 „Gefällt mir“

Bin gerade dabei…
Teilweise habe ich schon. Habe jetzt ab morgen reduziert auf 15 Stunden die Woche…
Kindergarten geht einfach nicht mehr… Und was anderes auch nicht.
Im Sommer werde ich 50…
Muss jetzt mit meiner Neurologin den Fahrplan besprechen.

1 „Gefällt mir“

Mit 28 teilerwerbsgemindert (15 Stunden die Woche noch gearbeitet), mit 37 voll berentet, da auch 15 Stunden Büroarbeit nicht mehr möglich waren. Direkt unbefristet bis zur Altersrente.

3 „Gefällt mir“

Teil EM Rente mit 57 eingereicht, direkt voll bis zur Altersrente bewilligt.

2 „Gefällt mir“

Jedes Mal wenn du deine kaputte Hüfte erwähnst, kommt in mir so etwas wie schlechtes Gewissen hoch. Dabei kann ich gar nichts dafür!

Wenn’s dich tröstet: Bei mir ist zusätzlich zu (lass deiner Phantasie freien Lauf) das Knie “im Oasch”. Weder wortwörtlich zu verstehen, noch hab ich’s den allzu häufigen Cortisonstoßtherapien zu verdanken: Omis schlechte Bänder haben’s möglich gemacht. Juche😉

Ach, Alles gut :wink: bin da auch ein wenig Empfindlich wenn jemand das als relativ ungefährlich darstellt…

Aber gerade nach mehreren Stoßtherapien steigt das Risiko für u.a. Knochen- und Gelenkverschleiß.

1 „Gefällt mir“

Ich bin vor 10 Jahren mit 31 in die volle EM Rente. Hat mir nicht gefallen, und ich war auch fest überzeugt ich gönn mir nur ein Jahr um auf die Füße zu kommen und dann wieder raus und durchstarten.
Ich wurde aber wegen schwerer Depression und Angststörung berentet. Beides mit Therapie und Sport in den Griff bekommen. Während die beiden Baustellen also besser wurden, wurde ich aber irgendwie immer schneller erschöpft vom allgemeinen Leben. Hab das für psychische Überforderung gehalten und nicht verstanden, warum ich da die Belastungsgrenze nicht genauso hochtrainieren/ üben kann wie die anderen Sachen.
Tja, nun weiß ich die Depression und Angststörung hat sich schleichend mit MS Fatigue abgelöst :roll_eyes:
Vor dem Hintergrundwissen glaube ich nicht mehr, dass ich je wieder voll arbeiten kann, aber ich hab immer noch Hoffnung wieder für ein paar Stunden die Woche was zu machen, wenn sich der letzte Schub weiter zurückbildet.

So kacke das alles ist, ist es irgendwie auch schön endlich eine Erklärung zu haben was mit mir die letzten Jahre nicht gestimmt hat.

6 „Gefällt mir“

Ich bin mit Ende 20 voll berentet worden, obwohl ich laut Reha noch hätte 3-6 Stunden arbeiten können. Den Arbeitsplatz, den ich hätte gebraucht, ist mir abhanden gekommen.

Die erste Verlängerung der Rente dann unter 3 Stunden arbeitsfähig und befristet. Danach wurde die Rente auf unbestimmte Dauer bewilligt.

1 „Gefällt mir“

Erst Teilerwerbsminderungsrente nach Reha beantragt und auch bekommen.

Dann nach ca. 4 Jahren eine volle EMR beantragt (wieder nach Reha), weil sich die Kraftlosigkeit, Gehstrecke, Erschöpfung… immer weiter verschlechtert hat.

Die Teilerwerbsminderungsrente wurde dann umgewandelt und ich bin mit 54 Jahre in voller Rente unbefristet.

3 „Gefällt mir“

Ich denke oftmals darüber nach: Wie lange geht das noch?
Teilrente habe ich mit ca. 42 Jahren bekommen. Demnächst werde ich 53, arbeite täglich 4h.
Ich bin oft so erschöpft, einerseits Fatigue, andererseits Schlafstörungen (durch Wechseljahre?), immer diese Konzentrationsstörungen, nicht filtern können.
Körperlich geht es eigentlich relativ gut, leichte Gehbehinderung, Spastik, Gleichgewicht…
Angst habe ich, wie das finanziell gehen soll? So früh in Rente.
Wie finanziert ihr euch? Ich bin alleine, nicht anspruchsvoll, aber immer die Sorge in Abhängigkeit vom Amt zu rutschen. Als Krankenschwester hat man nicht den größten Verdienst.
Private Rentenversicherungen habe ich mein Leben lang gehabt, aber die werden erst in 10 bis 12 Jahren zur Verfügung stehen.
Anne

4 „Gefällt mir“

@Sternenwanderin Zeitlebens teilzeitbeschäftigt hat sich die Pragmatikerin in mir schon länger mit dem Gedanken an Altersarmut abgefunden😉

1 „Gefällt mir“

Du bekommst doch jährlich eine Rentenübersicht. Daraus kannst du ablesen, was du erwarten kannst. Dort ist die Altersrente und Werte der Erwerbsminderungsrente aufgelistet. Wenn dein Arbeitgeber dich bei einer Zusatzversorgungskasse angemeldet hat, bekommst du auch von dort Nachrichten über die vorhandenen Zeiten.

In diesen Beträgen ist bei Erwerbsminderungsrente eine Zurechnungszeit einberechnet.

(Zurechnungszeit ist dabei die Zeit vom Eintritt der Erwerbsminderung bis zur Vollendung des Lebensalters von 65 Jahren und 8 Monaten (§ 253a SGB VI). Die Zurechnungszeit wird auch bei Erziehungsrenten mit einem Rentenbeginn vor der Vollendung des Lebensalters von 65 Jahren und 8 Monaten und bei Hinterbliebenenrenten in Todesfällen vor dem vollendeten Lebensalter von 65 Jahren und 8 Monaten berücksichtigt. Von 2019 bis 2031 wird die Zurechnungszeit bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sowie bei Erziehungs- und Hinterbliebenenrenten schrittweise bis zum vollendeten 67. Lebensjahr verlängert (§§ 59, 253a SGB VI).)

1 „Gefällt mir“