Hallo,
da man im AMSEL-Expertenforum keine Fragen an Experten mehr stellen kann und demzufolge auch keine Antworten von Experten mehr erhalten kann (warum eigentlich nicht?..), will ich ein weiteres Mal hier in diesem Forum meine speziellen Frage stellen.
In mehreren Beitraegen las ich davon, dass Betroffene ihre BT abgebrochen bzw. beendet haben. Ich selbst spiele auch seit geraumer Zeit mit diesem Gedanken, kann mich aber noch nicht gaenzlich dazu entschliessen. Ich spritze seit 1996 oder 97 Betaferon, anfangs und mehrere Jahre lang 2-taegig, spaeter 3-taegig und z.Z. spritze ich sogar nur noch 4-taegig. Ich kann keine wesentlichen Verschlechterungen feststellen, habe aber seit Beginn der Spritzerei Depressionen, \'mal mehr, \'mal weniger, aber trotzdem immer wiederkehrend. Medikamente habe ich haufenweise ausprobiert, sind aber immer nur von kurzer Dauer gewesen oder haben mich zu schlaefrig gemacht. Und obendrein kommt noch diese staendige Fatique. Summa summarum: ich nehme gar keine Antidepressiva mehr und quaele mich regelmaessig aus dem \“Untergrund\” meiner depressiven Situation wieder hervor. Das aber nur nebenbei bemerkt.
Jedenfalls halte ich dies fuer den zweiten Grund, mit dem Spritzen aufzuhoeren. Da es aber noch keine Langzeitstudie zur Betaferon-Therapie gibt und auch kein Neurologe dazu Stellung beziehen will, komme ich mir ziemlich hilflos und verlassen vor. Ich weiss ueberhaupt nicht, was ich nun machen soll. Dazu kommt auch noch, dass ich 53 Jahre alt bin und auch diese bloeden Wechseljahre Schuld haben koennen an meinen Depris, alles wie ein Teufelskreis, und ich bin mitten drin! Und Herz-Rythmus-Stoerungen plagen mich auch noch…
Abschliessend meine Frage, ist es vertretbar, nach ca. 14 Jahren Betaferon spritzen aufzuhoeren? Der Wille ist da, nur die Angst vor den moeglichen Konsequenzen ist ebenso gross. Was also tun?
Bin dankbar fuer jeden Ratschlag
LG Mautzi