So wie ich den Beitrag verstehe ( bin jetzt aber auch kein Arzt ) scheint dann die B-Zell-Depletion nicht der effektivste Weg zu sein oder verstehe ich da was falsch ? Der Beitag soll jetzt auch keine Kritik an Ocrevus, Kesimpta und Co sein, vielleicht verstehe ich den Artikel auch falsch, vielleicht kann mir da jemand weiter helfen, wie die Ergebnisse der Studie einzuordnen sind.

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Die beste Botschaft aus diesem Artikel:
“Schon heute haben MS-Erkrankte eine ähnlich hohe Lebenserwartung wie Gesunde.”

Der Rest ist hätte, könnte, vielleicht, eventuell, wir vermuten, es wäre schön, aber es gibt noch viele andere Aspekte…

Am EBV arbeitet man sich schon länger ab.

(Man muss als ForscherIn immer wieder etwas positives veröffentlichen um Fremdmittel für die Forschung einzuwerben.)

Zum EBV und den Theorien dazu ist der User Boggy bei den MS-ufoS.org sehr tief drin in der Materie

https://ms-ufos.org/index.php?mode=search&search=Ebv

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Danke @Sarah12 das ist ein interessanter Artikel. Vor allem auch wenn man dann dem Link zur neueren Studie folgt (da sind aber nur Ausschnitte zugänglich) :wink:
Vielleicht auch zusätzlich interessant, man forscht mittlerweile auch bei anderen Autoimmunerkrankungen zur EBV Beteiligung und bei Lupus sowie beim Sjögren Syndrom erscheint es auch sehr wahrscheinlich als Trigger beteiligt zu sein.

Fehlt mir die Tatsache, das es mehr weiblich Betroffene gibt? Ich finde das kann man nicht so allgemein betrachten.
Und die B Zelltherapie hat Vielen geholfen oder dann doch nicht?
Interessantes Thema, Danke.

Ich versteh irgendwie was ganz anderes…

Eine anhaltende Reaktivierung des EBV im Rahmen des lytischen Zyklus stimuliert krankheitsfördernde CD4±T-Zellen ständig neu – was eigentlich ein ganz anderer Mechanismus ist als der z.B. von Roland Martin beschriebene molekulare Mimikry-Ansatz – und trägt zu fortwährenden Entzündungen bei MS bei, also neue Läsionen, Schübe usw.

Anti-CD20-Therapien gehen klinisch mit einer verringerten T-Zell-Reaktion einher, da B-Zellen sowohl Quelle der viralen Antigene als auch die antigenpräsentierenden Zellen sind. Mit solchen Therapien wird also der Kreislauf unterbrochen, der diese T-Zell-Aktivität aufrechterhält.

Bedeutet:

  1. Impfstoffforschung sollte Auswirkungen auf CD4-T-Helferzellen berücksichtigen.
  2. Diese Zellen sind sinnvolle Biomarker.
  3. CAR-T-Forschung muss dies berücksichtigen, um gezieltere Ansätze zu entwickeln.

Jupp, ich konnte aber nur die zwei gratis Absätze vom Originalartikel (blauer Link im Text) lesen. Da kam raus dass erforscht wurde dass CD20 Medikamente die erhöhte CD4 Antwort auf lytisches Ebv verringern.

Wieso genau kam für mich im (stark gekürzten) Originaltext jetzt nicht durch.

Ich geh mal davon aus, dass alle bisherigen MS Medikamente eben auf ihre Art die bei uns MSlern überstarke Immunantwort auf EBV bremsen. Tysabri halt auf andere Weise als CD20.

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