Hallo Menschen, wer kennt sich mit Reha Kliniken aus?
Hab 4 Vorschläge von der Rentenversicherung bekommen :smile_cat:

Gräfliche Kliniken Bad Driburg
Mediclin Rhein/Ruhr in Essen
Wicker Klinik Bad Homburg
Maternus Klinik Bad Oeynhausen

Danke
Beste Grüße
Patrick

Hallo Patrick,
leider kenne ich keine der Kliniken.
Ich wundere mich aber, dass lediglich die Wicker Klinik sich mit MS auskennt.
Warum werden dir die anderen Kliniken von der Rentenversicherung vorgeschlagen?
Du hast ein Wunsch- und Wahlrecht.
Nutze dies und such dir selbst eine Klinik aus, die auf dein Krankheitsbild passt.
Ruf dann in der Klinik an und frag nach, ob in den nächsten max. 6 Monaten ein Platz frei wäre.
Die für dich passenden Kliniken schlägst du dann der Rentenversicherung vor.
Aber … du musst dich beeilen

Ich würde dir raten, die Bewertungen der Rehakliniken anzusehen.
Persönlich würde ich Rehakliniken des Wickerkonzerns vermeiden.

Geh mal auf die Lupe, vielleicht findest du da gute Vorschläge, alles Gute :four_leaf_clover:

Ich persönlich würde mir die Therapieangebote ansehen, ist nicht überall gleich

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Danke für eure Antworten… habe mich eben für die Marcus Klinik in Bad Driburg entschieden.

Neurologisches Rehabilitationszentrum Quellenhof
Ich fahre jetzt am 26.08 das erste Mal dort hin. Habe mich erkundigt und gelesen das die Reha auf MS spezialisiert ist.

Hallo zusammen,

ich heiße Kay, bin 47 Jahre alt und bei mir wurde dieses Jahr nach langer Zeit endlich Multiple Sklerose diagnostiziert. Seit Jahren kämpfe ich mit starker Fatigue, Kraftlosigkeit in den Beinen, Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule sowie Problemen beim Gehen und Aufstehen.

In den letzten Monaten wurden viele Untersuchungen gemacht (MRTs, Darmspiegelung, MRT Becken usw.), sodass ich mich jetzt endlich voll auf meine bevorstehende neurologische Reha konzentrieren kann.

Da dies meine zweite Reha ist, würde ich mich über eure Erfahrungen freuen.

Mich interessieren vor allem folgende Fragen:

  • Was hat euch in der Reha am meisten geholfen?
  • Hat sich eure Fatigue oder Muskelkraft verbessert?
  • Konntet ihr danach wieder besser laufen oder aufstehen?
  • Welche Therapien haben euch besonders geholfen?
  • Hat euch die Reha auch bei Schmerzen im Rücken und Becken geholfen?
  • Wie wichtig war die Zeit nach der Reha, um die Erfolge zu erhalten?

Ich muss ehrlich sagen, dass ich auch etwas Angst habe. Ich hoffe sehr, dass die Reha mir hilft und ich wieder etwas mehr Lebensqualität und Kraft zurückbekomme.

Ich freue mich über jeden Erfahrungsbericht und jeden Tipp.

Vielen Dank und liebe Grüße

Kay

Erfahrungen und Gespräche mit den anderen Betroffenen. Nicht geholfen, aber wichtig als Erkenntnis - teste die Orthesen, ob du damit zurecht kommst und wirklich besser laufen kannst. Ebenso war Logopädie sehr erhellend. Bis dahin dachte ich, dass Logopädie sich ausschlieslich mit der Aussprache beschäftigt. Die Kognitionstests haben mir geholfen viele nicht mehr funktionierende Punkte zu entdecken. Selbst wenn du noch innerhalb der sehr niedrig angesetzten Kriterien liegst, weisst du selbst wie es früher war. Ebenso wurde ich in der REHA auf CMD hingewiesen (Zahnarzt kann es verschreiben). Insgesamt waren sehr viele Erkenntnisse in der REHA, was nicht mehr funktioniert.

In der REHA hat sich Fatigue deutlich verschlechtert. Eine REHA ist wirklich anstrengend. Muskelkraft geringfügig verbessert. Spürbare, wenn auch kleine Verbesserung bringen mir die NEM nach Kuklinsky und Stressvermeidung.

Jein. In der ersten REHA war ich kurz nach der Spinaltumor-OP und konnte tatsächlich nach 1,5 Wochen ohne Rollator mit Stock ein bisschen Gehen. Ursprünglich auch etwas besseres Aufstehen. Seitdem hat sich die Gehfähigkeit nachgelassen, das ist aber die Grunderkrankung.

Hmmm… Deutlich spürbare Stärkung im Oberkörper war durch Thera-Trainer da. Das Gerät kannst du von der REHA auch empfehlen/verschreiben lassen, sprich den Therapeuten darauf an, falls du Platz in der Wohnung entbehren kannst. Nicht geholfen, da die Krankenkasse ewig verzögert hat, war der Kraut und Timmermann Stromgerät, der in der REHA auch bentragt wurde. Völlig sinnfrei und nur ärgerlich war die tägliche Qual am PC. Nachdem festgestellt wurde, dass die Mustererkennung da ist, wurde ich täglich mit dem langsam laufenden Fliessband gequelt oder Sachen, die ich merken muss. Beides funktioniert bei mir nicht mehr.

Jein. Die in der REHA angebotene Kurse habe ich besucht und einer der Kurse war Feldenkrais. Das hat mir nach der OP sehr gut geholfen die Schmerzen zu reduzieren. Die Übungen in der REHA selbst haben gegen die Schmerzen nichts gebracht.

Ca. 2 Wochen habe ich mich von der REHA erholen müssen. Danach mache ich jeden Tag bis Wochenende Übungen und habe jeden Tag Therapien - CMD, Logo, Physio, Ergo, Psychologe. Wenn man nichts macht, hiess es in der REHA, dass nach ca. 5 Wochen die Muskeln wieder abbauen.

Vielen Dank für deine ausführliche Antwort. Es hilft mir sehr, auch einmal die weniger schönen Seiten einer Reha zu hören und nicht nur die positiven.

Bei mir wurde die MS nach mehreren Jahren endlich diagnostiziert. Ich leide vor allem unter starker Fatigue, ausgeprägter Kraftlosigkeit in den Beinen sowie Schmerzen in der Hals- und Lendenwirbelsäule. Besonders schwierig ist für mich das Aufstehen vom Boden oder aus dem Schneidersitz. Meine Beine fühlen sich dann oft wie gelähmt an und ich brauche viel Zeit und Hilfe, um wieder hochzukommen. Auch längeres Gehen fällt mir zunehmend schwer.

Ich habe außerdem mehrere Sehnenansatzentzündungen sowie ein leichtes Knochenmarködem an den Iliosakralgelenken. Deshalb hoffe ich sehr, dass die Reha mir zeigt, woher welche Beschwerden kommen und vor allem, was ich selbst langfristig dagegen tun kann.

Was mich zusätzlich sehr belastet, ist, dass ich überhaupt nicht mehr stressresistent bin. Früher konnte ich mit Druck und vielen Aufgaben gut umgehen. Heute reichen oft schon mehrere Termine oder etwas Hektik, und ich merke, wie meine Konzentration nachlässt, ich schneller erschöpft bin und mich alles überfordert. Ich hoffe, dass ich auch dafür in der Reha Strategien lernen kann.

Dass die Fatigue während der Reha zunächst schlimmer werden kann, macht mir ehrlich gesagt etwas Sorgen. Gleichzeitig hoffe ich aber, dass ich dort lerne, besser mit meinen Kräften zu haushalten und die richtigen Übungen für zu Hause zu bekommen.

Dein Hinweis, dass die Muskulatur nach einigen Wochen ohne Training wieder abbauen kann, hat mich nachdenklich gemacht. Gerade deshalb möchte ich die Reha als Startpunkt sehen und anschließend konsequent weitermachen.

Eine Frage hätte ich noch:
Gab es bei dir Übungen oder Therapien, die dir speziell beim Aufstehen vom Boden oder zur Verbesserung der Beinkraft geholfen haben? Und hast du Tipps, wie man trotz Fatigue dauerhaft am Training dranbleiben kann?

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, so offen von deinen Erfahrungen zu berichten.
LG Kay

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Gab es bei dir Übungen oder Therapien, die dir speziell beim Aufstehen vom Boden oder zur Verbesserung der Beinkraft geholfen haben?

Thera-Trainer hat auch Fahrrad, das bewegt die Beine und man stärkt die Muskeln. Eigentlich die meisten Therapien sind darauf ausgerichtet, dass die Beinkraft gesteigert wird. In der ersten REHA musste ich es noch nicht machen, aber die gefürchtete “Übung” war Treppensteigen. Am Anfang wirst du gefragt, ob du Ziele hast. Das hilft den Therapeuten, wenn du kleine klar definierte Ziele hast. Mein Ziel in der ersten REHA war möglichst viele Therapien auszuprobieren, da ich sie nicht kannte und nicht wusste, was für mich sinnvoll ist.
Vom Boden aufstehen habe ich in der zweiten REHA getestet / geübt, es war 1:1 Betreuung da. Theoretisch gab es in der ersten REHA auch Gruppe, die fallen übte, aber da war kein Platz.

Und hast du Tipps, wie man trotz Fatigue dauerhaft am Training dranbleiben kann?

Willenskraft… Häufig war ich körperlich anwesend. Einem Gespräch folgen oder irgendeine simple Aufgabe geht nicht mehr. Und sofern möglich, nach dem Mittagessen schlafen. Das stellte bei mir zwar nicht den Zustand wie Morgens her, aber ein bisschen ist auch was.

Ach ja - ganz wichtig. Erzähle nach Möglichkeit den Ärzten und Therapeuten nichts privates. In der ersten REHA fand ich einige Punkte verdreht im Bericht, die eigentlich nichts da verloren haben. Irgendwo habe ich bei der ersten REHA noch naiv gehofft, dass eine REHA mir helfen soll. Das ist nicht der Fall, es geht um deine Leistungsfähigkeit und Möglichkeit dir trotz besseren Wissens eine positive Prognose zu geben, damit man die Therapien begründen kann.

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Die werden ja entsprechende Fragen stellen und erwarten entsprechende Antworten.
Die Reha macht man ja bestimmt nicht zum Urlaub sondern um die MS Symptome zu verbessern und ich erwarte dass die fachlich praxisorientierte Übungen und Trainings vorgeben können.
Denke ich zumindest.

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Ich habe da keine Lust und 0 Bock irgendwelche Sitzungen und solche Sitzungen und Gespräche zu führen.

  1. geht mein Privatleben keinen was an, und ich kann nicht lange sitzen, bin auch scheu und kein Unterhalter, das strengt mich an und verschlechtert mein Befinden.
    Irgendwelche Versammlungen und Stuhlkreise wie im Kindergarten können gerne die anderen Teilnehmer machen.
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Nicht als offiziellen Programmpunkt sondern auf informeller Ebene.

Ob in der Raucherecke oder im Café, in der Pizzeria oder bei einem gemeinsamen privaten Ausflug finden sich meist ein paar Leute, mit denen man sich versteht und austauschen kann.

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Korrekt, private Unterhaltung ohne Aufsicht sind am Besten. Aber auch Fragen/Antworten im Rahmen der Vorträge waren sehr interessant. Sonst steht ja nicht unbedingt an oberster Stelle ob man Pinkelprobleme hat und was dagegen unternommen wurde.

“Versammlungen und Stuhlkreise wie im Kindergarten”, wo sich Betroffene gegenseitig ihr Leid klagen und sich bedauern…
Eine grauenhafte Vorstellung, ich kann nachvollziehen, dass man darauf keinen Bock hat.

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So kann man, in der Reha, mit wenig Personal, viele Patienten betreuen.
Wie z. B. die MS Gruppe. Ich hatte mal eine Kollegin, die sagte, wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis .

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@Kay79 Kann dir auch die Sauerland Klinik empfehlen… größte MS-Spezialklinik Europas…
Ist keine Reha aber ein langer Aufenthalt sind auch 17 Tage und man braucht nur eine Einweisung vom Doc

Die Klinik ist auch immer gut besucht und sollte, wenn es nicht akut ist , sich 3-6 Monate vorher anmelden… Einfach anrufen und so erklären dann alles. Bin auch wieder im Oktober da, die Reha kommt dann danach.

Das Gute da ist, jeder hat den selben Mist und spart sich die Gespräche “und was hast du?”

Da die sich “nur” mit MS auseinander setzen müssen, wird einem bei jedem MS Wehwehchen geholfen:-) freue mich schon wieder auf den Aufenthalt, für mich wie Urlaub mit viel Sport und netten Leuten.

Beste Grüße
Patrick

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Ja, die Komplextherapie, mache ich immer in Asbach, war die erste MS spezialisierte Klinik und seit einem Jahr ist die DMSG Träger.

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