Hallo liebe Community,
Ich bin hier neu und hoffe hier Ansprechpartner zu meiner MS Diagnose zu bekommen. Aktuell bin ich etwas aufgewühlt und suche nach unterstützenden Tipps.
Ich habe im Juni nach 8 Wochen Arztbesuchen Final eine Diagnose zu MS bekommen. Meine Herde sind in der HWS und im Hirn. Da kann man auch Vernarbungen sehen. Da der Schub (Taube Hand, war nicht mehr zu gebrauchen) sehr fortgeschritten war habe ich im Krankenhaus Kortison bekommen und anschließend eine 10-tägige Plasmapherese. Danach hat sich der Schub zu 90% zurück gebildet. Soweit also alles gut.
Die Diagnose selbst hat mich aus der Bahn geworfen, ich hatte mit Panikattacken zu kämpfen und in Folge dessen habe ich meine Ernährung umgestellt und zum Stressmanagement eine Verhaltenstherapie eingeschaltet. Dadurch habe ich auch ein komplett normalen Alltag, der eben parallel von den Folgen des letzten Schubs begleitet wird - was bislang absolut okay ist.
Die Einordnung meiner Symptome fällt mir leichter mittlerweile, ich habe nur immer wieder Reibereien mit meiner Neurologin. Da meine HWS immer wieder bewegt wird und die betroffene Stelle des letzten Schubs eine Narbe hinterlassen hat, kribbelt es immer wieder in meinem Körper. Ich schalte meine Neurologin ein, wenn Kribbeleien an neuen Körperregionen länger als 3 Tage auftreten und ich diese noch nicht einordnen kann (kommt das Kribbeln von der Narbe, oder ist das ein neuer Schub?). Ich melde mich aber nie 2x mit den selben Beschwerden. Ich möchte nur mich meiner Fachkraft gemeinsam meine Symptome einordnen. Nun hat mir meine Ärztin in den letzten Gesprächen vorgehalten, ich solle nicht an die MS denken, einfach leben, nicht darüber sprechen. Ich sei eine “prominente Patientin” in der Praxis und ich wirke hypochondrisch. Man muss dazu sagen, dass ich nun wieder 3 Tage Kortison bekomme, weil mein Bein doll kribbelt, also mit Grund vorstellig wurde.
Habt ihr Tipps für mich, wie ich mit der Diagnose umgehen soll? Gibt es super fachliche Ansprechpartner, an die ich mit alternativ wenden kann (zb online Beratungszentren) oder soll ich einfach die Ärztin wechseln?
Ich würde mich über empathische Hilfe freuen, die mich weniger verrückt einschätzt.
Liebe Grüße
Laura




Sie sollte doch wissen, dass man sich bei einer neuen MS-Diagnose erstmal an den Umgang, die Einordnung der Symptome etc herantasten muss. Dass sie dir deine Empfindungen absprechen will und dir dann auch noch sagt, dass du die Symptome ignorieren sollst, ist echt ein Unding, meiner Meinung nach. Ich kann ja verstehen, dass man anfangs kurz nach der Diagnosestellung erst einmal eine erhöhte Selbstaufmerksamkeit hat und dadurch mehr wahrnimmt (so war es zumindest bei mir), aber dir dann noch den “Tipp” zu geben, alles erst einmal zu ignorieren… Ich würde dir wirklich ans Herz legen, dir eine NeurologIn zu suchen, der du mehr vertrauen kannst.
Ich hab mir jetzt mal diese Therapie Knete bestellt… da meine Ergotherapie beendet ist, kann das nicht schaden denke ich