Hallo Zusammen,

ich habe hier im Forum schon ein 2 Beiträge zu dem Thema gesehen, aber nicht ganz mit meinem Fall vergleichbar.
Ich hatte letztes Jahr monatelang Schmerzen in einem Zahn. Am Anfang wurde nichts gesehen. 9 Monate später hatte ich eine Fistelbildung und die Diagnose einer chronischen Entzündung im Zahn. Dann fing der Zahnarzt an eine Wurzelbehandlung zu machen. Aus der Vergangenheit wusste ich, dass ich auf Wurzelbehandlungen mit längeren Schmerzen reagiere und im Worse Case der Zahn gezogen wird. In diesem Fall hatte 4 Wurzelbehandlungen und war nicht schmerzfrei. Dann wurde mir der Zahn gezogen. Danach hatte ich noch stärkere Schmerzen. Unerträglich. Es half nichts. Zahn 2 wurde dann auch noch gezogen und erneut die Wunde geöffnet. Schmerz hat nicht nachgelassen.
Dann war ich bei meiner Neurologin. Sie hat dann vermutet dass ich eine Trigeminusneuropathie habe. (allerdings ohne Befund im MRT) Keine Neuralgie, da ich nicht diesen stechenden Schmerz hatte. Seitdem nehme ich Gabapentin ein und der Schmerz wurde tatsächlich nach ein paar Wochen weniger.
Jetzt (ein Jahr später) habe ich wieder die Probleme aber auf der anderen Seite. Es wurde beim Zahnarzt nicht eindeutig was gefunden, aber ich hatte immer Schmerzen. Jetzt habe ich schon wieder 3 Wurzelbehandlungen hinter mir und ich hab (6 Wochen später) immer noch Schmerzen zur Hölle. Ich möchte aber ungern unnötig den Zahn ziehen lassen. Eine eindeutge Diagnose meiner Neurologin gibt es auch nicht. Außer “ja, es kann die MS sein”
Hat jemand von euch auch die Probleme? Immer wiederkehrende Schmerzen im Zahn/Kieferbereich? Oder einer Überreaktion auf Wurzelbehandlungen?
Ich bin leider mittlerweile schon wieder am Ende.

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Hallo,

ja, bei mir war´s die MS. Nachdem ich vor Jahren X mal beim Zahnarzt war und auch einige Zähne gelassen habe auf der Suche nach der Ursache, klangen die Schmerzen irgendwann von alleine ab. Allerdings hatte ich Neuralgiesymptome, also diesen einfahrenden Schmerz. War noch zu Ostzeiten in den 80igern, da hat man diagnostisch noch nicht so viele Möglichkeiten aufgefahren. Einige Jahre später wurde dann MS diagnostiziert und man ging in Rückschau davon aus, daß es sich um den ersten Schub handelte.
Also vielleicht nicht weiter Zähne ziehen lassen, wenn sich im Röntgenbild keine Zahnentzündung zeigt, da man die Ursache der Schmerzen damit nicht behebt.

Heute lass ich an meine Zähne nur noch unter Betäubung jemanden ran, auch wenn es sich nur um eine kleine Kariesbehandlung handelt, um jegliches Triggern von Reizungen des Trigeminus zu verhindern.

Halte durch, auch wenn ich Dir leider kein probates Mittel für den aktuellen Zustand nennen kann.

Grüße MiaH

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Hallo, Ich war vor Kurzem beim Zahnarzt. Die Nummer 6 rechts unten spür ich immer wieder, gefühlt so kurz vorm Zahnschmerz. Auch die Nummer 6 rechts oben hat sich immer wieder bemerkbar gemacht! Ich kaue nur links. Die beiden Zähne wurden geröntgt, alles in Ordnung. Mein Zahnarzt hat dann gemeint, er macht da nix, wie gesagt, alles in Ordnung.
Ich soll das Thema mal bei meiner Neuro ansprechen.
Aktuell hat sich die Sache wieder einigermaßen beruhigt, ist aber trotzdem ziemlich nervig!
Grüße

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Bei mir war damals eigentlich wegweisend hinsichtlich Trigeminus, daß nicht ein einzelner Zahn wehtat, sondern die gesamte Zahnreihe bis in den Kieferwinkel.

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Vielen Dank für Deine nette Antwort.
Bei mir wird alles gereizt sobald dort eine Spritze gesetzt wird. Aber ohne Betäubung halte ich das nicht aus, bzw habe ich da eher Angst vor.
Ich finde diese Ungewissheit so unbefriedingend, ob es doch der Zahn ist (so wie es sich ja leider immer trügerisch anfühlt) oder es die MS ist.
Ich nehme seit Woche Ibu 600 :frowning:

Drücke dir die Daumen, dass es sich dauerhaft beruhigt :slight_smile:

Bei mir ist es erst immer eine Stelle und wandert dann ab und an in den Kiefer oder Richtung Nasennebenhöhle.
Hattest Du denn auch einen Dauerschmerz?

Hallo AnnRed,

nein. Bei mir waren es über ca. 6 Wochen alle paar Sekunden ein einschießender Schmerz, als würden alle Zähne der Zahnreihe gleichzeitig gezogen werden. Ich war noch recht jung damals und hatte gar keine Idee, zu welchem Arzt ich gehen sollte. Hab über Wochen dauernd jede Menge Schmerzmittel genommen. Am 6. Dezember 1987 hörten die Attacken plötzlich auf — das Datum werde ich mein Leben lang nicht vergessen, so höllisch waren die Schmerzen.

Nur einmal danach hatte ich nach einer Zahnbehandlung auf der selben Seite noch wochenlang dauerhafte Schmerzen an verschiedenen Zähnen auf der selben Seite der ehemaligen Neuralgie, weshalb ich von einer dauerhaften sehr leichten Reizbarkeit des Trigeminus bei mir ausgehe.

Die Anzahl der notwendigen Spritzen beim Zahnarzt ist mir völlig egal, Hauptsache der Nerv wird ruhig gehalten. Dieses damalige Martyrium möchte ich nie wieder durchmachen.

Ich drück Dir fest die Daumen, daß sich das bald bei Dir wieder beruhigt.

Grüße

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Achso - kurzer Nachsatz: 1987 waren es nicht nur die Zahnreihen, manchmal zog der Schmerz auch die Wange der betreffenden Seite lang. Hölle, Tag und Nacht.

Ich fühle wirklich mit Jedem mit, der am Trigeminus betroffen ist - da kommt kein anderer Schmerz mit, behaupte ich kühn.

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Könnte auch cmd sein, wenn es dauerhaft ist…

Was ist CMD? Sagt mir leider nichts.

Das ist eine Erkrankung am Kiefergelenk, die ebenfalls ausstrahlen kann und langanhaltend ist. Google erklärt das besser, würde bei mir vor Trigeminusneuralgie vermutet

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Vielen Dank. Werde ich auch mal beleuchten lassen.

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Ein Wort:
Gallenkolik

Sterben wollt ich :sob::sob::sob::sob:

Hatte ich auch, kann also gut vergleichen…

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Oha!
Respekt :grimacing:

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Etwas OT:
Trigeminus hatte ich als junger Mensch auch mal- ist echt doof.
Erinnerung ist verblasst. Weiß bloß noch: will ich nicht noch mal haben.
Mindestens ebenso schlimm wenn nicht schlimmer sind Nierenkoliken.
Will ich auch nie wieder haben- 3 mal hat gereicht.

OT Ende

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Hi,

Ja Horror. Am schlimmsten ist aber für mich dass es keine genaue Diagnose gibt ich aber Schmerzej zur Hölle habe.
Wodurch haben sich deine Nierenkolliken gebildet?

LG

Calcium- phosphat- Steine.