Hallo,
ich hab das Forum über die Suche gefunden und dachte mir, vielleicht könnt ihr mir ja helfen oder Tipps geben.
Bei mir kamen vor ca. 4 Wochen Sensibilitätsstörungen bzw. Taubheit im linken Unterschenkel auf.
Ich bin damit nach einer Woche zum Hausarzt, der leitete mich zum Neurologen. Nervenleitmessungen waren unauffällig also MRT weil Verdacht auf Bandscheibe. Als ich erwähne, dass bei mir im Jahr 2022 zwei kleine weiße Läsionen im Kopf MRT gefunden wurden als Zufallsbefund und ich 2023 über mehrere Wochen eine taube Stelle am Fuß hatte, hat er auch noch ein Kopf MRT angeordnet zum absichern.
Wirbelsäulen MRT war unauffällig, Kopf MRT kam zurück mit dem Bericht über eine Zunahme der weißen “unspezifischen” Läsionen. Gelagert subkortikal und periventrikulär. Zurück zum Neurologen, der meinte dann, das klingt sehr nach MS und hat eine Liquoruntersuchung angeordnet. Liquor kam zurück mit positiven OKB und 3 fach positiver MRZ Reaktion. Daraufhin hat mein Neurologe die Diagnose MS gestellt. Soweit ich das aber gesehen habe, hat er diese Diagnose aufgrund des schriftlichen Befunds des Radiologen getroffen und die MRT Bilder nicht selber analysiert.
Er hat mir dann direkt vorgeschlagen mit Kensimpta zu beginnen, ich habe gesagt ich würde mich nochmal in einer MS Ambulanz vorstellen wollen. Daraufhin war ich bei der Uniklinik und bin an den Leiter der Neurologie geraten, der mir dann gesagt hat, für ihn reiche das nicht für eine Diagnose da die Läsionen nicht MS typisch seien. Auf meine Frage was dann meine Symptome und den Liquorbefund erklärt, wusste er nichts. Er meinte, es könne sein, dass ich grad eine MS entwickle aber er würde es nicht behandeln.
Nun bin ich ziemlich überfordert weil es ein bisschen so klingt als wäre die Diagnose eine “Ermessensentscheidung” je nach Arzt? Wem soll ich glauben? Der Neurologie Leiter war leider auch sehr von oben herab und hat mich mit meiner Symptomatik/Taubheitsgefühlen nicht ernst genommen (“Also das kann ich ja nicht messen, sind Sie sicher, dass Sie nicht nur sehr lange die Beine überschlagen haben?”).
Ich bin jetzt sehr unsicher, wie es weitergehen soll. Ich habe überlegt mir eine weitere Meinung einzuholen, diesmal hoffentlich wirklich von einem MS Spezialisten und nicht “nur” allgemeine Neurologie?
Was mich so irritiert ist, dass ich nicht weiß, wie meine Liquorbefunde anders zu erklären wären? Ein klinisch isoliertes Syndrom? Das hat der Arzt allerdings auch nicht erwähnt. Natürlich hätte ich liebend gerne keine MS aber ein Teil von mir hat Angst, dass es unentdeckt bleibt und unbehandelt fortschreitet nur weil es nicht “eindeutig” genug ist für diesen Arzt.
Hat irgendjemand von euch schonmal sowas erlebt, positiver Liquorbefund, Läsionen da aber anscheinend nicht “typisch” und Symptome? Mittlerweile zweifle ich schon daran, ob ich hier irgendwie Drama mache aber irgendwas muss ja bei so nem Laborbefund falsch sein oder?
Dankeschön fürs lesen und falls jemand Tipps hat, gerne her damit!
LG Vika




