Wenn du Symptome hast, die dein Hausarzt nicht erklären kann, müsste er dich zu Facharzt überweisen. Die Fachärzte, die für mich als Laien in Frage kämen, wäre Neurologe, Augenarzt und HNO. Ebenso gibt es vereinzelt CFG-Spezialisten, das läuft meist unter Long Covid. Charite Berlin hat einen guten Fragebogen dazu, kannst, ja ausfüllen. In Österreich wird es so was auch geben, denke ich.
So lange die Diagnose noch nicht gestellt ist, empfehle ich dringend Prüfung der Pflegeversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung. Weil falls du tatsächlich MS mit einem schnellen Verlauf haben solltest, wirst du jeden Euro brauchen. Nach der Diagnose nimmt dich keine Versicherung zu bezahlbaren Beiträgen mehr auf.
Nach meinem Kenntnisstand prüft man zuerst andere Krankheiten, sucht Läsionen mit MRT, dann über Lumbalpunktion werden wieder weitere Krankheiten (z.B. Neuroborreliose) ausgeschlossen und weitere Verdachtsmomente wie zB. Zellen, die im Lumbalwasser nichts verloren haben, geholt. Wenn andere Krankheiten ausgeschlossen sind, Symptome jedoch weitgehend passen, dann ist es am Ende MS.
Die Läsionen gelten als sehr starkes Indiz für MS in Verbindung mit weiteren typischen Symptomen. Ausgehend von mir - Kopf-MRT war fast unauffällig. Erst durch weitere MRTs, die der Neurologe verschrieb, wurden im HWS und BWS zahlreiche Läsionen fest gestellt.
Unbedenklichkeit des Kontrastmittel ist, sagen wir umstritten. Wenn eine Entzündung aktiv ist, nimmt diese Entzündung auch Kontrastmittel auf. So sieht man, ob diese Entzündung aktuell aktiv ist. Sprich so lange dieser Punkt unwichtig ist, würde ich persönlich nicht zu Kontrastmittel greifen, da bei dir noch keine Läsionen gefunden wurden.

Einmal ist man zu jung, ein anderes mal zu alt. Das ist ja echt nicht mehr normal. Wie lange hat es dann gebraucht bis du schlussendlich das MRT + die Diagnose erhalten hast? Ich hoffe dir wird jetzt geholfen:heart: