Jetzt geht es bald los mit Fasten.
Wofür habt Ihr euch, wenn Ihr mitmachen wollt, entschieden?
Ich möchte in diesem Jahr auf Süßigkeiten verzichten, da mein Konsum seit Weihnachten wieder stark zugenommen hat.
Ich habe kein religiöses Motiv, sondern sehe die traditionelle Fastenzeit einfach als guten Anlass, mir das vorzunehmen. Im Gegensatz zu den guten Vorsätzen zum Jahreswechsel ist die Zeit von vorne rein begrenzt, darum vielleicht auch leichter durchzuhalten. Wenn man feststellt, dass einem der Verzicht bzw. das neue Verhalten guttut, kann man es ja beibehalten, vielleicht abgemildert.
Das Fastenmotto der diesjährigen Aktion ‘Mit Gefühl! Sieben Woche ohne Härte’ spricht mich an. Ich denke, es würde auch Politikern guttun, sich darauf einzulassen und zu versuchen, sich in die Menschen einzufühlen, anstatt sich laufend neue Härten gegen Migranten, Kranke, nicht genug Arbeitende … auszudenken.
In der Evangelischen Zeitung wird eine Pfarrerin gefragt, was das Fastenmotto für sie bedeute.
Ihre Antwort: “Ich finde es spannend, der Frage nachzugehen, wo wir zu uns selbst zu hart sind, uns unnötig mit anderen vergleichen oder uns zu sehr unter Leistungsdruck setzen.”
Gerade wir MSler sollten vielleicht manchmal uns selbst gegenüber weniger hart sein und uns nicht mit anderen vergleichen, die vermeintlich so viel mehr können.
Und keine Härte, wenn wir das Fasten, was wir uns vornehmen, doch nicht durchhalten.