Darf ich fragen wie lang deine gehstrecke ist?
Ich kann ca. 3,5 km am Stück spazieren gehen, danach schläft mein rechter fuss ein.
Lg Sabine
Erstens: ich finde man soll Gefühle wie Wut auch haben dürfen.
Zweitens: ich glaub es ist ein Unterschied, ob man noch arbeitet oder nicht.
Ich brauche meine Beine für die Arbeit.
Und zudem ist spazieren in der Natur sehr wichtig für mich.
Erblinden stell ich mir 1000mal schlimmer vor, da ist alles Andere wohl Nichts im Vergleich.
Ich denke oft „es hätte noch schlimmer kommen können“. Aber manchmal kotzt es mich einfach an, dass die HalliGalliTime vorbei ist, wo ich endlos und ewig alles machen konnte, was ich wollte. Und diese Hänger gestehe ich mir eben auch zu.
Du wirst dich wundern, wie sehr man Beine auch ohne Arbeit braucht 
Für mich war das damals so - heute denke ich nicht anders - wenn Du blind geboren wirst ist es anders aber da kann man anders damit umgehen - da ich vorher alles sehen konnte und dann gar nichts mehr außer weißes Milchglas. Plötzlich kommt man nicht mehr zu Recht - du bekommst nichts auf die Reihe.
Zum Glück
gehört das der Vergangenheit an.
Von der Adoptivtochter meines einen Bruders wurde die Enkeltochter blind geboren mit 2% Sehkraft. Inzwischen ist die Maus 14 Jahre -Teenager und will alleine los in Berlin - halt nicht machbar - alle helfen wir - der Mann ihr Papa ist am Herzfehler verstorben- plötzlich die meine Nichte mit blinder Tochter alleine. Es geht / funktioniert nicht ohne Hilfe.
Schon klar - aber ich kann bei der Arbeit nicht einfach Pausen einlegen…
Ca. 2 Kilometer, dann macht der Fuß langsam schlapp.
Dann musst du dich vielleicht nach einer anderen Arbeit umsehen, wenn deine Beine die nicht mitmachen.
Ich bin inzwischen in Rente, vorher war ich froh über meinen Schreibtischjob, den ich problemlos geschafft habe. Eine körperliche Tätigkeit hätte ich nicht machen können.
So lange irgendwie möglich möchte ich meinen Job nicht aufgeben. Weshalb ich meinen Beinen nun gut zurede…
Ja, verstehe dich schon.
Es gibt aber eben doch manchmal Lösungen, ich kenne zum Beispiel eine Ärztin, die am Rollator geht. Die wird zwar oft gefragt, wann denn mal der Arzt kommt
, aber sie macht ihre Arbeit im Krankenhaus.
Man muss manchmal gewohnte Denkwege verlassen
die ist drollig. ich hatte sie mal ne weile auf dem handy, dann aber gelöscht, weil ich sie letztlich wenig benutzt und mich mehr an die mir vertrauten übungen gehalten habe .
Wenn ich das mit der AKZEPTANZ, der radikalen, hinkriege, bin ich Königin!
kann aber noch dauern… bei meinem Geduldslevel…
darf ich auch , denn
wie ich zu meinem Körper stehe? Er hat bislang getan, was er konnte… das ist doch ne menge, oder? 
und nun dürft ihr weiter scrollen, denn für heute habe ich mich ausreichend ausgetobt mit meinen Bildern und Sprüchen!
Schlaft gut, ihr Lieben!


