Hi ihr Lieben,

ich schau jetzt schon seit einigen Monaten dieses Forum durch um Antworten zu finden und Muster zu erkennen. Seit Ende letzten Jahres bin ich Angehöriger einer MS Kämpferin und versuche so viel es geht zu verstehen und zu helfen.

Das Forum hier ist wirklich super also ihr alle die hier aktiv ihr Leben teilen und andere motivieren!

Allerdings fällt es sehr schwer einzelne Themen wirklich gezielt zu finden auch wenn es eine Suche gibt, da jeder natürlich seine Posts anders betitelt.

Daher möchte ich einen Versuch starten für neue und auch alte Betroffene etwas Ordnung reinzubekommen mit Beiträgen die einzelne Themen der MS über euer Schwarmwissen und eure Erfahrungen etwas greifbarer und verständlicher machen.

Das erste Thema was ich als vermutlich wichtig empfinde ist das Gangbild.

  1. Dropfoot / Kippfuß / Fußheberschwäche
  2. Bein / Knie / Oberschenkelspastik

Ich bitte euch alle, wenn du einen kleinen Moment Zeit hast und echte Erfahrungen mit 1 oder 2 hast, die Anderen helfen könnte, diese zu teilen.

Es ist wichtig, schreibt kompakt und übersichtlich vielleicht in kurzen Sätzen oder Stichworten, damit der Post hier nicht ausufert und seinen helfenden Zweck erfüllen kann :slight_smile:

Vielleicht Infos dazu wie:

  • Wann aufgetreten,
  • wie lange stabilgehalten
  • welche Übungen helfen sehr gut
  • in welchem Zeitraum
  • wann Besserung
  • komplette Wiederherstellung?
  • Medikamente
  • Geräte
  • Anderes Wichtiges

Ich danke euch sehr für die Hilfe und eure Zeit bei diesem kleinen Versuch hier :slight_smile:

LG

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Hi DerKarl,

eine gute Physio kann dir die Übungen zeigen und dann heißt es Üben.

Wie lange etwas dauert oder ob irgendwelche Medikamente helfen können, ist bei MS so individuell, das es keine echte Aussage dazu geben kann.

Denn bei MS gilt halt, schließe nie von deiner MS auf die MS von anderen und umgekehrt, das gilt für Schübe, Rückbildung, Wirkungsweise von Medikamenten und auch deren Nebenwirkungen.

Grüße
LucyS

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Danke für das Teilen!

Danke für deine Antwort!

Genau das ist einer der wichtigen Punkte warum ich diesen Post hier gemacht habe.

Viele hier im Forum oder auch in den sozialen Medien sagen nur „MS ist bei jedem anders und jemand gutes wird helfen“, das mag im Kern auch richtig sein, aber es gibt eben doch viele Parallelen wenn man mal genauer hinschaut, das fiel mir auf :slight_smile:

Das große Problem ist auch „jemand gutes“ zu finden. Leider arbeiten sehr viele Physios anscheint nur des Geldes wegen und bilden sich nicht weiter (das weiß ich nur von vielen Betroffenen aus einer Selbsthilfegruppe).

Und genau hier möchte ich ansetzen. Es gibt so viele Erfahrungen die viele von euch leider machen mussten, aber einige waren erfolgreich andere kaum bis gar nicht.

Aus diesem Grund versuche ich die Erfolge zu kanalisieren die Übungen z.B. die tatsächlich einen Fuß nach X Wochen / Monaten / Jahren gefixt hat aufzeigen damit alle es testen können ohne weitere Zeit durch „ausprobieren“ verlieren zu müssen. Ich weiß es gibt keine Garantien aber der Versuch ist es doch wert oder was meinst du?

Daher bitte ich euch, wenn ihr die Idee dahinter verstanden habt und den Versuch mitgehen wollt um eure echten Erfolge egal wie klein egal wie anstrengend egal wie verrückt oder zufällig sie auch waren, teilt sie mit allen Anderen damit diese von euch lernen können <3

Das Problelm ist halt, das es keine Garantie auf Rückbildung gibt.

Somit hilft vielleicht eine Übung, aber der Körper ist nicht in der Lage das umzusetzten, weil die Kapazitäten nicht mehr vorhanden sind.

Gerade Neulinge versuchen immer, das einfach dazustellen, ist es aber nicht.

Aus mehr als 25 Jahren MS Erfahrung muss ich halt sagen, such eine gute Physio, am besten mit Bobath Fortbildung.
Das gilt auch für Ärzte, ich fahre lieber 90 Minuten zu einem Neuro, als die hier vor Ort.

Grüße
LucyS

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Dafür fahr ich auch ne Stunde von Haustür zu Haustür.

Lohnt sich aber

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Ich verstehe deinen Gedanken.
Das ist ein Forum das von verschiedenen Erfahrungen und Austausch lebt.
Ordnung und Struktur gehören einfach nicht mehr zu meinem Leben.
Ich liebe das Chaos hier und wer sucht der findet auch.
Alles zu seiner Zeit :hugs:

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Laß es so, wie es ist.
Was man über die Suchfunktion nicht findet, kann als eigenes Thema erstellt werden. Das hat , glaube ich schon gut funktioniert.

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Daisy Ordnung ist das halbe Leben.ich lebe in der anderen Hälfte,
Erst Recht mit MS….
Ich weiß viele gute Dinge, die immer wieder ihre Zeit hatten. Dann geraten sie aus dem Blickfeld….
TCM, Pfarrer Kneipp, Hidegard von Bingen, KG, Hausmittel, Ich bin chrmische Tieffliegerin, ich. Sollte ich wegen MS zu einer verkapptem Chemikerin werden? Och nööööööö, dafrage ich dann doch lieber Leute, die sich da viel besser auskennen als ich….

Chemie ist ein Fach in das man rein geht und es macht Bumm und keiner weiß warum…

Meine Haushaltshife kennt sich perfekt mit Haushalt aus, weiß viel über alte Putzmittel. Ich würde bei vielen Sachen mehr Zeit mit recherchieren verbringen anstatt fatiguelose Zeit damit zu verbringen etwas zu erledigen…

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Genau das ist das Problem. Was beim einen hilft, hilft noch laange micht beim jmd anderem…
Wir haben bei vielen Dingen den medizinischen Fortschritt und über die vielen Jahre ist etliches gleich geblieben…
Du weißt selbst wie neue Medis, Entwicklungen gehypt werden und angeblich alles bisherige auf den Kopf stellen.

Stimmt ich habe ne Krebsphobie aber ich sehe alle 3 Monate im Jahr wie heftig Krebs sein kann.

Wenn ich zu meinem Neuro bin, der auch Psychiater ist, ihm die tollen neuen Medis präsentiert habe hat er meiner Begeisterung mit dem Satz den Zahn gezogen… haben sie die NW genau gelesen…

Ich hab mal dem MS Prof ein Mindmap mit meiner betrachtung meiner MS mit meinen ganz persönlichen Einflußfaktoren und Thepieideen gezeigt, er war damals beeindruckt davon.

Aber genau das ist das der Punkt, wir sind alle Individuen, jeder von uns hat eine andere Biographie, andere Einflußfaktoren (Vorerkrankungen, Erfahrungen, Fähigkeiten, …)

Liebe Grüße
Idefix…

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Hallo DerKarl,
deine Partnerin könnte doch das Problem und wie es sich anfühlt selber beschreiben war sie schon auf Reha odet Klinik, hat sie mental schon das Gangproblem angenommen?
Vielleicht braucht sie ja ihren eigenen Rhythmus, um einen Anfang zu finden, dagegen zu trainieren.
Über die Suchfunktionen findet man erstmal schon viele Tipps zu Übungen.
Ich denke aber, dass es mehr darauf ankommt, was genau ausgefallen ist und wie! Das musste ich mir erstmal selber erarbeiten um zu merken, was, wann und nach welcher Bewegung ich und mein Bein und mein Arm brauchen.
Und dann ist auch nicht jeder Tag gleich.
Und wir alle haben so unterschiedliche Toleranzgrenzen… Steifheit, Schmerzen, Schwäche, Instabilität, mentale Stabilität.

Vielleicht bist du einfach da und wenn es gut läuft, dann geht ein bisschen bis ins Kaffee oder wieder nach Hause und esst ein Eis. :pray::v:

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Liebe Hekate,

vielen Dank für deine Antwort.

Ja sie wird sich eventuell auch noch hier anmelden, aktuell ist sie jedoch noch ganz stark dabei die neue Situation einzuordnen. Das hat alles sehr doll eingeschlagen, da wir schon einige Jahre vor Diagnose im letzten Jahr, mit stärkeren Schmerzen auf einem Muskulären Irrweg waren.

Nahezu alle Ärzte bis Chefärzten größerer Kliniken und auch verschiedene Physios und Orthopäden hatten völlig falsche Richtungen vollkommen überzeugt vorgegeben. Es ist so ein Trauerspiel für dieses Land. Aber hilft ja nix man muss diesen Quatsch halt glauben den sie von sich geben bis dann die Wahrheit sich irgendwann zeigt.

Ja und jetzt aus dem Nichts ist zwar endlich eine Diagnose da, jedoch dadurch auch die Hoffnung zerplatzt, die Hoffnung die alle Ärzte immer wieder zementiert hatten mit „machen sie Physio und dann geht das bald wieder weg“.

Aus dem Grund versuche ich jetzt auch alles irgendwie einzuordnen und in die richtigen Bahnen zu lenken bis sie die Thematik annehmen und akzeptieren kann. Irgendwie kriegen wir das hin.

Zum ist Stand jetzt sie hatte schon seit ein paar Jahren ein Problem mit dem Bein das fing an mit Taubheit daraus wurde dann der Schmerz im Rücken man ging von einer Sportverletzung aus und so folgten die verschwendeten Jahre in Physio-Programmen und Co.

Dann kam Kribbeln in Händen und Nervenschmerzen in Fingern sowie Augenschmerzen dazu.

Dann aus dem nichts komplette Taubheit Oberkörper rundherum daraufhin Notaufnahme und wenige Tage später nach MRTs und Rückenmarkswassercheck die Diagnose.

Sofort Kortison für eine Woche, dann nach Hause dann neuer Kontakt Neurologie. Nach zwei Wochen kaum Besserung kurz beim Auge aber sonst alles gleich schlimm. Also zur neuen Neurologie und dort dann nochmal Kortison für 4 Tage.

Zwei Wochen später kaum Besserung Bein wurde zwischenzeitlich sehr schwer und Fuß ließ sich schwer heben.

Hinzu kamen eine Art Stromschläge im Nacken bei runterschauen und Gleichgewichtsprobleme.

Dann zurück Klinik Blutwäsche zwei Wochen.

Symptome wurden etwas besser aber das Bein wurde schlimmer. Rollator in der Klinik war plötzlich nötig.

Ja und da sind wir aktuell. Reha bisher noch nicht, sie hatte soviele Äzte und Kliniken in den ganzen Jahren und sie wollte erstmal nach Hause.

Mittlerweile konnte endlich die Basistherapie starten da gab es auch viele Probleme zwischenzeitlich mit Eisenanemie und Blutbild und Vitamin D im Keller und Gott ich frag mich oft was hier gerade alles abgeht. Das alles mit Ende zwanzig eigentlich immer top fit und sportlich unterwegs gewesen.

Und da ich jetzt schon nahezu alle Bücher, die ich so finden konnte inhaliert, dieses Forum studiert und noch haufenweise andere Seiten im Netz durchgearbeitet habe, fiel mir eben eine Sache auf, gerade auch in den sozialen Medien:

Ja es gibt anscheint sehr viele Kämpfer, die wunderbar zurecht kommen, sehr viele unter Kesimpta, die ein tolles Leben führen! Mir geht immer das Herz auf wenn ich wieder eine dieser Storys lesen oder sehen durfte, weil ich mich so unglaublich für diese Person freuen <3

Aber und das ist jetzt das was ich nicht verstehe, kaum jemand sagt was er gemacht hat um da zu sein wo er jetzt ist.

Außer er hat in seiner Bio „Lebenscoach schick mir eine PN“ stehen. Das kann es aber doch nicht sein?

Oder habe ich da einen Gedankenfehler? Ich würde doch alles genau mit euch allen Teilen?! Damit andere es auch so versuchen können, völlig egal ob es bei jedem anders ist, so zeigen sich Muster, die dann grob auch auf viele Tausende passen könnten (ich arbeite seit Jahrzehnten in analytischen Bereichen daher denke ich sofort in diese Richtungen und es geht egal wo immer auf diese Art und Weise - daher gibt es ja auch die Therapiearten - eine Basis Parallele ist immer da)

So entstand auch die Idee hier. Natürlich ist ein Austausch super ich finde das so toll wie schnell hier auch Leute antworten und helfen! Das ist großartig! Vielen Dank für eure Zeit!

Jedoch hilft es doch 1mio mehr, wenn statt einer oder zwei Personen gerade bei dieser Krankheit der 1000 Gesichter, so viele Kämpfer wie möglich sagen was ihnen geholfen hat?! Ihr habt doch eine so große Power größer als jede Studie die jemals gemacht wurde! Wenn man das Wissen nur kanalisieren würde!

Stattdessen kommt dann aber doch wieder dieser typische Satz, dass es eben bei allen anders ist. Ja weiß ich, ja wisst ihr alle, natürlich, aber dieser Satz bringt doch niemanden etwas.

Man sucht doch nach Strohhalmen, die man greifen kann, keine falsche Hoffnung, aber Möglichkeiten. Wenn man hier im Forum mal genau nachliest dann sieht man, dass Gespräche oft mit genau diesem Satz beendet werden.

Dass oft danach dann keine Antworten mehr folgen nur noch Herzen / Likes für die Person, die mit diesen Satz ein Punkt gesetzt hat. Weil andere denken ach ok ich muss mein Wissen ja gar nicht mehr beifügen da hat ja schon wer den Punkt gesetzt. Das ist so falsch oder?

Verstehst du was ich meine? Ich sehe das nur von außen und ich ziehe meinen Hut vor jedem von euch allen, dass ihr so mutig und positiv durchs Leben geht!

Jedoch ist dieser Satz ganz ganz übel auch wenn es jetzt sicher heißen wird „Ja aber es ist doch nunmal so“ klar weiß man sagt einem jeder Arzt und jeder Neurologe und Hausarzt überall zu jeder Zeit.

Die Hoffnung auf Lösung und Hilfe die man hier in so einem Forum jedoch sicher auch verzweifelt sucht bricht dann dieser Satz jedoch in tausend Teile. Weil er null hilft außer zu sagen ja ok du hast jetzt ne Diagnose aber niemand sagt dir was zu tun ist weil es angeblich niemand weiß, dabei gibt es über 2 Millionen Menschen die genau wissen was läuft und was man tun kann und was man lieber sein lasse sollte.

Oder „lassen wir mal alles so wie es ist“ holy shit was ist denn da los? Ich wollte mit meiner Idee hier ja nicht die Funktion des Forums kaputt machen oder irgendwas ändern, ich wollte nur Betroffenen und vielleicht auch Angehörigen die verstanden haben, dass Schwarmwissen doch 1mio mehr helfen kann statt ein oder zwei Leute, die gerade online sind, einen einfacheren Einstieg bauen.

Ich verstehe auch, dass der ein oder andere sich vielleicht Gedanken macht um diesen Ort hier der einen gewissen Halt geben kann und es tut mir leid, wenn ich da irgendeine Sorge oder Angst getriggert habe, das wollte ich auf keinen Fall wirklich nicht!

Ich wollte nur möglichst vielen, inklusive mir und meiner Frau, sowie denen die noch in den nächsten Jahren sicher leider folgen werden irgendwie eine kleine Hilfe bauen, da diese typischen Forumsuchen technisch nunmal eine Katastrophe sind wenn man nach einem Stichwort sucht und der gleichen Post dann 50 mal als Ergebnis auftaucht.

Ok sorry für die lange Rede hier. Ich wusste nicht wie ich das kürzer hinbekomme daher hab ich’s einfach mal so vom Herzen runtergeschrieben hoffe ihr versteht den Kern des langen Textes :slight_smile:

LG

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Ich freue mich für deine Frau, das sie einen starken Kämpfer an ihrer Seite hat! :wink:
Deinen Wunsch verstehe ich.
Es wurde hier schon oft probiert Erfahrungen zu sortieren und zu bündeln.

Meiner Meinung nach gibt es kein Handbuch mit Empfehlungen wie es genau mit deiner Frau am besten weitergeht. Es gibt nicht die eine Sache die du machen kannst damit sich alles zum guten wendet.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir nur sagen, alles zu seiner Zeit. MS ist kein Sprint. MS ist dein lebenslanger Begleiter.
Du kannst es annehmen, durchatmen und versuchen so gut du kannst damit zu leben.

Und was hilft, werdet ihr nur durch ausprobieren, hinfallen, wieder aufstehen und weitermachen herausfinden.

Deine Ohnmacht verstehe ich. Atme!
Und vorallem lass deine Frau entscheiden und unterstützte sie.

Bereits dich auf den Marathon vor. Verschwende deine Kraft nicht für Dinge die du nicht ändern kannst.
Und sei dankbar für all die wunderbaren menschen die ihre Erfahrungen hier teilen.

Alles gute für euch!

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Schwarmwissen…

Wie funktioniert ein Schwarm?
Sagt da der Delfin den Sardinen wo sie hin schwimmen sollen?

Sorry, hab gerade Bilder im Kopf… :yum:

Manchmal ist der Weg das Ziel.
Wenn du eine Frage hast, gib sie in der Suchfunktion ein und freue dich über viele Antworten die vielleicht gar nichts mit deiner ursprünglichen Frage zu tun haben, aber dir Antworten auf ungestellte Fragen geben bevor du überhaupt auf den Gedanken kommst.
Und es gibt hier so viele bewegende Lebensgeschichten die dich inspirieren können…

Mal anders abbiegen und Pause machen.

Das Leben. Wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

:two_hearts:

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Daisy
Deinen Post finde ich mal richtig schön und kann ich nur so unterschreiben. Ich bin ja selber noch MS-Neuling quasi, aber seit ca 2 Monaten hier ständig am lesen.
Von einem Thread klicke ich mich plötzlich zum nächsten zufällig angebotenen… und lerne so nicht nur unfassbar viel auf Fragen die ich noch gar nicht hatte, wie du so schön sagst, sondern verliere auch immer mehr Angst…
Natürlich hab ich nach wie vor Angst und Panikmomente, weil mein Schub/Diagnose mich halt sehr plötzlich massiv erwischt hat, und ich habe auch immer noch vor wieder voll zurück auf die Füße/ins aktive Leben zurück zu kommen. Aber ich habe hier schon so viel von Leuten gelesen, die eben nicht mehr “zurück auf die Füße” gekommen sind, und ich aus ihren Posts lerne: Hey, dass Leben kann trotzdem schön und reich sein.
Man muss halt einiges umdenken/anders machen… und so versuche ich gerade auch in meinem Denken umzulernen… während ich also daran “arbeite”, wieder auf die Füße zu kommen, fange ich auch schon an zu überlegen was ich langfristig umändern/planen muss, wenn nicht. Oder wenn ich zwar jetzt wieder fit werde, aber ein Schub in 5 Jahren mich in den Rollstuhl schmeißt… mit solchen Gedanken werde ich mich wahrscheinlich noch länger befassen, bis ich meine Diagnose/Situation “verarbeitet” habe.
Kann aber jedem passieren, den ein Auto erwischt. Wir sind in der “priviligierten” Lage vorgewarnt zu sein. Und so ziehe ich Ratschläge, Erfahrungen und die Art, wie andere schwer betroffene mit ihrer Situation leben aus dem gesamten Forum, auch wenn ein Post gerade nicht komplett auf meine Situation passt. Kann eines Tages ja trotzdem eine ähnliche Situation haben.

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So individuell die Verläufe so individuell die Herangehensweise.

Aber konkret lässt sich vielleicht raten: Stress vermeiden, Ruhe bewahren, positives Denken beeinflusst Behandlungserfolg und eigenen Umgang mit der Krankheit

Symptome angehen oder akzeptieren je nach dem was noch möglich ist
(zB Symptome der Motorik mit Physio, Bobath wurde schon angesprochen, Joga, je nachdem ob Grob oder Feinmotorik gezielte Übungen zB kann man stricken wenn die Symptome in den Händen sind, tankboy würde wohl eher zocken vorschlagen :rofl:)

hat man kognitive Beschwerden Aufmerksamkeitsübungen, Memory spielen usw. )

hat man Sprachbeschwerden Logopädie,

Ggf. Schmerzambulanz

Es gibt halt so zahlreiche Symptome bei MS und 1 Mio Möglichkeiten, sie anzugehen. Kreativ werden bei Übungen, das können Gesellschaftsspiele sein, Tanzen, Beckenbodentraining, Spazieren gehen, aber vielleicht ist das alles gar nicht möglich, vielleicht gehen nur Übungen im Bett :woman_shrugging:
Genau aus diesem Grund gibt es keine sortierte Liste mit Übungen (wo sollte man auch anfangen und wo enden 🫣)

Generell lässt sich noch festhalten:
gesunde Ernährung beachten (hier genauer hinschauen, was man verträgt ggf Milch und Fleisch können Symptome verschlimmern, tyraminhaltige Nahrung können bei einigen MS-Medikamenten zur Wechselwirkung führen),

natürlich nicht rauchen

Das sind die Allgemeingültige Dinge, alles andere ist wohl individuell (ob man beispielsweise eine medikamentöse Behandlung möchte, wo die Läsionen sind und was das für Symptome macht)

Mein letzter Schub ging voll auf mein Gangbild. Wie bin ich damit umgegangen: ich habe meinem Körper die Ruhe gegeben. Eigentlich habe ich gar nichts gemacht außer meine Aufgaben deligiert, mir keine Sorgen gemacht und nach 3 Wochen war die Remission von ganz alleine da. Weiß jetzt nicht, ob mein Erfahrungsbericht irgendwie hilft :thinking::woman_shrugging:

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Hi DerKarl,

ich geh mal auf ein paar Punkte ein…

Bei mir ging es von den ersten Symptomen bis zum MS Verdacht 7 Jahre und dann nochmal 2 Jahre bis zur Diagnose.
MS ist nicht so einfach festzustellen, wie etliche andere Krankheiten auch nicht, da braucht es halt die Zeit.
Und lieber die Zeit als Fehldiagnosen mit teilweise irreversiblen Behandlungen.

Physio ist bei MS auch sehr wichtig, wie auch Sport, nur braucht es halt eine Physio die sich damit auch auskennt, hier muss man halt suchen.

Ich war bei der Diagnose noch keine 20… und als Frau kann ich dir sagen, das eine Eisenanemie häufig vorkommt, und auch der Vitamin D Mangel ist bei Frauen häufiger, weil Frauen viel häufiger einen UV Schutz auftragen als Männer…

Versuch zu leben, ihr müsst euren Weg finden, egal wie die Krankheit heißt. Zuviel Info kann auch schädlich sein, bis hin zu Widersprüchlich und Kontraproduktiv.

Kesimpta bekommst du mittlerweile ganz einfach, da reicht eine sehr leichte Form der MS aus und schon gibt es das, ob es wirklich gebraucht wird, steht auf einem anderen Blatt.

Etliche machen gar keine Therapie und merken von der MS auch nichts…wer soll dir sagen, wie das geht… es kann keiner.

Die wollen nur Geld verdienen und halten ausschau nach Leuten die auf der Suche sind und DIE Lösung haben wollen, dabei gibt es das gar nicht.

Du hast halt x^n Ursachen und Möglichkeiten. Wie willst du das hinbekommen?

Man weiß seit fast 30 Jahren, das es nicht DIE MS gibt, sondern mind. vier verschiedene Ursachen für das Entstehen einer MS.

Deswegen wirken auch nicht alle Medikamente gleich gut oder überhaupt.

Deswegen, findet euren Weg, gute Physio und gute Ärzte können dabei Helfen, leider sind diese halt auch nicht immer an der nächsten Ecke zu finden.

Grüße
LucyS

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Lieber Karl,
du hast dir mit deinem langen Post vom 3. Februar viel Mühe gegeben, und ich höre heraus, dass du dir wünschst, dass die Leute, bei denen die MS mutmaßlich aus nachvollziehbaren Behandlungsschritten eher milde verlaufen ist, euch an ihrem Behandlungsweg teilhaben lassen (komplizierter Satz). Du kannst nicht so ganz nachvollziehen, warum hier nicht mehr Rückmeldungen folgen.
Eine Rückmeldung aus meiner Sicht möchte ich euch gerne geben, vielleicht am ehesten, damit ihr die Zurückhaltung besser einordnen könnt.
Ich beschreibe meinen eigenen Weg, daran kann man sehen, wie individuell die MS verläuft und die die richtige Reaktion auf die Diagnose nicht so einfach übertragbar ist.
Der Tenor der bisherigen Antworten auf dein Ersuchen ist: die MS ist eine höchst individuelle Angelegenheit. Das ist aufgrund meiner Erfahrungen nicht nur eine Floskel!
Mein Verlauf: Diagnose 1982 (mit 25), jetzt bin ich 68. Sofort nach der Diagnose habe ich begonnen, Fachliteratur zu lesen. Was ich da herauszulesen glaubte: MS ist eine Zivilisationskrankheit. Entsprechend habe ich reagiert und mir gedacht, also lebst du besser unzivilisiert, naturnah. Gegen alle Warnungen meiner Umgebung habe ich meinen Lehrerberuf nicht weiter verfolgt und bin Landwirt und Winzer (Bio-Anbau in Steillagen -viel Handarbeit) geworden, vor allem, nachdem ich eine Frau kennengelernt hatte, die mich zusammen mit meinen künftigen Schwiegereltern darin unterstützt hat. Verdienstmöglichkeiten eher mau, ich habe an meinen Weg geglaubt. Viel Bewegung, sehr viel Sonne, gesunde Ernährung. Nach Berufswechsel und Hochzeit hörten die Schübe (7 Stück bis dahin, hinkendes Bein bildete sich jedesmal von allein zurück, Gefühlsstörungen am ganzen Körper und sehr eingeschränkte Potenz blieben für immer).
Jahrzehntelang konnte ich schwere körperliche Arbeit verrichten. Medikamente nehme ich bis heute keine (anfangs ein paar Mal Kortison, etwas andere gab es sowieso nicht), ich dachte ich wäre über den Berg.
Im Laufe der Zeit kamen noch manche Symptome dazu, v.a. undichte Blase, schnellere Erschöpfbarkeit u.a…Mit 58 musste ich aber dann doch meinen Betrieb aufgeben, relativ plötzlich war meine Kraft zu Ende.
Bis heute kann ich allerdings noch einige km gehen, ca. 2 Stunden am Stück im Weinberg arbeiten. Aus der Umgebung sagen alle, dass ich großes Glück gehabt hätte. Ja, sehe ich auch so. Aber gibt es dafür einen Grund? Wer weiß es?
Ich nehme an, dass es bei anderen, die die MS eher gnädig durchlebt haben, noch ganz andere Lebenswege gibt, aber kann man daraus eine allgemeine Empfehlung ableiten? Ich tue mich damit sehr schwer, ich schreibe hier vor allem deshalb, um euer Verständnis für das beklagte Schweigen zu wecken.
Wünsche euch alles Gute - Christoph

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Ich kann nur sagen, dass es bei mir nicht besser wird mit dem Gangbild, aber meine Einstellung hat sich geändert.
Physio, Ergotherapie, alles hilft mir, aber besser wird es nicht.
Mir geht es gut, weil ich es angenommen habe. Ich mache soviel wie möglich ohne Rollator, da ich mitten im Ortskern wohne, ist es auch halbwegs möglich. Ansonsten ist mein Rollator mein bester Freund, ich bin dankbar und sogar glücklich, ihn zu haben. Er heißt Rolf :smile:

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