Sie sieht auch alles was unten ist und bringt dann das nötige Zubehör mit und arbeitet sehr selbstständig. Ob es mal der Bettkasten, die Gefrierkombi, die Dunstabzugshaube, die Badfliesen u.a. ist- ich bin ihr dafür sehr dankbar. Im Gegenzug darf ich ihren Schriftkram machen und ggfs. bei den Behörden anrufen, was ich gern übernommen habe.
Mich strengt der Haushalt nur in der Weise an, dass ich immer alles perfekt haben möchte. Ich habe aber drei Strategien entwickelt, wie es leichter geht:
- Inselputzen. Das heisst, dass man nur einen bestimmten Bereich oder Zimmer am Tag reinigt.
- Alles was man 1 Jahr oder länger nicht benutzt hat, kann weg (spenden, verkaufen, verschenken). Ausnahmen sind natürlich wirklich wichtige Dinge. Je weniger Dinge man hat, desto weniger muss man sich kümmern. Alles andere kommt in Boxen/Kisten/Schränke. Es nervt, jedes Mal die Oberflächen im Badezimmer abzuräumen wenn man den Bereich reinigen will. Keinen Teppichboden und sparsam mit Textilien umgehen. Textilien tragen zur Staubentwicklung bei und müssen regelmässig gereinigt werden.
- Ruhig in Haushaltsgeräte/Helfer investieren. Ich habe auch einen Swiffer, allerdings benutze ich nur einen normalen Lappen (trocken oder nass). Der Swiffer ist leicht und sehr beweglich. Damit geht das Bodenreinigen ruck-zuck.
Mein Therapeut sagte mal vor langer Zeit zu mir: was sehen/denken sie, wenn sie zu Besuch sind, und man sagt ihnen, entschuldige, ich habe noch nicht sauber gemacht?
Und ehrlich, ich achte nicht darauf, ich bin ja wegen der Person da!
Das nimmt den Druck. Ein anderer Tip von ihm, bezüglich der Fatigue: wenn ihnen etwas in den Kopf kommt, stehen sie auf und fangen an. Und wenn es nur der Kaffeebecher ist, der in die Spülmaschine muss!
Auch das hilft mir
Ja, er meint wahrscheinlich, besser eine Tasse spülen, als gar nichts machen.
Mir geht es genauso. Mag es auch perfekt haben.
Ich mache es wie du. Nicht alles an einem Tag. Wenig Kleinteile / Deko auf dem Möbeln. 
Wovon ich nicht wegkomme ist, dass ich gerne zum Wochenende saubermache.
Vielleicht meint er auch so etwas:
Wenn man einfach mal anfängt und ausprobiert, ob etwas geht, stellt man gar nicht so selten fest, daß mehr geht als man zunächst gedacht hat. Zumindest ich habe die Erfahrung gemacht.
Sollte man dann feststellen, daß wirklich gar nichts geht in diesem Moment, kann man ja wieder aufhören.
Ja, ist wahrscheinlich auch eine Möglichkeit. Bei mir weiß ich das schon am Morgen oder abends davor.
Auweh, ich hab Monat gelesen 
Sorry, muss leider nachfragen. Was weißt du schon am Abend zuvor oder am Morgen? Ich verstehe nicht, wie du das meinst.
Das, was ich beschrieben habe, ist eine spontane Sache: Man bekommt einen Impuls, eine Idee, und dann fängt man gleich an.
Wie passt das zusammen, daß du das schon am Abend zuvor oder am Morgen weißt? Dann ist es ja nicht mehr spontan. Das verstehe ich nicht 
Haben wir uns vielleicht falsch verstanden?
Das Inselputzen finde ich auch eine Möglichkeit. Nur hab ich dann das Gefühl, jeden Tag mit Putzen beschäftigt zu sein. Möchte man nicht auch mal “Nichts” tun? V.a. ich arbeit ja z.t. noch 5h/Tag unregelmässig aufgeteilt auf den Monat. Alleine das Waschen braucht viel Zeit und Energie. Und dann noch tgl. irgendetwas zu putzen, da fehlt mir leider die Motivation.
Hallo, es geht um die Fatigue. Briga" hat ja ihre Fatigue erwähnt. Einen Tag vorher habe ich Kopfschmerzen/Migräne. D.h. die Fatigue ist den nächsten Tag sehr schlimm. Spontan geht bei mir nicht mehr. Mal eben auch nicht. Wenn ich morgens aufstehe, kann ich manchmal nicht mehr.
cdeckel, danke für die Erklärung. Jetzt verstehe ich 
Ja, solche Tage gibt es auch,
Diese nach Impuls handeln funktioniert gut. Heute morgen habe ich wieder mal eine Stunde geschafft, etwas zu tun deswegen
Das Inselputzen kann man auch auf das Waschen beziehen. An einem Tag waschen, der andere Tag Boden und dann wiederum Oberflächen etc. Ich arbeite in Vollzeit und nehme mir am Tag ca. 30 Minuten Zeit, am Samstag etwas mehr. Ich mag putzen allerdings, es entspannt mich.
Tipp: Mit dem Swiffer und Staubtuch die Wände reinigen. Man glaubt gar nicht, wie viel sich an den Wänden ansammelt. Auch so wenig Pflanzen wie möglich haben. Die Blumenerde verteilt sich als Taub überall und Pflanzen nehmen Platz weg - und machen zusätzliche Arbeit. Mit zu viel Pflanzen im Raum sieht es schnell unordentlich aus.
Klar, wenn man unter Fatigue leidet bringen die besten Tipps nichts. Da würde ich mir Hilfe suchen.
Oh wie schön! Magst mal vorbeikommen?
Wir würden uns wunderbar ergänzen…
(War als Spaß gemeint)
Ich schreib mich auch auf die Warteliste 
Eigentlich hatte ich heute früh ein Termin. Mein Plan war, danach ein Teil der Wohnung zu putzen.
Kurz bevor ich loswollte, wurde er abgesagt. Ach, dann kannst du ja gleich anfangen. Bevor ich damit gestartet bin, noch das Bett neu bezogen. Staubt ja auch.
Dann angefangen. Geht gut, mach mal weiter. So ging das bis heute Nachmittag bis ich mit Wischen fertig war. Nicht nur damit, auch ich bin fertig.
Selbstgemachtes Leid. Trotzdem bin ich froh, dass ich damit für die Woche durch bin.
Super, dass du es durchgezogen hast 
Ich war heute beim Sport und dann hab ich endlich meine geplante Kürbissuppe gekocht. Dannach war ich fix und fertig bis ich los musste, um meinen Sohn von der Kita abzuholen, um mit ihm einen schönen Nachmittag zu verbringen.
Aber morgen werden die Bäder geputzt 
Sehr gerne
(ernst gemeint). Es kommt ab und zu vor, dass ich für andere putze. Wenn ich fitter wäre, würde ich das sogar vielleicht beruflich machen.
