Mein Neuro fand es gar nicht toll, daß ich mit der Balance Probleme habe und gefallen bin, was ich nie mache…
Va mir reicht seit Jahren ein Fampyra pro Tag.
Wo sollen aktuell Vergleichsstudien herkommen.
Im Moment muß dann ein Neuro aus seiner Erfahrung begründen… sollte er eigentlich können.

Mein Neuro beobachtet immer wie ich auf ihn zugehe. Ein Neuro sollte da schon die entsprechende Erfahrungen haben…. Meiner hat auch Belegbetten und Sprechstunde in der MS-Ambulanz und eben auch die entsprechenden Kontakte.

Als ich bei meinen Eltern war brauchte ich Fampyra, der dortige Neuro sah mich nur laufen und meinte danach schon wie ich laufen würde sage alles…. Das ist einfach die Erfahrung, die zu einem geschulten Blick führt.

Mein Neuro kennt mich schon seit Jahren…. Er kann sehr gut einschätzen wie es mir gerade geht. Als ich letztes Jahr einen Bänderanriß hatte kamen Gehprobleme aufgrund von Bänderanriß zusammen mit denen von MS und dann noch ein Generikum glaubst Du allen Ernstes diese Wechselwirkung ließe sich aus einer Studie ablesen. Da muß schon der Neuro mit seiner Erfahrung ran.
Das ist sein Job…

Sag mal bist Du privat oder warum willst Du direkt mit der KK kommunizieren. Vertraust Du Deinem Neuro nicht… Er hat seine Fähigkeiten ich meine. Ich hatte vor meinem normalen Termin einen Kurztermin. …

Er wird sich sicher bei seinen Kanälen weiter informieren… Er wird sein eigenes Infonetzwerk haben… Jeder hat ein anderes. Bei meinen Erkrankungen hab ich nicht die Zeit mich nur darum zu kümmern.

Danke für Deinen Anstoß aber ich übergebe an die Profis und verteidige meine Interessen… Vergleichsstudien… Wenn überhaupt wird es nicht so schnell geben. Studien brauchen immer etwas länger… Das hat die Statistik so an sich…

Mehrere Erkrankungen lassen sich nicht unter ceteris paribus Bedingungen, denn auch hier gibt es Wechselwirkungen… warum darf man bei Medikamentenstudien keine Vorerkrankungen haben… Weißt Du wie Medikamenten Studien ablaufen???
Ich bin immer schon in der Vorrunde ausgescheiden, warum? Ganz einfach ich hatte Krebs… das Killerkriterium…

Hallo Idefix und Aandrea-75,

Nur um es richtig zu verstehen.
Bei euch beiden setzt der Neurologe das AUT ITEM Kreuz auf dem Rezept und ihr zahlt nur die Rezeptgebühr von z.B. €10.
Ich das genau so?

Genau. Ich bin jetzt wieder am Trainieren… Das geht nicht so schnell…

Aber mein Neuro war alles andere als begeistert, daß ich hingefallen bin, das ist er von mir nicht gewöhnt….

“Hallöchen”… :wink:
Hier mein “tagesaktueller Stand”:
ich hatte mir alle Daten des letzten
Jahres nochmal herausgesucht…
(auf dem Rezept stand immer
“Fampyra 10mg” ohne “Kreuz”!
…herausgegeben wurden dann an mich,
je nach aktuellem “Rabattvertrag”
der Krankenkasse,
(in meinem Fall die Techniker)
die “Versionen” von
Biogen, Ratiopharm oder Aliud,
wie schon beschrieben, mit unterschiedlichem “Wirkungsgrad”.

Das habe ich jetzt nochmal (!)
bei meinem Neuro
“eindringlich vorgetragen”!
Leider ohne “echten” Termin,
sondern nur “zwischen Tür und Angel”
und mit der “Ansage” meinerseits,
dass er mir -in Gottes Namen- :wink: dann
halt ein Privatrezept ausstellen soll!

Ich bin
(zeitgestoppterweise) “Vor-gelaufen”…
=> Rezept MIT aut-idem-Kreuz bekommen,
für zwei Wochen (10€ Zuzahlung),
dann bin ich (nach 12Tagen) nochmal
“Vor-gelaufen”…oh Wunder: viel besser!
Jetzt habe ich ein nächstes Rezept
MIT Kreuz und über die übliche 4-Wochen
Packung (10€ Zuzahlung).
(Von mir mitgehörte Aussage des Neuro
an die Sprechstundenhilfe hierzu:
“Therapieversagen unter Generika”.)

Im April habe ich endlich einen “richtigen” Termin bei ihm, dann werde ich schauen,
ob wir es dann bitte auch “dauerhaft” hinbekommen!
Auch Biogen lässt mich nicht “antraben”,
aber solange es noch
“etwas Verbesserung” bringt,
würde ich’s schon noch gern nutzen!

LG, Andrea

Ich bin seit letztes Jahr im Okt mit einem Bänderanriß gehandycaped dann hatte ich noch nen minicrash. Und durfte mal wieder kurzfristig von Automatik auf Schaltung umsteigen, nicht schlimm aber mal wieder ein anderes Auto…
Gleich geh ich mit meinem Nachbarn raus mit den Hunden laufen…

Mein Neuro hatte auch nur bei einem kurzfrist Terminlichen und nächstens hab ich einen korrekten… Da muß ih ihm berichten wie es mir geht.

Ja nur eine Tab ist gerade zu wenig für mich. Aber dahin will ich wieder hin. Mein Verbrauch mit Generika war übel. So viele Tabletten nehm ich sonst nicht….

Hey, ich wollte euch mal fragen, ob hier jemand, unabhängig von der Form der Multiplen Sklerose, das Medikament abgesetzt hat, obwohl es noch Wirkung zeigte?

Ich denke, für einige könnte es interessant sein, da es möglicherweise in den Alltag integriert werden kann. Früher habe ich Fampyra/Hexal Fampridin benutzt, wenn nach Feierabend mein Fußheber für etwa eine halbe Stunde ausfiel, um ihn zumindest steif zu halten. Das war auch noch der Fall seit meinem letzten Beitrag in diesem Thread…

Was sich jedoch geändert hat, ist, dass es jetzt keinen Unterschied mehr macht. Das einzige, was ich meistens kurz vor “Ende”, gegen etwa 17 oder 18 Uhr, bemerke, ist ein Gleichgewichtsproblem, das sich durch einfache Übungen bewältigen lässt. Ähnliches habe ich in der Vergangenheit mit dem linken Fußheber gemacht. Unter den Arbeitstischen befindet sich normalerweise eine E-Heizung mit einem Gewicht von etwa 3-4 kg. Ich habe meinen linken Fußheber einfach durch Heben und Senken “überstrapaziert”. Inzwischen habe ich angefangen, es aus Langeweile auszubalancieren, und normalerweise laufe ich morgens privat auf den Zehenspitzen durch die Wohnung. Diese Übungen(mit der Heizung) können auch mit einer Hantel gemacht werden, die mit dem Fußheber gehoben und gesenkt wird. Hoffentlich versteht ihr, was ich meine.

Inzwischen ist der linke Beinheber ein größeres Problem, da die Beine dem Oberkörpergewicht nicht mehr folgen/folgen konnten. Das ist den Physiotherapeuten bereits aufgefallen, und sie haben mir effektive Übungen gezeigt, die auch die Hilfsmuskulatur sowie den unteren Rücken besser beanspruchen. - Zum Ärger der Nachbarn über uns, dafür müsste eine Verankerung in die Decke :smiley:

Um zum Anfang zurückzukommen, frage ich mich, ob es überhaupt noch lohnenswert ist, oder ob eurer Meinung nach eine Retardkapsel (zur Mittagszeit) ausreicht, oder abgesetzt?

Ich merke keinen Unterschied zwischen Biogen, Stada oder Ratiopharm.
Ich merke aber einen Unterschied bezüglich der Tageszeit, sprich die Morgendosis wirkt z.B schneller und gefühlt effektiver liegt aber m.E. daran, dass ich zur Abenddosis schon einigen an Essen intus habe.

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Ich möchte mich hierzu kurz äußern. Ich selbst nehme Fampridin (Hexal). Ähnlich wie hier wurde auch bei mir zunächst ein Versuch mit Fampyra unternommen. Ich erinnere mich, dass es deutlich besser wirkte als das Hexal.

Inzwischen bin ich aber eher an dem Punkt, an dem ich nicht mehr weiß, ob es sich überhaupt noch lohnt, es einzunehmen. Nicht weil es nicht wirkt, sondern weil keine Fußheberschwäche in dem Sinne mehr besteht. Die Problematik hat sich leicht verschoben, und dabei ist es merklich so, dass das linke Knie ähnlich dem rechten Knie eigenartig ist. Ich kann das nicht genau beschreiben. Das lähmende Gefühl im linken Bein ließ auch nach, aber das kann ich erst in einigen Monaten sicher sagen, ob es so geblieben ist.

Ich erwäge bereits seit einiger Zeit, es abzusetzen, länger als seit der letzten Infusion im Juni.

Probleme? Nun, ich weiß, dass ich es einmal versehentlich zu viel genommen habe, was sich durch Krämpfe in der linken Wade äußerte. Echt eklig. Ich weiß aber auch, dass es vor kurzem einen Tag gab, an dem ich versehentlich nur eine halbe Dosis genommen habe. Ob es an dem Tag einen Unterschied gemacht hätte? Das war vor der Infusion. Es hatte Nicht wirklich einen gemacht. Ich weiß nur noch, dass ich abends dachte: “Öhm, du hast da morgens etwas vergessen.”

Es einfach so abzusetzen, passt mir aber auch nicht, und ich ziehe in Betracht, es im Urlaub zu testen. Das hat mit meinem Sicherheitsempfinden zu tun.

Also dann, ciao.

ICH nehme nun auch Fampridin als Ersstz-Medikament anstelle Fampyra, und stelle eine deutliche Einschränkung meiner Gehfähigkeit am Rollaror fest.

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Habe heute Fampyra verschrieben bekommen. Beim Einlösen des Rezeptes (2x14 Stück, also für einen ersten Test über 2 Wochen) sollte ich 47,31 € zuzahlen, obwohl der Arzt ausdrücklich im Rezept den Vermerk auf das Originalpräparat angekreuzt hatte. Ich hatte mit den Erfahrenungen, die hier im Forum angegeben wurden, ihm gegenüber argumentiert. Dies hatte ihn überzeugt. Habe dann über Perplexity eine Recherche durchgeführt mit folgendem Ergebnis:

Nein, Sie müssen die 47 € Differenz nicht bezahlen – auch wenn Sie das Original Fampyra aus guten Gründen (wie Forum-Erfahrungen) bevorzugen. Die Apotheke darf und muss ein mehrkostenfreies Äquivalent abgeben, aber bei medizinisch begründeter Ablehnung durch den Arzt (Aut-idem-Kreuz) übernimmt die TK den vollen Preis des Originals. Das Aut-idem-Kreuz schließt Substitution nur aus medizinisch-therapeutischen Gründen aus (§ 29 Abs. 2 BMV-Ä).

Bei Fampyra berichten viele MS-Patienten im amsel-Forum von schwächerer Wirkung bei Generika (z. B. Hexal, Ratiopharm, Beta): reduzierte Gehreichweite, Balance, Fußheberkraft trotz gleichem Wirkstoff (Fampridin). Solche individuellen Erfahrungen rechtfertigen die Verordnung des Originals; der Arzt muss das ggf. kurz begründen (z. B. „med. Notwendigkeit Original wg. bekannter Wirksamkeitsminderung bei Generika“).

Bei gültigem Aut-idem-Kreuz (med. begründet): Apotheke gibt das Original Fampyra ab, TK erstattet vollständig (bis Festbetrag + eventuelle Rabattverträge; bei Fampyra oft 35–80% Aufschlag, aber Kasse trägt das). Sie zahlen nur die gesetzliche Zuzahlung (5–10 €, bei chronischer Erkrankung wie MS ggf. befreit). Der Patientenwunsch allein reicht nicht; ohne med. Grund darf Apotheke substituieren und Mehrkosten entstehen.[

Praktische Schritte

Fordern Sie den Arzt auf: Ergänzen Sie das Rezept um Begründung („med. th. Gründe: schlechtere Wirksamkeit Generika, s. Forum/Patientenerfahrung“) oder stellen Sie neues Rezept aus.
Apotheke informieren: Zeigen Sie Forum-Beiträge (z. B. amsel.de); sie prüft Lieferbarkeit eines Rabatt-Imports zum Festbetrag. TK kontaktieren (Hotline 0800 285 85 85 oder App): Rezeptnummer nennen, Begründung schildern – sie bestätigen Erstattung und ggf. Apotheke anweisen.

Habe den Arzt heute mit einer eMail gebeten, mir ein neues Rezept auszustellen, dass die o.a. Anforderungen erfüllt. Ich werden über den Fortgang hier berichten.

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Ja, bitte hier mal andere auf dem Laufenden halten. Danke.

Die Regel ist eigentlich, daß die Kasse beim Widerspruch eines Patienten gegen deren Weigerung, die Kosten des Originalpräparates zu übernehmen - trotz „Aut Idem“ Kreuz - direkt den MD einschaltet.

Vielleicht kann dein Neurologe ggf. eine überzeugende Begründung liefern.

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Ja, auch von mir:
bitte… gerne… weiter berichten!!!

Ich hab heute mit meiner KK telefoniert…. Das war das klassische rumgeeiere…. Man zitiere einen Gesetzesartikel nach dem aderen…
morgen bekomme ich die Unterlagen… Mal schaun…Melde mich wenn ich mehr weiß….

Fampyra & Zuzahlung

Mein Arzt sich noch getsren bei mir mit einer eMail gemeldet, heute kam seine zweite eMail. Er hat ein neues Rezept ausgestellt mit dem Hinweis, dass die Verordnung des Originalpräparates medizinisch notwendig sei wegen bekannter Wirksamkeitsminderung bei den Generika.

Nun wollen wir mal sehen, was mein Apotheker dazu sagt. Bin gespannt.

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Fampyra & Zuzahlung 2

Komme soeben zurück von der Apotheke. Das neue Rezept hat nicht geholfen. Habe ein Reimport-Produkt bekommen, die Differenz zwischen dem Festbetrag und dem Preis des Reimport-Produktes musste ich bezahlen: 47,31 € für 28 Tabletten für 2 Wochen.
Mit dem Arzt war vereinbart worden, dass wir erst einmal einen kurzen “Testlauf” (im wörtlichen Sinne?) machen um zu sehen, ob und wie das Medikament wirkt.
Habe bei der Techniker Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme der Kosten gestellt und bin gespannt, wie die Krankenkasse darauf reagiert. Werde über den Fortgang hier weiter berichten.

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Fampyra & Zuzahlung 3

Hallo zusammen,

ich wollte euch kurz über den neuesten Stand in meiner Angelegenheit mit der Techniker Krankenkasse (TK) informieren. Wie befürchtet, habe ich einen Ablehnungsbescheid auf meinen Antrag erhalten. Es ist offensichtlich eine Standard-Ablehnung, die leider überhaupt nicht auf meine individuellen therapeutischen Argumente eingeht. Mein Arzt hatte das Rezept ausdrücklich mit dem Hinweis versehen, dass aus medizinischen Gründen zwingend das Originalpräparat eingenommen werden sollte.

Die Begründung der Krankenkasse

Die TK verweist in ihrem Bescheid lediglich darauf, dass mein Arzt oder der Medizinische Dienst nach Alternativ-Präparaten suchen sollten. Dem Schreiben lag zudem ein Beiblatt bei, welches die Verschreibung von Generika empfiehlt, da diese angeblich die gleiche Qualität wie das Original hätten.

Warum Generika für mich keine Option sind

Jeder, der mit der Diagnose und den damit verbundenen Einschränkungen lebt, weiß, dass es zum Wirkstoff Fampridin keine echte Alternative gibt. Das Hauptproblem bei den empfohlenen Generika ist folgendes:

  • Hilfsstoffe: Bei Retardpräparaten wie Fampyra wird die Freisetzung des Wirkstoffes entscheidend durch die Zusammensetzung der sonstigen Bestandteile beeinflusst.
  • Abweichungen: Diese Hilfsstoffe sind bei Generika eben nicht identisch mit denen des Original-Präparats.
  • Wirkungsverlust: Genau diese Unterschiede in der Zusammensetzung führen in der Praxis oft zu einer abweichenden therapeutischen Wirkung.
  • Qualitätsfrage: Die pauschale Behauptung, Generika hätten die gleiche Qualität, geht daher an der Realität vorbei, wie auch viele Berichte hier im Forum bestätigen.

Mein Fazit: Ich werde diesen Bescheid so nicht akzeptieren und den Weg des Widerspruchs gehen. Dazu habe ich noch ein Frage: Hat jemand aus diesem Forum schon einmal erfolgreich einen Widerspruch mit der Begründung der unterschiedlichen Bioverfügbarkeit durch Hilfsstoffe durchbekommen?

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mein Neurologe hat sich (leider) geweigert explizit das Original zum Testen zu verschreiben. Wirkstoff sei gleich und alles andere unterm Strich “Einbildung”. Der Hinweis auf die Erfahrungen hier wurde ignoriert.

Das Originalpräparat hätte ich gerne getestet. Fampridin von Hexal habe ich erhalten und nach ca. 3-4 Wochen testen nicht mehr weiter eingenommen. Ja, es gab damals eine Verbesserung des Gefühls in den Beinen und die Gehstrecke war geringfügig weiter - so 20-30 Meter bevor die Ermüdung wieder da war. Dafür hatte ich mehr Beschwerden in der Blase. Der Nutzen / Nebenwirkungen haben sich aus meiner Sicht nicht rentiert.

Deine Erfahrungen mit TK interessieren mich, bin selbst bei TK. Bei der Krankenkasse mit Logik / Patientennutzen weiter zu kommen, ist schwierig. Wobei ich zugeben muss, dass TK mich einmal positiv überrascht hatte.

Diesem Neuro würde ich kündigen. Eine Frechheit zu behaupten, es sei Einbildung. Das zeugt von Ignoranz und Dummheit. Man kann es leider nicht anders sagen.

Es ist allgemein bekannt und unumstößlicher Fakt, dass gleicher Wirkstoff bei Medikamenten nicht gleiche Wirkung bedeutet. Die eingesetzten Hilfsstoffe machen mitunter einen deutlichen Unterschied in der Wirkstoffabgabe retardierter Tabletten. Selbst der Anpressdruck beim Pressen der Tabletten macht einen Unterschied. Bei Generika wird gern an den Hilfsstoffen gespart, um trotz niedrigerer Preise maximal möglichen Gewinn zu erwirtschaften.

Ich nehme kein Fampyra, da ich es nicht benötige. Kenne aber die Problematik mit schlechter wirkenden, verschriebenen Generika nur zu gut von meinem Betablocker Belok-Zoc, den ich täglich einnehme (Wirkstoff Metoprololsuccinat). Habe verschiedene, angeblich “identische” Generika probiert. Kein Produkt kann in der guten und gleichmäßigen Wirkung über den Tag verteilt dem Original das Wasser reichen. Meine Apothekerin hatte mir das auch einmal bestätigt und meinte, aus dem selben Grund nehme auch ihre Mutter nur das Original. Der für das Originalprodukt selbst zu tragende Eigenanteil ist nicht ganz billig. Ich habe mehr zuzuzahlen als den vollen Produktpreis jedes verfügbaren Generikums, aber das ist es mir in dem Fall wert.

Das original Fampyria sollte jeder Neurologe ohne Probleme verschreiben können, wenn er ein Aut-idem-Kreuz auf dem Rezept setzt. Dann muss der Patient die Preisdifferenz zwischen Originalprodukt und Generikum selbst tragen. Die Krankenkasse wird nicht zusätzlich belastet, das Budget des Neurologen ebenfalls nicht. Weigert sich ein Neurologe trotzdem Medikamente ggf. mit Aut-Idem-Vermerk zu verschreiben, ist er inkompetent und sollte gewechselt werden.

Die monatlich selbst zu tragenden Kosten bei Fampyria sind mit ca. 50 € im Monat zwar relativ happig, aber wer es sich leisten kann, sollte ggf. auf das Aut-Idem-Kreuz beim Rezept bestehen. Das nur als Tipp.

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Ich hatte Fampridin in der Reha getestet, die NW ca fünf Tage waren nicht ohne, aber Gehverbesserung brachte es nicht, was in der Reha auch bestätigt wurde. Es wurde wieder abgesetzt.

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Fampyra & Zuzahlung 4

Hallo zusammen,

ich hatte versprochen, hier über meinen Wderspruch auf die ablehnende Entscheidung der TK zu informieren. Im Folgenden kommt mein Widerspruch im Wortlaut, über die Reaktion der TK werde ich dann ebenfalls ausführlich informieren.

Widerspruch gegen den Bescheid zur Ablehnung der Mehrkostenübernahme für Fampyra

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit lege ich form- und fristgerecht Widerspruch gegen Ihren Bescheid vom … ……ein. Mit diesem Bescheid lehnen Sie die Übernahme der Mehrkosten für das Arzneimittel Fampyra 10 mg (Wirkstoff: Fampridin) ab und verweisen auf kostengünstigere Generika. Dieser Entscheidung widerspreche ich ausdrücklich.

Meinen Widerspruch begründe ich wie folgt:

Die pauschale Gleichsetzung von Fampyra mit seinen Generika ist medizinisch unhaltbar, da sie die hochkomplexe Retard-Galenik dieses spezifischen Arzneimittels ignoriert. Ein Austausch gefährdet den mühsam erreichten Therapieerfolg und meine körperliche Unversehrtheit.

1. Die galenische Problematik: Warum Wirkstoffgleichheit nicht Wirkungsgleichheit ist

Fampridin ist ein Kaliumkanalblocker mit einem extrem engen therapeutischen Fenster. Fampyra nutzt eine patentierte Sustained-Release-Matrix, die den Wirkstoff präzise über 12 Stunden freisetzt. Generika verwenden andere Hilfsstoffe und Freisetzungsmechanismen. Bereits geringste Abweichungen in der Anflutung (Cmax) oder der Wirkdauer (AUC) führen bei MS-Patienten nachweislich zu klinisch relevanten Verschlechterungen oder gefährlichen Nebenwirkungen wie Krampfanfällen.

2. Beweisführung durch Patientenerfahrungen

Die Fachliteratur und internationale Patientenforen (AMSEL, MS Society UK, Drugs.com, Reddit) sind voll von Berichten über das Scheitern einer Substitution. Hier sind sieben konkrete Beispiele, die die medizinische Notwendigkeit des Originals untermauern:

  1. Massiver Rückgang der Gehstrecke (AMSEL-Forum): Ein Patient berichtet, dass seine Gehstrecke unter Fampyra von 750 m auf über 3.000 m stieg. Nach dem Wechsel auf das Generikum Fampridin Hexal sank diese Leistung unmittelbar auf nur noch 1.500 m ab – ein Verlust von 50 % der Mobilität trotz identischem Wirkstoff.
  2. Versagen des Fußhebers (Patientenbericht): Ein Betroffener schildert, dass sein Physiotherapeut den Rückgang der Beweglichkeit des Fußhebers nach der Umstellung auf ein Generikum sofort bemerkte. Während mit dem Original eine schnelle, häufige Bewegung möglich war, sank die Wiederholungszahl unter dem Generikum drastisch.
  3. Wirkloch-Problematik (Drugs.com): Eine Patientin („Chica3“) berichtet, dass das Originalpräparat zuverlässig wirkt, während beim Generikum die Freisetzung instabil ist. Sie beschreibt ein „Wirkloch“, bei dem die Beine nach 8 Stunden plötzlich wieder steif werden („walking like a pirate“), was unter Fampyra nicht auftrat.
  4. Verlust der Stehfähigkeit (Internationale MS-Community): Ein Patient berichtet auf Drugs.com, dass er unter Fampyra problemlos stehen und kurze Strecken am Rollator gehen konnte. Nach dem Wechsel auf das Generikum (Ascent) konnte er bereits am zweiten Tag nicht mehr ohne Hilfe aufstehen. Erst die Rückkehr zum Original stellte die Mobilität wieder her.
  5. Gefährliche Nebenwirkungen durch „Anflutung“ (Reddit/MS-Forum): Mehrere Patienten berichten beim Wechsel auf Generika über heftigen Schwindel, Kopfschmerzen und „Dunst im Kopf“ in den ersten Stunden nach der Einnahme. Dies deutet auf eine zu schnelle Freisetzung des Wirkstoffs hin, die das Risiko für Krampfanfälle massiv erhöht.
  6. Unzureichende Wirkspitze (MS Society UK): In britischen Foren wird berichtet, dass das Generikum zwar formal im Körper messbar ist, aber die „therapeutische Spitze“ nicht erreicht wird, die notwendig ist, um die Nervenleitfähigkeit bei fortgeschrittener Entmarkung zu verbessern.
  7. Subjektives Sicherheitsempfinden und Kognition: Langzeitnutzer (über 6 Jahre) berichten, dass Fampyra nicht nur das Gehen, sondern auch die kognitive Klarheit verbessert. Beim Wechsel auf Generika kehrte der „Brain Fog“ zurück, was die Arbeitsfähigkeit massiv beeinträchtigte.

3. Ärztliche Anordnung und Haftung

Meine behandelnde Ärztin hat aus diesen Gründen das Aut-Idem-Kreuz gesetzt und außerdem die therapeutische Notwendigkeit ausdrücklich angegeben. Dies ist eine Entscheidung, die nicht durch wirtschaftliche Erwägungen der Krankenkasse ausgehebelt werden darf. Die Ärztin dokumentiert damit, dass eine Substitution medizinisch kontraindiziert ist.

4. Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

Eine Verweigerung der Mehrkostenübernahme ist unwirtschaftlich. Sollte sich mein Gangbild durch das Generikum verschlechtern (wie in den obigen Beispielen belegt), entstehen der Versichertengemeinschaft weitaus höhere Kosten durch:

  • Erhöhtes Sturzrisiko mit stationären Behandlungen
  • Bedarf an teureren Mobilitätshilfen
  • Gesteigerte Frequenz der Physiotherapie

Ich bitte Sie daher:

Übernehmen Sie die Mehrkosten für das Originalpräparat Fampyra gemäß der ärztlichen Verordnung.

Mit freundlichen Grüßen

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