Ja, stimme dir weitgehend zu. Meine MS war noch aktiv zumindest regelmäßig neue Läsionen etc. vor Kesimpta. Unbehandelt wäre eher keine Option glaube ich - Argumente ähnlich deiner Neurologin.
Ich weiß das selbst nicht. Es gibt theoretisch die Option auf einen zweiten Zyklus falls es prima hilft, das hat auch Cosmo erwähnt. Sonst bin ich auch überfragt :laughing: mir fällt aber nicht ein, was direkt gegen Interferon, Copaxone, Tecfidera, Aubagio etc spricht, falls die Immunzellen wieder im normalen Rahmen sind, 4 Jahre rum und Aktivität wie neue Läsionen oder ein Schub auftritt. Ich denke daran (Aktivität), wird es dann hängen ob weiter therapiert wird.

Kesimpta depletiert oft sogar schon in den ersten 24 Stunden (nahezu) alle B-Zellen in der Blutbahn. Daher die Grippesymptome nach Spritze 1, die oft bereits bei Spritze 2 kaum noch oder schon gar nicht mehr auftreten. Ging mir aber gar nicht um die Pharmakodynamik von Kesimpta, sondern um ggf. a-typische Patienten mit besonders schneller B-Zell-Repletion.

Wenn depletierte B-Zellen in weniger als 4 Wochen wieder auf ein hohes oder normales Niveau repletieren, falls es das geben sollte, dass das bei jemandem so schnell geschieht, könnte Kesimpta den B-Zell-Spiegel nicht ununterbrochen auf dem für die (volle) Wirkung gewünschten Niveau halten. Dann wäre das Anwendungsintervall mit 4 Wochen zu lang. Falls eine Repletion z. B. nur 3 Wochen benötigt und der Wirkstoff aufgrund seiner Halbwertszeit sogar noch schneller verbraucht wäre, hätte man jedes Monat in der zweiten Monatshälfte möglicherweise zu stark steigene B-Zell-Spiegel. Mein Gefühl sagt mir, dass es eine derart schnelle Repletion wohl eher nicht gibt, aber kann man es ausschließen?

Bei Ocrevus ist das Phänomen bekannt. Mitunter bereits einige Zeit vor der nächsten Anwendung keine (volle) Wirkung mehr bei Patenten deren B-Zellen schneller bzw. in größerer Zahl repletieren als für den Zeitraum des halbjährigen Anwendungsintervalls allgemein üblich. Im Median 23 - 25 Wochen sagt im Einzellfall nichts zur tatsächlichen Repletionsdauer aus. Es gibt Leute, deren B-Zellen wesentlich schneller repletieren, bei anderen dauert es deutlich länger, mitunter bis zu mehrere Jahre. Klarheit bringt ggf. nur eine B-Zell-Zählung.

Wie schon öfter erwähnt, ist auch denkbar, dass ein B-Zell-Depletierer im Einzelfall nicht vernünftig wirkt, weil der Patient auf die spezifische Methode der Depletion unzureichend anspricht. Kesimpta depletiert vor allem über komplementabhängige Zytotoxizität (CDC), Ocrevus mehr über antikörperabhängige zelluläre Zytotoxizität (ADCC), Briumvi noch mehr über ADCC. In den klinischen Studien der Hersteller waren afaik überall einige Leute dabei, wo die Depletion nicht im gewünschten Maß erfolgte (was unterschiedliche Gründe haben kann).

2 „Gefällt mir“

Hallo und tagchen,.

das kann natürlich bei einzelnen Menschen beobachtet werden, aber daraus lässt sich keine typische Wirkung von Kesimpta ableiten. In den Studien waren Infektionen unter Ofatumumab durchaus häufig; etwa die Hälfte der Patienten berichtete im Verlauf eine Infektion, meistens banale Atemwegs- oder Harnwegsinfektionen.

Die Haupt Masse der Patienten klagen über diese klassischen Symptomanfälligkeiten.
Es ist nicht ausgeschlossen dass das Fehlen der CD20 keinen Einfluss auf die Immunabwehr des kompakten Immunsystem hat und benötigte Antikörper nicht replizieren kann.

Das Hauptaugenmerk muss sich unter den Therapien nicht auf die CD… konzentrieren sondern ganz wichtig ist der IgG Wert für die humorale Abwehrfunktion.

VG
und ich hoffe dass es positiv wirkt
:sunny: