Das müssen schwere Schmerzen sein
ich hab auch Mitleid… Pech beim Denken ist halt echt 'ne doofe Sache 
Nichts läge mir ferner, als dem herrlichen Geplänkel den Flow abzudrehen (@tournesol : Schreibe ich “flow” hier klein oder groß? Immerhin kommt es aus dem Englischen, wird hier aber in einem deutschsprachigen Satz verwendet…)
Ich konnte “dicht” kaum gehen (und damals (vor 10 Jahren+) war ich noch weit besser zu Fuß als heute)…
Über die entspannende Wirkung von Cannabis lässt sich also trefflich streiten 
Die meisten negativen Erfahrungen im Umgang mit Cannabis die mir zu Ohren gekommen sind, lagen entweder an einer zu höhen Dosis, oder dem Mischkonsum - also nachdem man sich Mut angetrunken hat, es zu probieren, das gefährliche Kraut 
Mit einer niedrigen Dosis hab ich noch nie von schlechten Erfahrungen gehört, in den letzten 35 Jahren. Aber das ist halt nur anekdotische Evidenz
also nur mein Eindruck…
Habe gehört, Leute mit hoher Toleranz auf Inhalation werden wieder wirklich richtig breit beim Konsum von Edibles. Es ist wohl eine Toleranzbildung auf die Konsumform.
Falls es der ein oder andere nicht mitbekommen hat, das GKV - Beitragsstailisierungsgesetz wurde heute im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und einige Neuerungen treten bereits morgen in Kraft - darunter die Streichung der Erstattung von Cannabisblüten. Es gab ja noch ein weitere Vorstoß der beschlossen wurde, Cannabis als Rezepturen ( Dronabinol und Extrakte ) werden auch nicht mehr erstattet, bzw.nur erstattet wenn man ein sechsmonatiger Therapieversuch mit einem Fertigarzneimittel ( z.B. Sativex ) erfolglos hinter sich hat.
Dürfte für viele , bzw. alle die aktuelle Cannabis konsumieren interessant sein, insbesondere das man nun auch nicht einfach von Blüten zu einem Extrakt wechseln kann, für viele bleibt da wohl nur der Weg über Sativex oder eine dauerhafte private Finanzierung ( die ich mir z.B.nicht leisten könnte ).
Eine Frage der Menge.
Mein Apotheker hat vorsorglich mehr Budgetsorten auf Vorrat genommen.
Da spricht man dann nicht von Preisen von 20€ wie bei einem Kassenrezept sondern von um die 5€ auf Privatrezept.
Trotzdem ist das Gesetz ne Sauerei
Ich hatte eh keine Kostenübernahme. Ich staune, dass einige hier es geschafft haben. Sonst höre ich immer nur, dass es nahezu unmöglich war. Kommt vermutlich auch auf den Arzt und die Krankenkasse an.
Eigentlich nicht, denn seit Oktober 2024 bedarf es keiner Genehmigung/ Kostenübernahme mehr.
Und die Cannabis Therapie mit Sativex war direkt/generell ohne Genehmigung möglich
Verschreibung ohne Vorbehalt der Kassen hat aber auch fast immer gleichzeitig bedeutet, keine Kostenübernahme. Was sich viele dann trotzdem nicht leisten konnten, die einen wirklichen medizinischen Bedarf hatten.
Sativex hab ich 2 Jahre genommen und bin wegen starken Nebenwirkungen zu Blüten gewechselt 2017. Ich hatte massive Schleimhautreizungen im Mundraum - wohl wegen dem Alkoholgehalt des Sprays.
Im Endeffekt ist - ohne jemanden dafür zu Verurteilen - der Hauptgrund wohl die “Genuss-Patienten”, dass wir nun in dieser Lage stecken. Andererseits wurden ja auch legale Bezugsquellen massiv von staatlicher Seite erschwert, wenn nicht sogar unterbunden.
Ich würde mich freuen, wenn ihr Erfolge meldet, wenn die Kostenübernahme in irgend einer Form weitergeführt werden kann bei euch, auf welchen Weg auch immer…
Das größte Problem war einen Arzt zu finden, bei dem beim Wort Cannabis nicht gleich die Jalousien runtergehen:
“Ich mach doch nicht ihren Dealer” hab ich nicht nur einmal gehört.
wer die zeit und muße und den platz hat: baut indoor an!
online wird einem alles erklärt was man wissen muss.
Das ist hier eher andersrum, mir wurde es als Alternative angeboten und ich habe erstmal auf das ausprobieren aller möglichen Medikamente gegen die Spastik bestanden und auch der Schmerztherapeut fragte mich als erstes wie ich zu Cannabis stehe und ob das für mich in Frage käme.
Aber ich habe es oft von anderen Betroffenen gehört, das einige Ärzte nicht so aufgeschlossen sind. Persönlich habe ich nur in der Reha negative Erfahrungen in Bezug auf Cannabis gehabt, zu dem Zeitpunkt Sativex genommen und der Stationsarzt meinte mach einen Blick auf meine Medikamentenliste, das Junkies hier nichts verloren hätten und ich das Sativex sofort abgeben muss…gut, war “nur” ein Internist, aber war natürlich der “perfekte” Einstieg.
Nicht unbedingt, durch die offizielle Legalisierung und dem dann anschließend Beschluss das es keine Kostenübernahme mehr braucht haben zumindest hier viele Ärzte ohne Kostenübernahme Cannabis verschrieben und zumindest was ich in aus Praxis meines Neuros und Schmerztherapeuten weiß wurde nicht einmal nachgehakt oder die Kostenübernahme verwehrt, allerdings betonen beide Praxen, daß sie das auch nur bei “entsprechenden” Patienten überhaupt verordnen, nur wegen Schlafstörungen bekommt da keiner ein Rezept.
Ich hatte jahrelang Sativex, danach eine Genehmigung/Kostenübernahme für Dronabinol gestellt und die wurde sehr zu Verwunderung meines Neuros abgelehnt. Er ist nach all den Jahren mit Sativex fest davon ausgegangen, daß es sofort genehmigt werden würde. Der Widerspruch war schnell durch, aber Dronabinol hat mir nicht wirklich geholfen. Dann kam ein Versuch mit einem Cannabisextrakt, was eigentlich hätte erst eine erneute Genehmigung bedarf hätten, aber mein Neuro meinte nur das nimmt er auf seine Kappe, falls die KK Probleme machen sollte ( hatte sie aber nicht ) und mit diesem Extrakt bin ich auch nicht klar gekommen. Durch einen Fach Cannabis Doc und meinem Schmerztherapeut bin ich bei dem jetzigen Extrakt gelandet, die Kostenübernahme wollte mein Schmerztherapeut auch beantragen, aber erst wenn man weiß das es Sinn macht, also nach einem Versuch, der über Privatrezept lief ( nur wenige ml ). Der Versuch mit diesem Extrakt war unmittelbar vor der " Genehmigungsfreiheit" im Oktober 2024. Der Versuch klappte, aber mein Schmerztherapeut, der mir das Privatrezept ausgestellt hatte war über mehrere Wochen im Urlaub. Hatte dan meinen Neuro kontaktiert, ihm von den Versuch erzählt und gefragt, ob er mir ein Kassenrezept ausstellen könnte, da ja jetzt auch Genehmigungsfrei und habe dies dann ohne zögern sofort bekommen.
Ich habe heute morgen auch mal mit meiner Kasse telefoniert, da es wohl nicht abschließend gesetzlich geklärt ist, wie das mit den “Bestandspatienten” bei Extrakten aussieht. Die erste "allgemeine " Sachbearbeiterin hat unter Vorbehalt meine Befürchtung bestätigt, das mein Versuch mit Sativex wohl zu lange her ist und ich daher um die weitere Kostenübernahme für mein Extrakt bangen muss. Sie meinte aber auch, das es oftmals eine Einzelfallentscheidung ist und sie mein Anliegen daher an die Fachabteilung weiterleiten wird. Heute Nachmittag dann ein Anruf der Fachabteilung aus dem Hauptsitz, ich brauche mir keine Gedanken zu machen, ich habe “Bestandsschutz”, man hat sich meine Unterlagen angeschaut, ich hätte ja schon viel versucht und wenn das jetzt aktuell so passt mit Extrakt ist das für alle Seiten die sinnvollste Lösung das die Therapie so weiter geführt wird und sie die Kosten auch weiterhin übernehmen. Ein entsprechendes Schreiben geht zur Info und Klarheit an meinen Neuro raus.
Interessant, es bleibt spannend.
Bei der Kostenübernahme musst Du definitiv was durcheinander bekommen haben.
Du hast zwar in sofern recht, das ein Arzt Dir trotzdem ein Kassenrezept ausstellen darf, aber sobald die Kasse die Übernahme verweigert, muss die verordnende Praxis die Kosten tragen. Darauf lässt sich normalerweise kein Mediziner ein, da die Kassen eigentlich grundsätzlich ohne vorherige schriftliche Genehmigung abgelehnt haben.
Ich bin ziemlich lange Patient und kenne viele Patienten, eine Kostenübernahme muss immer noch (auch nachdem Cannabis seit 2024 nicht mehr als Betäubungsmittel gilt) von der KK genehmigt werden. Sonst kann keine Apotheke das mit der KK abrechnen.
Das Genehmigungsfreie Verschreiben bezog sich darauf, dass Cannabis kein BTM mehr ist seit der Gesetzesänderung 2024, und daher auch seit dem von jedem Arzt ohne vorherige Prüfung, ob eine chronische/schwere Erkrankung vorliegt, verschrieben werden darf. Kostenübernahme blieb aber trotzdem genehmigungspflichtig.
Ich hatte die Kostenübernahme direkt seit März 2017, seit Cannabis ohne Sondergenehmigung des BfArM erstattungsfähig war. Aber ich kenne persönlich 3 Schwerbetroffene MS Patienten, denen trotzdem die Übernahme bis Dato verwehrt wurde. Trotz Spasmen oder anderer relevanter Diagnosen für eine Übernahme.
Durcheinander habe ich nichts bekommen. Fakt ist, das keine Kostenübernahme mehr vorgeschrieben ist, bzw.die Kostenübernahme NICHT extra genehmigt werden muss , Fakt ist auch, das sich die KK allerdings das Recht vorbehält die Kosten nicht zu übernehmen, z.B.wenn eben keine schwere chronische Krankheit vorliegt, bzw.Cannabis bei der Erkrankung nicht als Therapie vorgesehen ist. In diesem Fall würde sie das Geld dann vom verschreibenden Arzt zurück fordern, sofern eine Verschreibung in den Augen der KK nicht als sinnvoll gesehen wird, dagegen kann der Arzt aber auch vorgehen, sofern er die Verordnung entsprechend begründen kann, was bei MS und Spastik heutzutage kein Thema mehr sein sollte, denn schließlich zahlt ( muss) jede Kasse Sativex als Therapie bei Spastik.
Ich möchte auch nicht abstreiten, daß es durchaus Ärzte gibt, vielleicht auch viele, denen dieses Risiko zu groß ist, allerdings nicht nachvollziehbar, wenn man Cannabis wirklich sinnvoll einsetzt, bzw.bei Patienten wo Cannabis im Rahmen von Studien und co.nachweisbar wirken.
Wie erwähnt, ich habe keine Kostenübernahme für Cannabisextrakte, das ist definitiv Fakt und auch das weder mein Neuro noch mein Schmerztherapeut seit dieser Änderung einen Antrag für Patienten auf Kostenübernahme gestellt haben, aber Cannabis verordnen. Die Gesetzgebung erlaubt das verschreiben, lässt aber eine Hintertür auf, damit wahrscheinlich nicht jeder Freizeitkonsumenten nun das Cannbis aufgrund von Schlafstörung o.ä. auf Kassenrezept erstattet bekommt. Nach Aussage vom Schmerztherapeut wurde er bisher von keiner KK in Regress genommen ( es lagen keinerlei Kostenübernahme vor ) und es gab auch keinerlei Nachfragen/ Rückfragen o.ä., allerdings verordnet er es auch nicht als "Standard " Therapie, sondern nur bei MS und Krebspatienten. Bei beiden Patientengruppe ist der positive Nutzen klar belegt, zumindest bei MS auch durch die Markteinführung von Sativex. Er würde aber auch nie eine Cannabis Verordnung ausstellen, wenn jemand mit Migräne kommt und er würde für diesen Patienten auch keine Kostenübernahme beantragen, da es bei dieser Diagnose fast unmöglich ist eine Genehmigung zu bekommen, bei MS und Krebs fragt aber niemand nach ( seine Aussage ).
Man kann es mir jetzt glauben oder nicht, aber das ist zumindest hier bei mir, in meinem Umfeld, unter meinen Ärzten Fakt. Sowohl Neuro als auch Schmerztherapeut haben bei dieser Änderung gejubelt, da nun viel unnötiger Papierkram entfällt, aber es ist wirklich traurig zu hören, das es scheinbar nicht überall so " einfach und unbürokratisch " läuft
Ich schon wieder, ich muss unbedingt gerade meine ganzen Gefühle/Emotionen hier rauslassen bevor ich mich wieder schlaflos im Bett rum wälze…
Ich bin wirklich gerade sehr aufgewühlt und geschockt hier zu lesen wie schwer, fast aussichtslos es für (viele) MS Patienten scheinbar ist an eine entsprechende Verordnung/ Versorgung zu kommen. Meine Erfahrungen zumindest mit meinen Ärzten ist da Gott sei Dank eine andere und ich bin meinem Neurologen so dankbar, daß er bei dem Thema nie locker gelassen hatte und es mir immer wieder ( von sich aus ) angeboten hatte. Ich könnte mir selbst in den Hintern treten, das ich nicht schon früher auf sein Angebot eingegangen bin, sondern statt dessen erstmal alles andere an Medikamenten ausprobiert habe und mich macht das gerade so traurig und wütend, daß nicht alle MS Patienten die Chance bekommen, denn ich bin bestimmt nicht die einzige die davon profitiert, bzw.bei der andere Medis komplett versagt haben. Für mich ist Cannabis wirklich ein Segen in Bezug auf die Spastik und ich finde es einfach nur so ein großer Mist, das scheinbar nicht alle davon profitieren können, weil ihr Arzt entweder nicht den Arsch in der Hose hat und einfach ein Rezept ausstellt nur aus Angst vor einem möglichen Regress oder aber weil der Arzt u.U.im letzten Jahrhundert hängengeblieben ist oder grundsätzlich Cannabis verteufelt ohne sich mal mit den aktuellen Studien zu beschäftigen, bzw.sich weiterzubilden. Es gibt wohl heute noch Neuros die selbst Sativex als Teufelszeug ansehen, obwohl es seit Jahren genehmigungsfrei auf Rezept gegen Spastik verschrieben werden kann.
Es macht mich einfach gerade so unfassbar wütend , daß nicht allen die gleiche Chance gegeben wird.
Sorry, aber das musste jetzt noch raus.
ich hab Sativex verschrieben - bemerke aber leider, dass es mich depressiv macht