Erfahrungsgemäß ist es bei den Altparteien schon vorhersehbar, dass diese mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ihre Versprechen brechen.

Wenn man in Berlin vor dem Reichstag steht und den Blick nach oben richtet, prangt dort in riesigen Buchstaben: DEM DEUTSCHEN VOLKE.
Kein „Demokratisches Volk“, kein „Den Bürgern der Bundesrepublik“, kein abstrakter Universalismus – sondern ganz klar und bewusst dem deutschen Volk. Diese Inschrift wurde 1916, also mitten im Kaiserreich, angebracht und hat alle politischen Systeme überdauert. Das ist kein Zufall. Sie ist ein Bekenntnis: Der Staat dient einem bestimmten Volk – nicht umgekehrt.

Unsere Verfassung und unser politisches Ethos sind in diesem Sinne tatsächlich völkisch. Und bevor jetzt wieder jemand reflexartig „Rechtsradikal!“ schreit: Das Wort „völkisch“ bedeutet im Kern einfach, dass ein Volk als kulturell-ethnische Gemeinschaft mit eigener Identität, Sprache, Geschichte und Zusammengehörigkeitsgefühl existiert. Genau das ist auf der ganzen Welt völlig normal.
Jedes Volk ist völkisch – oder es hört auf zu existieren.

Die Japaner sind völkisch, die Israelis definieren ihren Staat explizit als Nationalstaat des jüdischen Volkes, die Polen, Ungarn, Koreaner oder Iren ebenso. Sie alle schützen ihre kulturelle Homogenität, ihre Sprache und ihre demografische Substanz, weil sie wissen: Ein Volk, das sich auflöst, ist irgendwann einfach weg. Es gibt dann keine „Bereicherung“ mehr, weil niemand mehr da ist, der die eigene Kultur weitertragen kann.

Ein Volk kann nur fortbestehen, wenn es vollständig bleibt – vollständig in seiner Identität, seinen Traditionen, seiner Mehrheitskultur und seiner biologischen Kontinuität. Wer das leugnet, betreibt letztlich sanften Volkstod durch Masseneinwanderung, Geburtenrückgang und kulturelle Selbstaufgabe. Das ist keine Hetze, das ist schlichte Demografie und Geschichtsbetrachtung. Völker sind keine austauschbaren Wirtschaftsstandorte oder „bunte Vielfalt“-Experimente. Sie sind die größten und natürlichsten Gemeinschaften, die Menschen je hervorgebracht haben.

Die Inschrift am Reichstag erinnert uns daran, dass Deutschland kein leerer Raum oder reines Werte-Experiment ist, sondern die Heimat eines konkreten Volkes. Wer das deutsche Volk liebt, wer seine Sprache, seine Eigenart und seine Zukunft bewahren will, der ist nicht extrem – der ist einfach nur normal. Genau wie die meisten anderen Völker dieser Erde auch.

Was denkt ihr? Ist die Rückbesinnung auf das „Deutsche Volk“ als tragende Größe unserer Staatlichkeit überfällig? Oder soll der Reichstag irgendwann „Dem bunten Bevölkerungsgemisch“ heißen?

Guten Morgen Markus,
danke für deine Ausführungen
Es gibt aber auch darüber hinaus weitere, demokratische Einordnungen:

Was heißt “Volk”?
Das Wort “Volk” kommt vom althochdeutschen “folc” und das heißt “viele”. Der Begriff “Volk” hat verschiedene Bedeutungen.

Staatsvolk
Eine Bedeutung ist „Staatsvolk“. Damit sind alle Bürgerinnen und Bürger gemeint, die zum Staat gehören. In Deutschland gehören zum Staatsvolk alle Menschen, die in Deutschland leben und die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, auch wenn sie nicht hier geboren sind oder nicht perfekt Deutsch sprechen. Dieses Verständnis von „Volk“ ist wichtig in der Demokratie. Das Staatsvolk entscheidet zum Beispiel bei der Bundestagswahl, wer die Bürgerinnen und Bürger als Abgeordnete im Deutschen Bundestag vertritt. In unserem Grundgesetz heißt es, dass sich das Deutsche Volk zu den Menschenrechten bekennt. UndIn unserem Grundgesetz heißt es, dass sich das Deutsche Volk zu den Menschenrechten bekennt. Und wenn ein Gericht ein Urteil fällt, spricht es „im Namen des Volkes“.
weitere Ergänzungen… Andere Bedeutung…

Volk/ Nation | bpb.de Volk/ Nation | bpb.de

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Vielen Dank für deine höfliche und sachliche Antwort – das ist genau die Art von Diskussion, die ich schätze. Du hast recht, dass der Begriff „Volk“ mehrere Ebenen hat. Lassen wir das mal genauer betrachten.

Die zwei Dimensionen von „Volk

Ja, „Volk“ kommt etymologisch von althochdeutsch folc („die Vielen“, eine Schar, eine Gemeinschaft). Im modernen Staatsrecht gibt es tatsächlich die staatsbürgerliche Bedeutung (das Staatsvolk): alle Inhaber der deutschen Staatsangehörigkeit. Das Grundgesetz spricht in Art. 20 Abs. 2 davon, dass „alle Staatsgewalt vom Volke ausgeht“ und in der Präambel vom „Deutschen Volke“. Gerichte urteilen „Im Namen des Volkes“. Das ist die demokratisch-formale Seite – völlig richtig.

Aber – und das ist der entscheidende Punkt – das war nie die einzige oder ursprüngliche Bedeutung. Die Inschrift „DEM DEUTSCHEN VOLKE“ über dem Reichstag von 1916 meint nicht primär das Staatsvolk im engen juristischen Sinne, sondern das deutsche Volk als Kulturnation und Abstammungsgemeinschaft.

Das zeigt sich historisch:
Die Paulskirchenverfassung von 1849, die Weimarer Verfassung und das Grundgesetz selbst bauen auf dem Verständnis eines bereits bestehenden deutschen Volkes auf.

Art. 116 GG definiert, wer „Deutscher“ ist – und unterscheidet dabei explizit zwischen Staatsangehörigkeit und Volkszugehörigkeit (Spätaussiedler etc. erhalten die Staatsbürgerschaft gerade weil sie zum deutschen Volk gehören).

Das Bundesverfassungsgericht hat mehrfach klargestellt, dass das Grundgesetz vom deutschen Volk als vorstaatlicher Größe ausgeht, nicht von einem rein zufälligen Bürgerkollektiv.

Warum beides wichtig ist

Das staatsbürgerliche „Volk“ ist die Form, das ethnisch-kulturelle „Volk“ ist der Inhalt. Wenn der Inhalt über Generationen hinweg ausgetauscht wird (durch Masseneinwanderung + niedrige Geburtenraten bei der einheimischen Bevölkerung), dann verändert sich zwangsläufig auch die Substanz der Demokratie. Ein Volk, das seine kulturelle Mehrheit und sein Zusammengehörigkeitsgefühl verliert, wird irgendwann auch seine Freiheit und seine spezifische Ordnung nicht mehr aufrechterhalten können – siehe viele Beispiele aus der Geschichte.

Andere Bedeutungsebenen, die du angesprochen hast:

Kulturvolk: Die Sprach- und Schicksalsgemeinschaft, die über Jahrhunderte gewachsen ist (Goethe, Bach, die Reformation, die Aufklärung in deutscher Prägung etc.).
Abstammungsvolk: Die biologisch-historische Kontinuität, die jeder Anthropologe bei jedem anderen Volk der Welt selbstverständlich anerkennt.

Es ist wunderbar, dass wir ein demokratisches Staatsvolk haben. Aber dieses Staatsvolk funktioniert am besten, wenn es sich mehrheitlich als Teil eines deutschen Volkes versteht – mit gemeinsamer Sprache, Leitkultur und Identität. Sonst wird aus dem „Wir“ sehr schnell ein Nebeneinander von Parallelgesellschaften.

Zusammengefasst: Die Inschrift am Reichstag war und ist ein klares Bekenntnis zum deutschen Volk in seiner vollen, völkischen Dimension. Das eine schließt das andere nicht aus – aber das kulturell-ethnische Volk ist die tragende Grundlage, auf der das Staatsvolk überhaupt erst sinnvoll aufbauen kann.

Ich glaube es bedarf keiner weiteren Worte… das ist purer Rassismus!

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Noch eine kleine Einordnung:

Mato schiebt sich das Wort "völkisch“ so zurecht, dass es wie "Kultur“ klingt, aber in dem eigenen Text steht nicht nur Kultur, sondern explizit "biologische Kontinuität“ und "vollständig bleiben“. Aber daraus folgt logisch weder, dass der Staat einem bestimmten ethnisch-biologischen "Volk“ dienen müsse, noch dass Menschen politisch nach Abstammung sortiert werden dürfen.

Selbst wenn es um nationale Identität ginge, ist die entscheidende Unterscheidung: Kultur kann man durch Lernen, Bildung, Institutionen und gemeinsame Praxis weitergeben… während "biologische Kontinuität“ eine Zugehörigkeitsregel ist, die faktisch zu Ausgrenzung führt.

Sein “Volkstod-Argument” ist außerdem keine überprüfbare Schlussfolgerung, sondern ein unbelegtes Alarm-Narrativ, das demografische Veränderungen automatisch als "Verschwinden“ verkauft und daraus das Recht ableitet, andere abzuschieben. Genau diese Kette - "Volk“ als Abstammenskategorie definieren, Stabilität an "vollständige“ Zugehörigkeit koppeln, Migration als Untergang deuten - ist die logische Bewegung weg von demokratischer Gleichheit hin zu rassistischer Hierarchie.

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Eben. Es geht nicht um unsere Kultur. Den Beweis haben die Reaktionen aus bestimmten Kreisen auf den Wahlsieg von Cem Özdemir gebracht. Ein waschechter Schwabe wie er im Buche steht. Aber einigen halt trotzdem nicht deutsch genug.

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