Die AMSEL-Kontaktgruppe Tübingen und die MS-Gruppe Oberes Nagoldtal waren auf großer Fahrt...


Die AMSEL-Kontaktgruppe Tübingen und die MS-Gruppe Oberes Nagoldtal waren auf großer Fahrt. In Zusammenarbeit und Ausarbeitung der Fahrt und Tagesfahrten mit Müller-Reisen Bösingen und dem Leiter der MS-Gruppe Nagold waren wir 7 Tage im Bayrischen Wald vom 17.-23.August 2014. Fahrt mit einem Rolli-Reisebus, ausgestattet mit Hebebühne für Rollstühle sowie einem behinderten WC. Diese Busausstattung war für unsere Reise/Reisen Bedingung.

1.Tag Anreise. Sonntag 17.August

Pünktlich um 08.00 Uhr war Abfahrt für die Nagolder Gruppe mit Ziel zum 1. Zusteigen in Tübingen Europastraße am Freibad. Der zweite Zusteigehalt war in Mössingen am Robert Stotz Platz. Von hier aus war die Fahrt über die Schwäbische Alb -> Bad Urach und in Merklingen auf die Autobahn A 8 Richtung München. Nach München in der Schlossgaststätte Oberschleißheim war die 1.Rast im Biergarten. Weiterfahrt auf der A 92 Richtung Passau bis zu unserem Reiseziel Waldkirchen Wo wir gegen 17.00 Uhr unser Hotel Karoli erreicht haben. Nach dem alle ihre Zimmer bezogen haben, je nach Bedarf rollstuhlgerecht oder normale Unterkunft , das Hotel war barrierefrei, gab es Abendessen im Panorama-Speisesaal mit herrlichen Ausblick auf die in der Dämmerung liegende Stadt Waldkirchen. Nach einem kleinen Umtrunk und Unterhaltung am späten Abend war es Zeit ins Bett zu gehen, um für den nächsten Tag wieder fit zu sein.

2.Tag Montag 18.August.

Nach einem reichhaltigen Frühstück war um 10.00 Uhr Abfahrt mit dem Reisebus. Zunächst ging die Fahrt durch den Bayrischen Wald nach Neuschönau zum Nationalpark Bayrischer Wald an der tschechischen Grenze. Ziel war der Baumwipfelpfad Nationalparkzentrum Lusen. Durch die Vorbereitung des Nagolder-Leiters war es möglich, dass wir mit dem Lift alle Rollstuhlfahrer und Mitreisende bis zur 2.Etage fahren konnten. In der Zwischenzeit wurden die Eintrittskarten besorgt, so dass wir alle, jeder nach seinem Erleben den Baumwipfelfad auf einer Höhe von 8 bis 25 Meter und 1.300 m lang risikofrei genießen konnten. Der massive hölzerne Weg über den Baumwipfeln war ein großes Erlebnis für alle. Der Höhepunkt jedoch war der hölzerne Turm von einer Höhe von 44 Meter mit seinem spiralförmigen Aufstieg. Er war auch mit dem Rollstuhl (E-Rollstuhl oder Schieber) zu bewältigen. Auf der Plattform angekommen wurden wir mit einem einzigartigen Blick belohnt. Hier konnten wir mächtige Tannen und Buchen bis zu 38 m hoch vom Stamm bis zur Krone erleben.

Wieder zurück im Hotel haben wir in der Gartenwirtschaft bei Saft, Bier, Kaffee oder Eis noch einmal das erlebte mit einander besprochen.

3.Tag 19.August.

Heute stand eine kurze Fahrt zu einer Schnapsbrennerei mit Proben auf dem Programm. Dazu kam eine Reiseleiterin Frau Lorenz aus der Region. So konnten wir auf der Fahrt viel erfahren von den Orten, durch die wir gefahren sind. In Hauzenberg im Schnapsmuseum Peiniger war Verkostung von Blutwuz, Bärwurz, Mirabellenlikör, Schnaps und Obstbrände. Jeder hat sich im Shop mit den angebotenen Bränden eingedeckt, als Mitbringsel oder auch für die eigene Gesundheit.

Der restliche Tag war zur freien Verfügung. Entweder zum Ausruhen oder am Hotel waren noch Reste der Landesgartenschau 2005 oder in die Stadt Waldkirchen.

4.Tag 20.August.

Heute war frühe Abfahrt, denn es war eine Dampferfahrt von Passau bis Schlögen/Österreich auf der Donau vorgesehen. Leider fing es an zu regnen, so dass wir in Passau im Regen durch die Stadt gelaufen sind. Jedoch war die Donaufahrt mit der MS-Linz eine Entschädigung. Ein Mittagessen auf dem Schiff war auch eingeplant. So war die Fahrt interessant und kurzweilig. In Schlögen hat uns der Bus wieder abgeholt und zurück über Passau nach Waldkirchen gebracht.

5.Tag 21.August

Unsere Reisebegleiterin Frau Loren war pünktlich für die Fahrt mit dem Bus um 10.00 Uhr zur tschechischen Stadt Budweis. Auf der Fahrt gab es wieder viel Erklärungen über die Landschaft und Orte. An der tschechischen Grenze konnten wir ohne Kontrolle weiterfahren, am Moldaustausee vorbei bis Budweis. Beim Aussteigen hat es wieder geregnet. Aber der Marktplatz von Budweis ist umgeben von Arkaden unter denen wir den Marktplatz umrunden konnten. Kleine Geschäfte, Cafés und Bistros gab es auch hier überall. Es hat dann doch noch aufgehört zu regnen, so dass wir auch den Marktbrunnen mit der Samson-Figur aus der Nähe besichtigen konnten. Leider haben unsere Biertrinker bei der Rast kein Budweiser-Bier bekommen. Jedoch konnten wir von unserer überdachten Terrasse noch einmal die prachtvollen Fassaden der Häuser bewundern.

6.Tag 22.August

Heute war große Bayrische Waldrundfahrt angesagt, noch einmal mit Reiseleitung. Ziel war der Große Arber, eine Glashütte und die Glaswelten Joschka in Bodenmais. Den Arber konnten wir von einer geringen Entfernung gut sehen und auch eine Fotopause wurde reichlich genutzt. Die Glashütte war Zwischenstation, um dort eine kleine Rast zu machen, da hier ein behinderten WC vorhanden war. In den Joschka Glaswelten konnte sich jeder nach Lust und Laune bewegen. Das Gelände war mit Glasfiguren und Brunnen sehenswert. Und die Halle mit dem Verkaufsshop war ein unvorstellbares Farbenspiel.

Gläser, Vasen, Lampen, Figuren in allen Farben und Formen. Von Kitsch bis modern und klassisch war alles vorhanden und wurde zum Verkauf angeboten.

Der Abschluss war im Biergarten bei einem Bier und einem Schnitzel, einer Wurst, einer Suppe oder nur einer Brezel.

An zwei Abenden war im Hotel Musik und es konnte und wurde auch getanzt, mit und ohne Rollstuhl. Wichtig für uns war, dass wir uns am Abend bei gemütlichem Beisammensein mit einem Glas Wein, Bier oder Saft unterhalten konnten.

7.Tag 23.August.

Heute heißt es Kofferpacken – Frühstücken und Aufwiedersehen.

Um 10.00 Uhr war Abfahrt über Autobahn München A8 bis zur Raststätte Ulm-Elchingen Seligweiler. Wieder über die Schwäbische Alb nach Mössingen, Tübingen und Nagold.

Alle Teilnehmer sind wohlbehalten wieder zu Hause angekommen und hatten eine schöne Zeit.

Leider war dies die letzte Reise, die vom Leiter der Nagolder Gruppe für MS-Erkrankte geplant und organisiert wurde, der dies seit 22 Jahren gemacht hat. Die Teilnehmer werden immer älter und der Bedarf an behindertengerechten Hotelzimmer wird immer größer und immer schwieriger zu bekommen. Leider haben sich keine jüngeren Mitreisenden der Gruppe angeschlossen und die Reisezahl von 25 Personen kann nicht mehr erreicht werden, um einen einigermaßen günstigen Reisepreis zu erzielen.

Für die jahrelang Mitreisenden werden die Fahrten in schöner Erinnerung bleiben.

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