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Partnertrennung

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(Martina aus HH)

07.05.2004, 13:41

Partnertrennung
Hallo Tom,

als erstes möchte ich Dir sagen, dass ich es wunderbar finde, dass Du nicht lockerlassen willst. Bei mir und meinem Mann stellte sich das Thema gar nicht, ich wäre auch nicht im Traum darauf gekommen, dass dies ein Thema sein könnte.

Ich kann mich nur den Vorrednern anschließen und kann Dir nur aus meiner Erfahrung sagen, dass einen die Nachricht total aus dem inneren Gleichgewicht bringt und man nicht mehr sehr rational damit umgeht. Ich kann Euch nur empfehlen, einen wirklich guten Neuro/Psychater zu suchen und euch hier und in anderen Foren (z. B. DMSG oder ehrliche-Hamster-de) schlau zu machen. Das hilft eine ganze Menge und man lernt, mit den Erfahrungen anderer Betroffener seine eigene Situation besser einzuschätzen. Besonders möchte ich Euch den Günni warm ans Herz zu legen, er hat viele Erfahrungen und gute Gedanken, die mir persönlich viel geholfen haben.

Euch beiden und uns allen viel Glück

Martina aus HH
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(Antje)

07.05.2004, 10:01

Partnertrennung
Hallo Tom,
auch ich hab zu meinem langjährigen Lebensgefährten gesagt, ob es nicht besser sei, wenn wir uns trennen, da ich ihn nicht mit einer kranken Frau belasten will. Seine Empörung war groß, wie ich nur auf solch einen Blödsinn komme. Er würde mich doch gerade jetzt nicht im Stich lassen. Ich glaube auch, mit dieser Reaktion möchte man seinen Partner schützen vor etwas von dem man selbst nicht weis wie es weitergeht. Vor allem hat unsere Beziehung eine ganz andere Qualität und eine positive Grundstimmung hilft auch ungemein dabei mit der Diagnose umzugehen.
Also lass Dich nicht abschrecken. Kämpf um sie!
Alles Gute
Antje
Antworten

(Rieke)

07.05.2004, 09:20

Partnertrennung
Hallo Tom,
ich kann Günni nur zustimmen. Als ich meine Diagnose erfahren habe, wollte ich auch meinen (langjährigen!) Lebenspartner "wegschicken". Ich dachte einfach, mein Leben ist ohnehin vorbei und dann soll er wenigstens noch was von seinem Leben haben. Zum Glück hat er sich nicht wegschicken lassen und wir haben inzwischen auch geheiratet. Am besten lässt Du Dich nicht abwimmeln, sondern hakst wirklich mal nach, warum sie sich von Dir trennen will. Ich glaube auch, dass sie Dir nicht "zumuten" will mit ihr "belastet" zu sein. Bleib hartnäckig und lass Dich nicht abschrecken. Ich wünsche Euch alles Gute.
Antworten

(Günni)

07.05.2004, 06:58

Partnertrennung
hallo tom,
wir haben uns zwar nicht getrennt aber am anfang meiner ms-geschichte habe auch ich darüber nachgedacht, denn ich wollte, vielleicht unbewußt, meine frau vor mir und dem was da kommt "schützen".
vielleicht ist das bei deiner partnerin ähnlich? Versuch doch mal zu erspüren, was und wie sie wirklich fühlt! Evtl. wirklich nur ne "schutztrennung"; Sie will vielleicht von dir was ganz anderes sehen und spüren?
Kannst und willst du weiter zu ihr stehen, dann zeig es ihr!!!
Antworten

(Tom)

07.05.2004, 00:44

Partnertrennung
Hallo,
habe vor zwei Wochen meine Freundin ins krankenhaus gefahren wg Verdacht auf Schlaganflall, dann haben wir erfahren dass Sie MS hat. Es kam aus heiterem Himmel...
Wir kennen uns noch nicht sehr lange auch wenn es uns so vorkommt, jedoch vom ersten Tag an hat sich bei uns eine ehrliche große Liebe entfacht und manifestiert.

Sie hat sich nun von mir getrennt- leider!!!

Ich habe mich in der Kürze der Zeit auch schon mit der MS beschäftigt- aber bei der Manigfaltigkeit der MS stehe ich wohl noch wie ein Leie am Anfang.

Momentan sehe ich wie in Zeitlupe wie Sie mir entgleitet und ich Sie nicht halten kann.

Gibt es hier jmd der sich trotz Liebe und Vertrauen von seinem Partner gelöst hat?

Ich bin recht schnell- ein paar Tage nach der Hiobsbotschaft an eine Wand geprallt-
Sollte man nicht erst die POSITIVEN und dann die negativen Seiten sehen?!
Ich habe das Gefühl als ob Sie in ein Loch gefallen ist (aus dem ich Sie so gerne rausziehen möchte!!!)

Warum?

Wie kann ich Ihr helfen?

Ich bin über Antworten sehr dankbar.

Ich selbst habe einen Arbeitskollegen mit MS vor 3 Jahren kennengelernt und fand und finde es heute noch bewundernswert wie er damit umgeht.

Er findet Stärke im Glaube an Gott und hat mir aus einer anderen Begebenheit heraus damals ein Buch geliehen, dass nun ungelesen mittlerweile zwei Umzüge mitgemacht hat.
Ich glaube es ist an der Zeit es zu lesen...
Ich versuche nun aus der Ist-Situation das Beste zu machen...
Ich denke man sollte sich und auch andere nicht als Opfer sondern als Gestalter sehen...
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