Amsel-Kontaktgruppenleitung

Rolf Jung


Die Klinik für Neurologie der Universität Ulm und die Universitäts- und Rehabilitationskliniken Ulm (RKU) lud am 14. Juli 2018 zum „Infotag Multiple Sklerose für Betroffene & Angehörige“  ein. Die Amsel Kontaktgruppe Ulm war mit einem Stand vertreten und einige Betroffene tauschten sich über die regelmäßgen Treffen aus.

 

Bei den Vorträgen wurden die neusten Erkenntnisse der Forschung vorgestellt, aber auch kritisch beleuchtet. Angefangen von einem Vortrag zu dem Prozess der Diagnosestellung, zur medizinischen Definition eines Schubes bis hin zur Analyse der Häufigkeit MS-bezogener Symptome. Dieser erste Vortrag wurde Dr. med. Makbule Senel vom RKU gehalten.

 

Im Anschluss daran berichtete Daniela Taranu über Fatique, Stimmung und Kognition bei MS. In diesem Zuge griff Sie auch alternative Begleittherapien wie Yoga, Alfalcidol und Vitamin D auf, um Fatigue zu lindern und darüberhinaus Depressionen entgegenzuwirken.

 

Es folgte ein Vortrag des Gastredners Prof. Dr. med. Thomas Henze über spezielle symptomatische Therapien. Im Besonderen berichtete er von der geringen Überzeugungskraft Cannabis-haltiger Medikamente.

 

Ein weiteres Highlight war der Vortrag über den Zusammenhang zwischen Darmflora und MS gehalten von Dr. med. Tanja Fangerau. Sie zeigte einige überraschende Ergebnisse von Studien zu Darmbakterien und Umweltfaktoren auf. Daraus ging hervor, dass sich ein großer Teil des Immunsystems im Darm befindet und die dortigen Bakterien eine nachweisbare Rolle bei der Entstehung von MS spielen.

 

Als Abschluss hörten wir einen Vortrag von Prof. Dr. med. Hayrettin Tumani zu neuen medikamentösen Therapien und den Verläufen verschiedener MS-Formen. Er informierte zudem über die aktuelle Ulmer Forschung zu Biotin.

 

Alles in allem stellten die Redner viele neue aber auch einige bekannte Erkenntnisse zum Thema Multiple Sklerose dar. Diese boten ein breites Spektrum an Zuschauerfragen, die die Vortragenden ausreichend und professionell beantworteten.

 

Wir freuen uns auf ein weiteres MS-Symposium am RKU im nächsten Jahr.

 


DSMG Erklärfilm: Mein Weg zur passenden Therapie (3:20)

 

Die Möglichkeiten, eine Multiple Sklerose zu behandeln, sind heute zahlreich: Diese Videoanimation gibt Tipps, wie jeder den für ihn passenden Weg findet. (3:20)

https://www.amsel.de/video/erklaerfilm-mein-weg-zur-passenden-therapie-320/


MS und Kinderwunsch

20 bis 40 Jahre alt sind die meisten MS-Erkrankten, wenn Sie die Diagnose erhalten. Etwa 72% der MS-Erkrankten sind Frauen. Diese zwei statistischen Werte rücken das Thema der Familienplanung mit MS besonders in den Vordergrund.

 

Die DSMG informiert und berät zum persönlichen Kinderwunsch MS-betroffener Paare. Darüber hinaus bietet sie auf ihrer Homepage einen Link zum Deutschen Multiple Sklerose und Kinderwunschregister in Bochum (PD Dr. med. Kerstin Hellwig) an.

 

Weitere Informationen und ein Forum zu Themen rund um Schwangerschaft und Kinderwunsch finden Sie auf den Seiten der DSMG.


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Was ist MS

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert oder gar nicht weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus. Weitere Informationen:

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