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MS und Fatigue - was kann helfen?

27.10.2017: Fatigue ist eines der unsichtbaren Symptome der Multiplen Sklerose. Erfahren Sie mehr über ihre Ursachen und Diagnose und wie man mit ihr im Alltag umgehen kann.

Abgeschlagen, müde und der Akku ist schon wieder leer? Möglicherweise ist das eine Begleiterscheinung der MS: Sie heißt Fatigue. Das Wort kommt aus dem Französischen und bedeutet Schwäche. Rund 70 – 90 % aller MS-Erkrankten kennen diese abnormale Erschöpfbarkeit.

Fatigue kann sich ganz unterschiedlich äußern. Bei manchen ist vor allem die körperliche Leistungsfähigkeit eingeschränkt. Andere sind antriebslos, können sich nur schwer konzentrieren oder sind vergesslich.

Vermutlich ist Fatigue eine direkte Folge einer MS. Über die genauen Ursachen weiß man noch nicht viel. Eventuell wirken mehrere Faktoren, wie: Entzündungen, Muskelschwäche, Kreislaufregulationsstörung, Störungen des Energiestoffwechsels oder der Gehirnfunktion 
zusammen. Auch Nebenwirkungen von Medikamenten, Schlafstörungen und Hitze können Fatigue auslösen.

Der Arzt stellt Fatigue fest, indem er die Leistungsfähigkeit misst. Dazu nutzt er einen Fragebogen oder führt Aufmerksamkeitstests durch. Zugelassene Medikamente zur Behandlung der Fatigue gibt es in Deutschland derzeit nicht. Betroffene können dennoch etwas tun.

Achten Sie zunächst auf Ihre Symptome und dokumentieren Sie diese in einem Tagebuch – digital oder auf Papier. Strukturieren Sie Ihren Alltag und planen Sie vorausschauend: Wichtige Dinge erledigen Sie in Zeiten mit viel Energie und planen Sie Pausen rechtzeitig ein, bevor sich „Ihr Akku“ entladen hat! Sprechen Sie mit der Familie und Freunden darüber, was Sie leisten können und was nicht. Dann ist es für alle leichter, sich darauf einzustellen.

Auch im Berufsleben kann es sinnvoll sein, über Ihre Fatigue zu sprechen und Möglichkeiten zur Entlastung zu suchen. 

Besonders wichtig sind: ausreichender Schlaf, ausgewogene Ernährung und viel Trinken, Bewegung an der frischen Luft oder ein Sport, der nicht dauerhaft überanstrengt, aber die Ausdauer steigert. Viele Betroffene nutzen auch Entspannungstechniken, wie die Progressive Muskelentspannung, Autogenes Training oder Atemübungen und andere, um den Akku wieder aufzuladen. Und auch Kühlen kann die Symptome lindern.

Noch ein Tipp:
In Online-Foren oder Selbsthilfegruppen der DMSG-Landesverbände finden Sie Kontakt zu zahlreichen anderen Menschen mit Fatigue. Sie sehen, es gibt Möglichkeiten, mit Fatigue und ihren Folgen umzugehen.

Redaktion: AMSEL e.V., 23.01.2017

MS-Erklärfilme

MS-Erklärfilme

Multiple Sklerose (MS) ist eine sehr komplexe Erkrankung, die viele Fragen aufwirft. Die Erklärfilme der AMSEL beantworten die wichtigsten Fragen zur MS wertneutral, leicht verständlich, kurz und kompakt.

In einer leicht verständlichen Sprache und auf die wesentlichen Fakten komprimiert aufzuklären und zu informieren, ist seit jeher das Ziel der AMSEL. Mit den Erklärfilmen kommt ein weiteres Aufklärungsangebot dazu.

Die zwei- bis dreiminütigen Filme geben Antworten auf Fragen zu:

  • Mechanismen der Erkrankung und Therapiemöglichkeiten
  • Wege der Krankheitsverarbeitung
  • Berufstätigkeit
  • Antragstellung von Leistungen, Widerspruchsmöglichkeiten und Klage
  • Fahrerlaubnis und Fahrtauglichkeit
  • MS und PML-Risiko
  • Vorteile regelmäßiger Bewegung
  • Fatigue
  • Rehabilitation bei MS
  • Familienplanung mit MS
  • Selbsthilfe bei MS
  • und zur Therapieentscheidung.

Sie bieten wertvolles Wissen rund um die MS und geben Sicherheit im Umgang mit der Erkrankung.

MS Kindern erklären

Die Kinder-MS-Erklärfilme der Schweizerischen Multiple Sklerose Gesellschaft (SMSG) klären altersgerecht über Multiple Sklerose auf und helfen Ängsten zu begegnen. Sie richten sich an Kinder im Alter von 9 bis 13 Jahren, Eltern und Schulklassen.

MS-Erklärfilme ist ein Projekt von

Mit freundlicher Unterstützung der

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