Fachvortrag „Multiple Sklerose und Beruf“ in Walldorf


Fachvortrag „Multiple Sklerose und Beruf“ in Walldorf

 

Walldorf. (rnz) Berufstätig trotz Multiple Sklerose: Dieser Fachvortrag lockte zahlreiche Interessiere ins SAP-Hotel „Kalipeh“. Die Regionalstelle Nordbaden der „Aktion Multiple Sklerose Erkrankter“ (Amsel) hatte in Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst Heidelberg-Mosbach (IFD), der SAP und den MS-Kontaktgruppen Schwetzingen und Wiesloch dazu eingeladen.

Die Referentinnen des IFD, Susanne Ritter und Jenny Mörschbächer, zeigten Möglichkeiten auf, wie durch Zusammenarbeit von betroffenen Menschen mit Behinderung, Arbeitgebern, Ärzten und Behörden die Teilhabe am Arbeits- und Berufsleben erhalten bleiben kann. Die chronisch-entzündliche Nervenkrankheit Multiple Sklerose betrifft die Nerven des Gehirns und des Rückenmarks, das zentrale Nervensystem. Selbstverständlich kann diese Erkrankung die berufliche Leistungsfähigkeit einschränken – sie muss aber nicht automatisch das Aus bedeuten, gerade am Beginn der Erkrankung. Multiple Sklerose ist nicht heilbar, wie zu erfahren war. Die Beeinträchtigungen können jedoch durch verschiedene Maßnahmen abgemildert werden.

Aufgabe des IFD ist, Menschen mit schweren Behinderungen bei der Teilhabe am Arbeitsleben zu beraten und unterstützen. Auch Arbeitgebern, die bereits schwerbehinderte Menschen beschäftigen, steht der IFD zur Seite und will die Hemmschwelle, Bewerber mit Handicap in Betracht zu ziehen, senken. Notwendig ist dazu eine Individuell auf die jeweilige Situation zugeschnittene persönliche Begleitung zur Sicherung der Beschäftigung.

Der Handlungsdruck wurde ebenfalls deutlich gemacht: Multiple Sklerose ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, deutschlandweit sind 240 00 Personen betroffen, in Baden-Württemberg mehr als 16 000; im Land gibt es überdies 350 bis 400 Neuerkrankungen pro Jahr.

Für die Teilnehmer, die die Möglichkeit, Fragen zu stellen, gerne nutzten, war es eine gelungene Veranstaltung. Die Referentinnen zeigten verschiedene Hilfestellungen für Menschen mit Einschränkungen auf, damit sie ihre Arbeitskraft erhalten und auch künftig einsetzen können. Das sei von erheblicher Bedeutung für den Erhalt der Lebensqualität, wurde deutlich.

 

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