Amsel-Kontaktgruppenleitung

Yeonghee Krug - Tel: 0771-158193

Chronik des Gedächnistrainings bei der KG SBK

Mehr als eine Übung - Mit Spaß das Gedächtnis trainieren

Gedächtnistraining gibt es seit vielen Jahren, seit 1991 in der Kontaktgruppe Schwarzwald-Baar-Kreis - Diese Begeisterung klingt aus jedem ihrer Worte als sie davon erzählt, was sie als Helferin und seit einigen Jahren als Organisatorin des Trainings so anzieht. Sie ist ehrenamtlich dabei, durch Zufall zum Ehrenamt gekommen, als sie ihren Sohn, damals Zivildienstleistender bei der Schwarzwald-Baarer-Gruppe, bei einem Krankenbesuch vertreten hat. Die Gedächtnistrainings-Gruppe hat sie für sich eingenommen. „Die ganze Truppe ist toll. Teilnehmer, Kursleiter. Und auch die Helfer sind mit Feuereifer dabei, sonst würde das Ganze nicht funktionieren." Dank des Engagements aller Beteiligten klappt es in der AMSEL-Gruppe so gut, dass es mittlerweile statt einer drei Gruppen gibt, die sich regelmäßig dienstags für zwei Stunden im Haus Antonius zum Gedächtnistraining treffen – jede Gruppe einmal die Woche, so dass jede leider nur alle drei Wochen zum gemeinsamen Üben kommt. Mehr ist nicht zu schaffen, auch wenn die Teilnehmer sich dies wünschen würden. Und es mittlerweile immer mehr Interessenten gibt, die auch auf spielerische Art ihr Gedächtnis trainieren möchten.

Ein neues Angebot und die Resonanz

Hildegard Jägers hat die wissenschaftlich anerkannte Methode des spielerischen Gedächtnistrainings in die Schwarzwald-Baarer-Gruppe gebracht. „Das könnte auch was für uns sein", hat Gruppenleiter Egon Hirt gedacht. Mit dieser Einschätzung hat er sich nicht getäuscht. 1991 wurde die erste Gedächtnistrainings-Gruppe gegründet. In der Anfangszeit leitete Hildegard Jägers die Gruppe - ehrenamtlich. Und auch heute noch ist sie der AMSEL-Gruppe verbunden, gehört zum Trainerinnenteam. Das ist das Gute - im Schwarzwald-Baar-Kreis wird auch trainiert, wenn eine Trainerin mal nicht kann. „Dann springt eben eine andere ein", berichtet Egon Hirt. Mittlerweile gibt es dort nämlich drei Frauen, die bei Hildegard Jägers, die im Vorstand des Bundesverbandes Gedächtnistraining e.V. tätig ist, die Weiterbildung zur Gedächtnistrainerin durchlaufen haben, und sich regelmäßig weiterbilden, um sich „Gedächtnistrainerin" nennen zu dürfen. Die vier wechseln sich in der Betreuung der drei bestehenden Gruppen, jeweils zehn Teilnehmer aller Altersklassen und Krankheitsgrade sowie Helfer, ab. Und sie alle sind ehrenamtlich in der AMSEL-Gruppe im Einsatz. Die Kontaktgruppe stellt den Raum zur Verfügung, und die Teilnehmer zahlen lediglich einen Euro für Unterrichtsmaterial und die Kosten für den anschließenden Kaffee und Kuchen.

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Gründliche Vorbereitung für viel Spaß

Auch jede der Trainerinnen ist mit viel Begeisterung dabei. Sie alle bereiten sich auf die Stunden, die sie geben werden, gut vor: ein Thema muss gefunden werden und vor allem die dazu passenden Übungen. Sie sprechen sich untereinander gut ab, damit die Übungen für die einzelnen Teilnehmer abwechslungsreich sind. Denn das Ganze soll das Gedächtnis trainieren, aber vor allem viel, viel Spaß machen. So bringt eine der Trainerinnen schon einmal einen ganzen Rucksack voller Haushaltsgegenstände mit, bis zu 25 Teile, die sich die Teilnehmer merken sollen. Abgefragt wird aber nicht direkt nach dem Auspacken, das wäre zu einfach. Nach dem Auspacken folgen erst einmal „ein paar andere Übungen", und dann wird im Gedächtnis geforscht, was wohl so im Rucksack war. Und es wird sehr erfolgreich geforscht. „Sie würden sich wundern," erzählt Trainerin Anja Krugger, „an wieviel sich da erinnert wird." Sie ist gleichzeitig Teilnehmerin des Gedächtnistrainings und seit 1995 auch als Trainerin dabei. Vorher war sie als Helferin dabei. „Der Funke ist sofort übergesprungen, und so bin ich dort geblieben", berichtet auch sie von der tollen Atmosphäre in den Gruppen. In allen Gruppen, das kann sie sagen, denn die Trainerinnen wechseln sich in der Betreuung der Gruppen ab.

Erfolg ohne Druck

„Um den Kontakt zu allen zu halten", wie Ulrike Frank, ebenfalls Trainerin, diesen Schritt begründet. Sie hat die Ausbildung zur Gedächtnistrainerin bei Hildegard Jägers absolviert, ihre Lehrprobe in der AMSEL-Gruppe gegeben, und ist dort geblieben. Wie ihre Kollegin Inge Ulrich ist sie seit 1996 in der Gruppe tätig. Was ihr am ganzheitlichen Gedächtnistraining besonders gefällt, ist, dass nicht einfach unter Zeitdruck Übungen „abgehakt werden", sondern mit viel Muße und vor allem ohne jeden Druck spielerisch Kurz- und Langzeitgedächtnis, Konzentration, Assoziationsvermögen, Wortfindung, die Sinne und vieles mehr aktiviert werden - bei jedem. Und jeder einzelne das Gefühl mit nach Hause nehmen kann, dass er was kann. „Das Erfolgserlebnis ist für jeden einzelnen wichtig", sagt denn auch Inge Ulrich. „Die Leute merken, dass sie noch mehr können, als sie geglaubt haben." Die gute Stimmung beim Gedächtnistraining zieht an. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich auch immer wieder genug Helfer finden. Helfer? Na klar, für diejenigen z.B., die ihre Hände nicht mehr benutzen können. „Sie flüstern die Lösung ihrem Helfer zu, der sie dann aufschreibt", erklären die Trainerinnen.Alle profitierenNicht nur die Teilnehmer profitieren von dem „geselligen Beisammensein mit Lernen und Anregung und Erhaltung des Geistes". Auch den Ehrenamtlichen bringt ihr Engagement viel. „Es macht mich selber viel zufriedener. Es geht mir richtig gut, das hängt sicher auch mit der AMSEL zusammen", sagt Doris Schlenker und Inge Ulrich ergänzt: „Es ist eine tolle Rückmeldung, dass die Gruppe sich freut, wenn wir kommen." Und natürlich werden auch ihre verschiedenen Hirnpartien während der Stunden in Schwung gehalten. Nach dem Training wird gemütlich Kaffee getrunken, „das brauchen wir" erzählt Schlenker. Und überhaupt - die Teilnehmer genießen ihr Zusammensein. So erstaunt es auch nicht, dass sie sich nicht nur alle drei Wochen treffen, um Bekanntes in ihrem Gedächtnis wieder hervorzukramen (Gerüche, Formen), und Neues zu lernen. Wie den Euro in seinen vielen unterschiedlichen Varianten. Ein Starter-Kit und ein Plakat mit den verschiedenen Münzen und Scheinen haben dabei geholfen. Ohne „Muss" und übertriebenen Ehrgeiz, einfach aus Freude an der Sache und mit gesundem Maß und Ehrgeiz und vor allem - gemeinsam. Auch das wird beim Gedächtnistraining im Schwarzwald-Baar Kreis gross geschrieben.Kurzweil und TrainingUnd weil das Zusammengehörigkeitsgefühl in den Gruppen so gut ist, treffen sie sich auch zu Veranstaltungen „außer der Reihe", wie Ausflügen ins Schwenniger Moos oder zur Feier aus Anlass des 10jährigen Jubiläums, die im Waldcafé Bad Dürrheim stattfand. Und auch bei den Ausflügen ist das Gedächtsnistraining dabei. Auf Reisen bringen Wort- und Erinnerungsspiele Kurzweil, Spaß und Training.„Ich mach mit, damit ich fit bleibe", begründet eine Teilnehmerin, warum sie beim Gedächtnistraining mitmacht, und ein anderer Teilnehmer meint „weil ich gerne in der Gruppe bin". Das Konzept des Gedächtnistrainings, den Erhalt und das Training geistiger Kompetenzen mit Spaß und Teamgeist zu verbinden - im Schwarzwald-Baar Kreis ist es aufgegangen.

Seit 25 Jahren Gedächtnistraining bei der AMSEL-Kontaktgruppe Schwarzwald-Baar Kreis

Das Gedächtnistraining bei der Amsel wurde 1991 von Hildegard Jägers, unterstützt von der Sozialpädagogin Silvia Kern ins Leben gerufen. Jeden Dienstag traf sich eine Gruppe MS-Betroffener in der früheren Malerwerkstatt von Martha Struyk (Amsel-Martha) in der Schwenninger Reutestrasse. Aus Villingen, Schwenningen, Brigachtal und sogar aus Niedereschach wurden die Teilnehmer zum GT gebracht. Ein Jahr später, im Sommer 1992, ist Doris Schlenker hinzu gekommen. 1995 dann der Umzug nach Donaueschingen ins Haus Antonius, wo bis heute jeden Dienstag Gedächtnistraining angeboten wird. Unser Dank gilt dem gesamten GT-Taem mit Helfer und Helferinnen ohne die das Gedächnistraining nicht möglich wäre.

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Was ist MS

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert oder gar nicht weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus. Weitere Informationen:

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