Amsel-Kontaktgruppenleitung

Anneliese Schrade - Tel: 07428-8226

Der denkende Rollstuhl

Ich habe neuerdings einen elektronischen Rollstuhl erworben. Ein überwältigendes Ding. Man muß es nur über Nacht aufladen und dann folgt er auf Knopfdruck und fährt vor und zurück, hin und her, langsam und schnell. So geh ich denn zusammen mit meinem Schatz spazieren, d.h. ich fahre, und mein Schatz geht und oft bin ich zu schnell, weil ich den Knopf nicht immer präzise hin und her bewegen kann! Ich fahre dann voraus, mein Schatz geht hinterher. D.h. eigentlich müsste mein Schatz ja laufen. Nach einer Weile ruft mein Schatz: "Warte doch!" Ich warte dann. Besser wäre es freilich, ich würde so präzise angepasst fahren, dass wir uns mit gleicher Geschwindigkeit vorwärts bewegen würden. "Ich bin ein richtiger Rüpel", dachte ich. Nun wurde mir vom Verkäufer dieser elektronische Rollstuhl angepriesen: "Sie müssen gar keine Kraft aufwenden, er macht alles alleine." Und siehe da, es stimmte. Eines Tages war Ich mit dem Rollstuhl wieder weit voraus . Mein Schatz rief: "Mach doch langsam" Plötzlich blieb der Rollstuhl stehen. Ich meinte zunächst, ich hätte den Rollstuhl versehentlich angehalten. Aber nachdem mein Schatz herangekommen war, setzte sich der Rollstuhl wieder in Bewegung, und zwar langsam, ebenso langsam, wie mein Schatz ging. Und dabei war er richtig angepasst, mal schnell, dann wieder langsam, richtig angepasst. Er war ein richtiger Kavalier und wir gingen richtig gemütlich spazieren, eben ein denkender Rollstuhl mit einfühlsamer Intelligenz, großer Höflichkeit und vollendetem Takt.

(Verfasser: Bruno Schrade)

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Was ist MS

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert oder gar nicht weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus. Weitere Informationen:

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