Amsel-Kontaktgruppenleitung

Karin Sterba - Tel: 0621-4814223

Monnemer Abendtreffgruppe wird nicht verlegt im Juni

Der Junitreff findet NICHT, wie am Grillfest besprochen, im Maxims statt, sondern nochmal im Egardia in Seckenheim!

Wegen einer Baustelle ist die Zufahrt blockiert, deshalb wird das bis auf weiteres verschoben. Schaut bitte in den nächsten Wochen auf dieser Seite öfters kurz vorbei. Wir sehen uns beim Griechen auf ein fröhliches Miteinander.

Gestatten. :-) Unser Team


Aktivitäten der Kontaktgruppe Mannheim

 

Das Ziel unserer Kontaktgruppe ist es, sich mit der Krankheit zu beschäftigen, aber sie nicht in den Mittelpunkt unseres Lebens zu drängen.

Um dies zu erreichen, machen wir öfters Tagesauflüge, aber auch kurze Wochenendausflüge oder einfach mal Grillen an einem schönen Sommerabend. Damit Ihr (ihr Homepage-Besucher) Euch einen Eindruck von uns und unseren Aktivitäten machen könnt, haben wir ein paar Bilder zusammengestellt, denn diese sagen bekanntlich mehr als 1000 Worte! >> Hier


Gestatten, mein Name ist MS!

Hier mal eine andere Art der MS-Beschreibung, vielleicht kann ich damit dem einen oder anderen Besucher unser Kontaktgruppenseite, trotz aller Ernsthaftigkeit dieser Krankheit, ein "oh ja" genauso ist es bei mir oder vielleicht sogar ein schmunzeln, über die Umschreibung der einzelnen Symptome, entlocken.

(med./wissensch. Beschreibung der MS finden Sie unter der Rubrik Links dmsg oder amsel)

Ich danke Lilly Sulzbacher für die freundliche Genehmigung der Veröffentlichung ihrer MS Beschreibung auf unserer KG-Homepage. 

 

Gestatten, mein Name ist MS!

Hallo! Ich bin die MS. Mit vollem Namen heiße ich Multiple Sklerose. Aber die Abkürzung finde ich cooler. Ist so ähnlich wie mit dem JR aus «Dallas»; ich bin ebenso fies. Im Gegensatz zu dem Ölmulti habe ich sogar noch einen lateinischen Titel: Enzephalomyelitis disseminata. Trotzdem: MS passt schon.

Allgemein wirft man mich in einen Topf mit den chronischen Krankheiten. Speziell stolz bin ich darauf, dass gegen mich noch kein Kraut gewachsen ist. Weil nämlich niemand weiß, woher ich wirklich komme und warum ich mir gerade den Menschen aussuche, der mich dann ein Leben lang am Hals hat. Natürlich arbeiten die Wissenschaftler mit Hochdruck, um mir auf die Schliche zu kommen. Gegenwärtig reparieren sie allerdings nur mehr als notdürftig die Schäden, die ich hinterlasse.

Ich bin ein wahres Genie, weil ausgesprochen wandelfähig und kreativ. Nicht umsonst nennt man mich auch «Die Krankheit mit den tausend Gesichtern». Denn, ich plage den einen heftiger, den andern fast gar nicht, entzünde Sehnerven, lasse stolpern und wanken, führe zu Missgriffen, verwirre die Empfindungen, tanze mit manchen den «Zitterfox», mache schlapp oder auch steif, lasse bleierne Müdigkeit den Tag vermiesen, die Blase ein Eigenleben führen, vergälle das Liebesleben und zische da und dort mit einem mörderischen Schmerz durch die Glieder und Eingeweide. Je nach Lust und Laune mische ich einen Symptom-Cocktail zusammen oder belasse es auch nur bei einer Widrigkeit. Ich bin da sehr flexibel. Auch, was mein Bemerkbarmachen angeht. Ich komme oft schubweise daher, wobei mir der Überraschungseffekt ausgesprochen wichtig ist. Sehr gerne hinterlasse ich dann einen neuen Schaden oder auch zwei oder verstärke bestehende. Wenn ich ganz hinterhältig aufgelegt bin, stichle ich nur ein bisschen, grad so viel, dass es meinem Wirt nicht auffällt, aber genügend, damit er sich schleichend schlechter und schlechter fühlt. Und dann gibt’s auch noch wenige Menschen, die mich derart langweilen, dass ich sie nur einmal heimsuche und danach nur mal so nebenbei vorbeischaue.

Ach, ihr wollt wissen, wie ich mein zerstörerisches Werk verrichte? Die Wissenschaft glaubt, dass eine Virusinfektion im Kindes- oder Jugendlichenalter eine Rolle für mein späteres Auftauchen spielen kann. Lassen wir sie in dem Glauben. Soviel sei verraten:

Ich niste mich im Zentralnervensystem ein, befalle an verschiedenen Stellen (daher multipel) im Gehirn, an den Sehnerven und im Rückenmark die Schutzhüllen der Nervenfasern (das sogenannte Myelin). Das führt dort zu Entzündungsherden und zu Vernarbungen (Sklerosen). Weil die Nervenfasern jetzt teilweise blank liegen oder hässliche Narben haben, leiten sie schlecht. Das wiederum löst diese unterschiedlichen Funktionsstörungen aus. Die Schutzhüllen können sich, wenn überhaupt, nur teilweise regenerieren, darum bleiben oft die Störungen erhalten. Und mit jedem Schub sorge ich dafür, dass der Schaden etwas größer wird. Oder ich seh’ zu, dass die Entzündung schon gar nicht mehr nachlässt. Etwa zwanzig Prozent der Menschen, die ich heimsuche, zwinge ich früher oder später in den Rollstuhl. Man wird mit mir genau so alt wie ohne mich. Ansteckend? Gott bewahre! Dazu bin ich viel zu exklusiv. Darum lasse ich mich auch nur sehr, sehr ungern vererben.

Grundsätzlich mag ich lieber Jüngere und mir liegen Frauen mehr als Männer, darum befalle ich Frauen doppelt so oft. In jüngster Zeit finde ich auch immer häufiger Gefallen an Jugendlichen und sogar Kindern. Meine bevorzugte Heimat sind die gemäßigten Klimazonen; ich mags eher kühl. Speziell wohl fühle ich mich in Skandinavien, wohingegen mir die Hitze des Südens absolut nicht behagt. Auch Japan ist mir nicht sympathisch.

Ach, es gibt so viel von mir zu erzählen! Dauernd entdecke ich selbst neue Seiten an mir. Was Wunder, kriegt man mich nicht zu fassen. Die Ärzte rücken mir neuerdings mit Interferonen zu Leibe. Schmeckt scheußlich! Drum lass ich mich bei den Menschen, die solches Zeugs spritzen, weniger oft blicken. Oder lass mal das Piesacken ganz sein. Aber wirklich sicher vor mir machen die Chemiekeulen auch nicht – kommt ganz auf meine Tagesform an.

© by Lilly Sulzbacher 2006



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Was ist MS

Multiple Sklerose (MS) ist die häufigste entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems. Aus bislang noch unbekannter Ursache werden die Schutzhüllen der Nervenbahnen an unterschiedlichen Stellen angegriffen und zerstört, Nervensignale können in der Folge nur noch verzögert oder gar nicht weitergeleitet werden. Die Symptome reichen von Taubheitsgefühlen über Seh-, Koordinations- und Konzentrationsstörungen bis hin zu Lähmungen. Die bislang unheilbare, aber mittlerweile behandelbare Krankheit bricht gehäuft zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus. Weitere Informationen:

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