Erstes Kontaktgruppentreffen am Valentinstag 2026

Wir trafen uns ganz zwangslos zu unserem ersten Kontaktgruppentreffen in
Oppenweiler im Kath. Gemeindezentrum St. Stephanus zu gemeinsamem Austausch
bei Kaffee und Kuchen, die von unseren Mitgliedern mit Liebe gebacken wurden. Die
Landfrauen Oppenweiler haben auch unterstützt und mitgebacken.

Unsere Steffi Winter hat sich verkleidet und war den ganzen Nachmittag „Peppina“.
Wir Helferinnen haben uns auch aufgehübscht und hatten uns gegenseitig Herzen
auf die Wangen gemalt. Wir hatten uns mit Luftschlangen eingedeckt und jeder Gast
erhielt ebenfalls Luftschlangen um den Hals. Helau, der Faschingssamstag konnte
ebenfalls beginnen. Peppina war draußen und wollte uns was erzählen. Annegret
Grün fragte die Anwesenden:

           „Wolla mr se reilassa?“ Alle im Saal schrien begeistert: „Jaaaaaaaaaaa!“

Und dann kam sie, mit voller Wucht - Peppina und ihre Trillerpfeife und berichteteFolgendes:

 

       „Ihr Narren schaut mich an, ich bin der Technik-Held von heut! Früher
       war’s einfach, das sag ich euch offen, da hat man sich abends beim Wirt
       noch getroffen. Man trank sein Bier, man lachte viel, ganz ohne WLAN und
       Handy-Spiel. Doch heute, ach, das ist ein Graus, ich geh‘ ohne Smartphone
       gar nicht mehr raus! Mein Kühlschrank schickt mir ‚ne E-Mail nach Haus: „Hey
       Alter, der Käse der muss langsam raus!“
       Die Kaffeemaschine hat Bluetooth, versteht ihr? Ich frag mich nur: Wohin
       Herrschaften geht ihr? Sogar meine Waage, die ist jetzt „smart“, sie spricht
       mit mir auf die ganz fiese Art. Kaum stell ich mich drauf nach dem Braten mit
       Soße, da sagt sie ganz frech: „Kauf ‚ne Nummer größer die Hos!“ Ich wollte
       sie löschen, die digitale Zicken, doch man muss ja erst „Allgemeine Be-
       dingungen“ klicken! Und dann die Passwort-Vergesslichkeit, … ich bin für
       den Wahnsinn schon fast bereit! Acht Zeichen, ein Sonder-Ding, Großbuch-
       stab auch, sonst kriegt man beim einloggen Schmerzen im Bauch. Mein
       Name, mein Hund, mein Geburtsjahr dazu – ich krieg bei der Anmeldung ein-
       fach kein Ruh“. Doch eins sag ich euch, das ist sonnenklar, kein Algorithmus
       ersetzt uns den Wein, drum lasst und heut‘ einfach nur fröhlich sein.!

Danach gedachten wir unseren Verstorbenen mit einer Schweigeminute und
anschließend gab es lecker Kaffee und Kuchen.

Dazwischen gab es nette Gespräche und Erinnerungen und natürlich wollte Peppina
wieder etwas erzählen: Annegret Grün fragte die Anwesenden wieder:

Wolla mr se reilassa?“ Alle im Saal riefen ganz laut: „Jaaaaaaaaaaa!“

       „Ihr lieben Leut‘ schaut mich mal an, was man mit MS so alles kann!
       Man sagt, wir hätten tausend Gesichter, ich sag: Wir sind de hellsten
       Lichter! Denn wer im Alltag Slalom läuft, auch wenn er gar kein Bier
       gesäuft, wer zittert, wackelt, bricht mal ein – der muss ein wahrer Künstler
       sein!
       Ob Schub, ob Flau – wir sagen Helau!

       Mein Nervenkostüm, das alte Haus sieht manchmal wie’n Schweizer Käse
       aus. Die Myelinschicht – mal hier, mal weg, die Reize landen oft im Dreck.
       Ich will zum Kühlschrank ganz gezielt, doch mein linkes Bein hat „Fangen“
       gespielt.

       Und die Fatigue, die nette Dame, ist in meinem Bett der wahre Name. Ich bin
       nicht faul, ich spar Energie, so effizient war’n die anderen nie!

       Ob Schub, ob Flau – wir sagen Helau!

       Dann kommen die Leut mit klugen Sprüchen: Trink mal Tee aus Bio-Küchen!
       Du siehst so gut aus, bist du krank? Ja danke für den Geistes-Trank. Da liegt
       am Wetter, dass du gähnst, während du dich an die Wand dran lehnst. Ich sag
       dann trocken und ganz unbeschwert: „Meine Macken sind „Special Effekts“,
       einfach Gold wert.

       Ob Schub, ob Flau – wir sagen Helau!

       Und kommt das Kortison ins Spiel, wird’s im Gesicht oft viel zu viel. Der
       „Mond“ geht auf, die Haut spannt sehr, doch ich fühl mich wie ein kleiner Bär.
       Wir wackeln stolz mit dem Rollator, der ist für uns der Terminator!
       Hähä, Hähä, Hähäää.

       Denn eines ist klar, das wissen wir hier: Die beste Medizin ist ein Lächeln (und
       vielleicht ein Bier).

       In der Gruppe sind wir niemals allein, hier darf man schwach und lustig sein.
       Wir teilen die Sorgen, wir teilen den Spott und danken dem lieben
       Schicksalsgott, dass wir uns haben in dieser Runde, auf jede gute
       gemeinsame Stunde!!!

       Dreifach kräftiges: MS HELAU! SHG – HELAU! LEBEN - HELAU

Begeistert hatte Dieter Taschner uns mit seinem Akkordeon unterstützt und jeweils
bei den Refrains mit einem musikalischen Tusch untermalt. Danke Dieter, bei der
Gelegenheit sangen wir natürlich auch Faschingslieder.

Wir danken all unseren fleißigen ehrenamtlichen Helferinnen in der Küche und den
Helfern, die beim Aufbau und Abbau der Tische und Bestuhlung uns tatkräftig
unterstützten.

Wir danken den Mobilen Diensten des DRK für das Bringen und Heimbringen
unserer Mitglieder und allen die dazu beigetragen haben, dass es wieder einmal ein
unvergesslich wunderschöner Nachmittag war.

                                                                                                      Annegret Grün

 

 

 

 

 

 

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