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Therapie und Behandlung der Multiple Sklerose

Die MS ist bis heute ursächlich nicht heilbar, sie ist aber behandelbar. Dabei werden Medikamente eingesetzt, die das Immunsystem beeinflussen.

In der Behandlung wird unterschieden zwischen

  • der Behandlung des akuten Schubs mit dem Ziel, dessen Dauer und Schwere zu verringern,
  • einer langfristigen immunprophylaktischen Therapie mit dem Ziel, das Fortschreiten der MS aufzuhalten und die beschwerdefreie Zeit zwischen Schüben zu verlängern,
  • der symptomatischen Therapie mit dem Ziel, MS-Symptome zu lindern und Komplikationen vorzubeugen.

Die drei Optionen werden in der Regel in Kombination miteinander angewendet. Sie werden individuell auf den einzelnen Patienten zugeschnitten und in Abhängigkeit vom Krankheitsstadium möglicherweise unterschiedlich gewichtet.

Die Empfehlung zur immunprophylaktischen Therapie berücksichtigt das Krankheitsstadium, den Krankheitsverlauf, die vorherrschenden Krankheitszeichen, das Alter und Geschlecht, einen eventuellen Kinderwunsch und andere Erkrankungen des Patienten. Die Therapie wird daher immer wieder neu der aktuellen Situation des Patienten angepasst. Therapie-Änderungen oder -anpassungen ergeben sich darüber hinaus aus den Fortschritten der MS-Forschung, die neue Optionen bringt.

Die symptomatische Therapie ist unverzichtbarer Bestandteil einer MS-Behandlung. Neben Medikamenten stehen hierfür viele nicht-medikamentöse Behandlungen zur Verfügung. Dazu zählen Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Psychotherapie, neuropsychologische Therapie und die multimodale Rehabilitation.

Die anerkannten MS-Therapien können durch sogenannte komplementäre – ergänzende – Verfahren unterstützt werden  

Letzte Änderung: 23.01.2018