MS-Lexikon

radiculär
(Radix = die Wurzel) Beschwerden oder Krankheitszeichen, die von einer oder mehreren Nervenwurzeln ausgehen.
randomisierte Studie
Anhand einer vorbereiteten Liste wird zufällig entschieden, ob eine Behandlung (z.B. mit einem Medikament) durchgeführt wird oder nicht (dann eventuell Gabe eines Scheinmedikamentes).
Reflex
Unwillkürliche gesetzmäßig ablaufende Reaktion des Nervensystems auf einen Reiz, z.B. Dehnung eines Muskels durch Schlag mit dem Reflexhammer auf dessen Ansatzsehne bewirkt reflektorisch Kontraktion (Zusammenziehen) des betreffenden Muskels mit Bewe.....
Regeneration
Heilung unter Wiederherstellung der Funktion. (Gehirn und Rückenmark besitzen nicht bzw. nur ganz unwesentlich die Fähigkeit zur Regeneration. Vernarbte Multiple Sklerose (MS)-Herde können nicht in funktionsfähiges Nervengewebe zurückverwandelt werden.)
rekombinant
Durch Rekombination gewonnen. Begriff aus der Gentechnologie. Durch Einbau von Erbinformationen in fremde Zellen (z.B. Bakterien oder andere Organzellen) werden diese zur Produktion der genetisch vorgegebenen Substanz umfunktioniert.....
Rekonvaleszenz
Genesungszeitraum nach abgeklungener Erkrankung. Rekonvaleszent: Genesender
rektal
Zum Mastdarm gehörig. Untersuchung des Mastdarms durch Einführen des Fingers oder von besonderen Instrumenten.
Rektoskopie
Mastdarmspiegelung. Mastdarmuntersuchung mit besonderem Instrument zur Betrachtung der Darminnenwand.
Rektum
Mastdarm
Remission
Rückbildung der Krankheitszeichen, z.B. bei MS eines Schubes (z.B. remittierender Verlauf).
Remyelinisierung
Nervenfasern, die z.B. im Rahmen der Entzündung der Multiple Sklerose (MS) ihre Markscheide verloren haben, können bis zu einem gewissen Ausmaß wieder neu bemarkt werden (durch die Oligodendrogliazellen, spezifische für die Markscheidenbildung .....
Restharn
Nach dem Wasserlassen abnormalerweise in der Harnblase verbleibender Urin.
Restitution
Wiederherstellung des normalen Zustandes nach Rückbildung einer Krankheit bzw. eines Krankheitsschubes.
Retrobulbärneuritis
Entzündung des Sehnerven hinter dem Auge.
retrograd
Rückwärts, entgegen der üblichen Verlaufsrichtung.
reversibel
rückbildungsfähig
Rezidiv
Rückfall, Wiedererkrankung (z.B. rezidivierender Verlauf).
Rigor
(Rigidität): Erhöhter Tonus der Muskulatur mit aufeinanderfolgenden ruckartigen Bewegungen ("Zahnradphänomen") während des gesamten Bewegungsablaufs (bei Spastik pathologische Tonuserhöhung im Beginn einer Bewegung am ausgeprägtesten), wenn die Glied.....
Risikofaktoren
Krankhafte Störungen, die eine zusätzliche Gefahr bilden für den Verlauf einer Erkrankung, einer notwendigen Operation, dem Verlauf einer Multipelen Sklerose (MS).
Romberg-Versuch
(Romberg:Eigenname) Prüfung der Standsicherheit. Stehen mit geschlossenen Füßen, waagerecht vorgehaltenen Armen und geschlossenen Augen. Bei Standataxie Schwanken oder Fallen nach einer Seite, nach vorn oder rückwärts, nach allen Richtungen.
RRMS
Abkürzung für rezidivierende, remittierende Multiple Sklerose (MS) (schubförmige Multiple Sklerose (MS), mit weitgehender Rückbildung der Symptome).
Rucknystagmus
Augenzittern. Unwillkürlich ablaufende Ruck- oder Pendelbewegungen der Augäpfel in horizontaler, seltener in vertikaler Richtung. Rucknystagmus: bestehend aus einer nach der kranken Seite langsamen und nach der Gegenseite schnellen Bewegung.
Ruhetremor
Ruhetremor: langsames, weiches Zittern in Ruhestellung, besonders der Hände und Finger, schwindet oder verringert sich bei Ausführung einer Bewegung.
Rumpfataxie
Störung der Körperhaltung bzw. Haltungsinnervation (Ataxie), die sich bereits im Sitzen durch Rumpfschwankungen bemerkbar macht. (DocCheck Flexikon) Unfähigkeit, gerade zu sitzen, so dass die Betroffenen nur noch mit Hilfe einer Stütze sitzen oder .....

Letzte Änderung: 12.12.2019