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Symptombeschreibung:

Das Uhthoff-Phänomen bezeichnet eine vorübergehende Verschlechterung bereits bestehender MS-Symptome durch einen Anstieg der Körpertemperatur. Auslöser können beispielsweise heiße Außentemperaturen, Fieber, körperliche Anstrengung, heiße Bäder oder Saunabesuche sein. Häufig verstärken sich Sehstörungen, Schwäche, Gefühlsstörungen oder Gleichgewichtsprobleme. Die Beschwerden bilden sich in der Regel innerhalb kurzer Zeit zurück, sobald sich die Körpertemperatur wieder normalisiert. Das Uhthoff-Phänomen ist kein neuer MS-Schub.

Ziel der Therapie:

Eine Überwärmung des Körpers vermeiden und dadurch die vorübergehende Verschlechterung neurologischer Symptome verhindern oder verringern.

Nicht-medikamentöse Therapie:

Hilfreich ist es, Hitze möglichst zu vermeiden und den Körper bei Bedarf zu kühlen, etwa durch kühle Getränke, Kühlwesten oder Ventilatoren. Körperliche Aktivitäten sollten möglichst in den kühleren Tageszeiten stattfinden und an das individuelle Leistungsvermögen angepasst werden. Bei Fieber sollte die Ursache ärztlich abgeklärt und behandelt werden.

Medikamentöse Therapie:

Für das Uhthoff-Phänomen selbst gibt es keine spezifische medikamentöse Behandlung. Liegt Fieber als Auslöser vor, kann eine fiebersenkende Behandlung sinnvoll sein. Die Therapie richtet sich nach der jeweiligen Ursache der erhöhten Körpertemperatur.

Wissenswertes:

Das Uhthoff-Phänomen entsteht durch eine vorübergehend verlangsamte Erregungsleitung in bereits durch Multiple Sklerose geschädigten Nervenfasern. Es verursacht keine neuen Entzündungsherde und führt nicht zu einer bleibenden Verschlechterung der Erkrankung.