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Symptombeschreibung:

Sehstörungen sind häufig erste Symptome einer Multiple Sklerose. Betroffene sehen beispielsweise verschwommen oder unscharf, nehmen Doppelbilder wahr oder leiden unter unwillkürlichen Augenbewegungen (Nystagmus), die das Fixieren von Gegenständen erschweren können. Ursache sind Entzündungsherde, die den Sehnerv oder die für die Augenbewegungen zuständigen Nervenbahnen im Gehirn beeinträchtigen. Sehstörungen können ein oder beide Augen betreffen und den Alltag erheblich beeinträchtigen.

Ziel der Therapie:

Das Sehvermögen möglichst erhalten oder verbessern sowie die Auswirkungen der Sehstörungen im Alltag verringern.

Nicht-medikamentöse Therapie:

Neu auftretende Sehstörungen sollten immer augenärztlich und neurologisch abgeklärt werden. Je nach Art der Beschwerden können Sehtraining, spezielle Brillen oder Prismenfolien sowie neuro-ophthalmologische oder orthoptische Maßnahmen helfen. Bei Doppelbildern kann vorübergehend auch das Abdecken eines Auges die Beschwerden lindern. Bei Sehstörungen infolge einer Sehnerventzündung ist auf ausreichend Licht am Arbeitsplatz und eine kontrastreiche Umgebung zu achten, außerdem können Lupen und andere Sehhilfen verwendet werden.

Medikamentöse Therapie:

Eine spezifische medikamentöse Behandlung der Sehstörungen selbst gibt es nicht. Bei anhaltenden Augenbewegungsstörungen oder Doppelbildern können in Einzelfällen Medikamente eingesetzt werden. Welche Behandlung in Frage kommt, entscheidet die behandelnde Neurologin oder der Neurologe.

Wissenswertes:

Sehstörungen bilden sich nach einem akuten Auftreten häufig innerhalb von Wochen oder Monaten ganz oder teilweise zurück. Dennoch sollten neu auftretende Beschwerden immer zeitnah ärztlich untersucht werden, da sie auch andere Ursachen haben können.