Symptombeschreibung:
Schlafstörungen gehören zu den häufigen Begleiterscheinungen der Multiplen Sklerose. Viele Betroffene haben Schwierigkeiten, ein- oder durchzuschlafen oder fühlen sich morgens nicht erholt. Die Ursachen sind vielfältig: So können beispielsweise Schmerzen, Spastik, Blasenstörungen oder das Restless-Legs-Syndrom (RLS) den Schlaf beeinträchtigen. Beim RLS besteht vor allem in Ruhe oder am Abend ein unangenehmer Bewegungsdrang der Beine, häufig begleitet von Kribbeln, Ziehen oder anderen Missempfindungen. Die Beschwerden bessern sich meist durch Bewegung.
Ziel der Therapie:
Die Schlafqualität verbessern, nächtliche Beschwerden lindern und die Leistungsfähigkeit sowie das Wohlbefinden am Tag fördern.
Nicht-medikamentöse Therapie:
Wichtig ist zunächst, mögliche Ursachen der Schlafstörungen zu erkennen und gezielt zu behandeln. Regelmäßige Schlafenszeiten, eine gute Schlafhygiene sowie ausreichend Bewegung können den Schlaf fördern. beim Restless-Legs-Syndrom können Dehnübungen, leichte körperliche Aktivität sowie das Vermeiden von Alkohol und koffeinhaltigen Getränken am Abend hilfreich sein.
Medikamentöse Therapie:
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache der Schlafstörungen. Je nach Beschwerden können beispielsweise Medikamente gegen Spastik, Schmerzen oder Blasenstörungen und den Schlaf verbessern. Bei einem behandlungsbedürftigen Restless-Legs-Syndrom können dopaminerge Medikamente oder andere speziell für das RLS eingesetzte Arzneimittel in Frage kommen.
Wissenswertes:
Anhaltende Schlafstörungen können Fatique, Konzentrationsstörungen und Stimmungsschwankungen verstärken, deshalb sollten sie ärztlich angesprochen und gegebenenfalls gezielt abgeklärt werden.